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Der israelitische Lehrer · 1864-09-15 · 37 (15.9.1864) · p. Seite 148

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
37 (15.9.1864)
Date
1864-09-15
Page
Seite 148 (sequence 4)
Language
German
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+ — 148 — an den Grundlagen, die wir nach eingehendster Prüfung vieler Männer als vollkommen entsprechend gefunden haben. — Herr Marx: Herr Dr. Philippson, der seine Theilnahme an unserer heil. Sache schon durch sein Erscheinen bewiesen, hat uns zwar m>t unseren Hoffnungen zu sehr auf die Gemeinden hingewiesen und dieselben dadurch heradgestimmt; — wir dürfen unsere Hoffnungen auf die Gemeinden wohl nicht zu hoch stellen; doch verdient der Vorschlag Beherzigung. Unsere Devise muß aber vor Allem sein: „Selbfthülfe!" durch uns! — HerrDr. Rosenseld weist ebenfalls auf das begeisterte Wort Philippsons hin und ist mit dessen Antrag, daß die Gemeinden Mitwirken müssen, vollkommen, einverstanden. — Herr Lebrecht halt den Antrag des Herrn Dr. Philippson für schädlich. Die Gemeinde geben freiwillige Beiträgt wollen aber nicht gezwungen sein. Der Lehrer nmß zu Gunsten des Vereins in seiner Gemeinde wirken,? risp. die Gemeinde zu Spenden in den Verein veranlasset. —, Herr Dr. Dessauer. Sollen die Gemeinden angchalten werden, muß die Negierung mit-. wirken. Tie Gemeinde bat aber, besonders dem Religionslehrer gegenüber, an der Regierung eine Stütze. — Herr ' pr. Philippson findet die ^Selbsthülse!" wie alle Unij versalmittel, nicht imnier durchschlagend. — Herr Dr. Rothschild zeigt durch die früher bestandenen iflgbbiner-Wittwenkasse, Daß die Zuziehung der Gemeinden keinen günstigen Erfolg habe. — Dr. Aub.. Tie Gemeinden können nicht j gezwungen, sollen aber zum Beitritte durch Rabbiner und Lehrer veranlaßt weroen. Die Beiträge der Lehrer seien übrigens viebzu gering. —- Herr Lttensoser weist! aus die politischen Gerneinden hin, > wo die Gemeinde für; den nickt zahlungsfähigen Lehrer den vorgeschriebenen Beitrag leisten muß. -Ter Schluß der Debatte wird beantragt und die Versammlung begibt fick zum Mittagessen. Tasielbe wird gemeinschaftlich im Gasthaus zum „Nassauer Hof" abaehalten, ist einfach, gnt und-b.illrg. Herr Irr. Rothschild bringt der Wissenscdast einen -Toast. - — Herr Dr. Roscnsjeld läßt den edlen anwesenden Vertreter der Wissenschaft, Herrn Dr. Philippson, bochleben, .Lehmann aus Homburg den Mann, der für das. Zustandekommen des herrlichen Vereins so Vieles celciftet — unfern Klinaenstein, Rathan aus Ge.-nshcini bringt ein „Hoch" der für die Forderung unseres Vereins, wie jedes, edlen Etrebens unentbehrlichen Eintracht; Sttensovr; den früher sür die Sacke der Lehrer thaiigen, insbeiondcre drn Männern der Hmn bacher Versammlung im Jahre 1*59-. -V- . Na ch m it t a g s > i tz u ng. - D e g i n n ) I- Uhr. Es wird der Passus angenommen: ^Die Mitgliedichait kann aucstcrworben werden durch einen Beitrag, den die Gemeinde für ih.en Lehrer leistet." Es folgt nun die Debatte über Beiträge der Gemeinde von 5—20 Thlr. — err Marx ist der Ansicht keine Norm auszustellcn. — Herr r. Aub wünscht die Ausstellung eines Minimalbetrags für die Gemeinde. — Herr Dr. Landsberger will die Gemeinden ebenfalls nur durch Ausrufe von Rabbinen und Lehrern Leranrtrorrliider Redakteur: I. Klingenstein tjt Ctrrufirim in p. Fr:-g-K : :n Da» zu Beiträgen veranlassen, aber keinen Zwang. — Herr Dr. Aub findet in diesem Anträge nur die in dem Entwürfe der Statuten erwähnten Spenden. „Man schreitet zur Abstimmung über den Beitrag der Gemeinde." B««tMpM»Mh»>»x'Herr Dr. Aub beantragt 4 Thlr. Dr. Philppfon 5 Thlr. — Herr Hirsch will statt 5 Thlr. 5 fl. — Herr Dr. Aub will mit Hirsch süddeutsch sprechen und beantragt statt 4 Thlr. — 7 fl. — Herr Lehmann will den Minimalbeitrag der Gemeinde für jeden Lehrer, (es kann nämlich eine Gemeinde mehrere Lehrer haben) 4—5 Thlr.; er hält diesen Beitrag nicht sür zu hoch. — Herr Dr. Landsberg wünscht die kleinern Landgemeinden berücksicht zu sehen und sür dieselben den Rtiuimal-Beitrag zu vermeiden. Schließlich werden vier Thaler angenommen. — Herr Koschland und dann ebenso Herr Dr. Aub finden dm Tbeil des Paragraphen, wonach die Mitgliedschaft durch den Verkauf von Büchern im Betrage von 2 Thlr. erworben werden kann, nicht rathsani und auch die Beiträge von fl. 1. 45 kr. zu gering. — Herr Dr. Aub beantragt eine Klaffeneintheilung für die Lehrer im Verhältuiß ihres Einkommens — Dr. Landsberg stimmt dem letzeren Anträge für Klaffeneintheilung bei. — Herr JUiiigenftein fürchtet, daß die Lehrer, wenn sie keinen Vorlheil aus dem Verkauf der Schriften erzielen — resp. ihre Mitgliedschaft erwerben können, bei dem Verkauf zulässig sind (vielfacher Widerspruch der Lehrer!) Eine Klaffeneintheilung hält er den Grundsätzen, aus welchen unter Verein aufgebaut ist, der Humanität, der Wob! thalrgkeit, nicht entsprechend. — Herr Dr. Philippson will allerdings dem Lehrer eine Vergütung durch den Verkauf der Bücher zufließen lassen; ist aber gegm Klassencinlhelllung — um den Lehrer, der niederer gestellt ist -- nicht zu kränken. (NB. Nach Verhältuiß der Einlage mußterelbsiverständlich auch die Unterstützung sein.) Herr Ph. beantragt einen festen Beitrag von 3 Thlrn. — Herr Hirsch aus Guutersblum hält den Beitrag von 3 Thlrn. für zu hoch, besonders für den Landlehrer. Bei der nun auf Antrag des Herrn Präsidenten erfolgten Abstimmung über den Beitrag des Lehrers wird be'chlossen: „daß der jährliche Beitrag des Lehrers 2 Thlr. sein soll, welcher von allen Lehrern (also ohne Klaffeneintheilung) gleichmäßig zu erheben >ei. Herr Dr. Philippsohn und Dr. Aub. Ter Pas-' sus: „oder statt dessen" ioll wcgfallm, hiergegen Aach 3. der Zusatz zu stehen kommen: Wer-von den Schriften des Vereins eine bestimnite Anzahl verkauft, erhält eine mtsprechende Vergütung. — Herr Lebrecht findet eine Vergütung an Lehrer in einer sür sie so wichtigen Angelegenheit sür Unrecht. (Viele Lehrer stimmen dieser Ansicht bei.) — Herr Marx will im Interesse der Sache Vergütung an Lehrer, da nicht alle Lehrer io begeistert seien, wie Herr L. und noch viele Andere. Man müsse die Flamme dadurch anregen. Herr Dr. Philippsohn stimmt dem bei, mit den Worten: Ten, Verkäufer der Vrsschrrt. kann eine Provision zugcsprochen meiden. —.Herr I)r. Landsberg glaubt nicht, daß der Lehrer einen Reingewinn für sich aus dem Verkauf der Schriften erzielen wolle, daß er vielmehr die ihm zukommende Provision der Vereinskasse lassen würde. _(Fortsetzung folgt.)__ fljfirtntfflnt; Selbstverlag der Redaktion. Für den Burbbandel: in ipf-ElbnellpreNerirnck von (Sette; *cfn in Mainz.

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