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Der israelitische Lehrer · 1864-09-15 · 37 (15.9.1864) · p. Seite 146

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
37 (15.9.1864)
Date
1864-09-15
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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146 Worten die hohe Wichtigkeit des Vereins, resp. der heutigen Versammlung. Er macht darauf aufmerksam, daß das Hauptcomite diese heilige Sache, die es bis heute warm und mit voller Hingebung gepflegt, der Versammlung nun zur Selbstbestimmung mit dem Bedeuten übergebe, daß, da die grundliegeitde Idee und das Bedürfniß anerkannt, über den Bestand des Vereins selbst und über die Grundlage desselben Debatten weder zweckmäßig noch zu billigen mären, und gibt sodann dem prov. Geschästsführer I. Klingenstein das Wort zur Berichterstattung über die bisherigen Leistungen des Comite's.. Herr Klingen st ein entledigt sich dieses Auftrages, indem er eine kurze Uebersicht über den dermaligen Stand des Vereins gibt und die hierzu nöthigen Acten und Belege der Versammlung zur Einsicht offen legt. Aus. dieser Uebersicht,' sowie aus den vorliegenden Belegen konnte Jeder die frohe Ueberzeugung schöpfen,'daß über das-Zustandekommendes Vereins kein Zweifel mehr walten könne, daß er jetzt schon Lebensfähigkeit besitz? und cs nur die Aufgabe dsr Lehrer selbst sein könnte, demselben größere'Ausdehnung ZU verschaffen und seinen Wirkungskreis immer mehr zu erweitern. Nach vernommener Berichterstattung und theilweiser Einsicht in die vorliegenden Acten konnte wohl Keiner der Anwesenden dem prov. Comitö und besonders .Herrn Klingen st ein die Anerkeiinung versagen, daß' dieselben für dze kurze Zeit ihres Wirkens Ausgezeichnetes für den Verein geleistet haben. — Herr Or. Rothschild beantragt nun die Wahl eines Vorsitzenden zur Leitung. der Versammlung. Auf Vorschlag d"-s Herrn Dr. .Philippion aus Bonn wird Herr Dr. Rothschild durch Acclamation;uin ersten, Herr Klinaenstein zum zweiten Vorsitzenden und die Herren Lehrer Morge-nthau aus Gedern und'Nathan ans Gernsheim zu Schriittübrern. eyiannt. — Herr Lehrer Marr aus Alsheim als Referent des Entwurfs der Statuten < siebe isr. Lehrer Rr.-. H d. I.) verliest die einzelnen Paragraphen, wonach dieselben der Debatte übergeben werden. I. '.Vame. D-r Verein führt kt» Ramcn,: V<-r> in zur Nni-rsiüpunz . ..•rtfturftiäox ,cr. Vffnct, L.drkr Wittwea une -A-aiscn IN Dcuti.slant. '.Wird ohne Discuffion angenommen.'» H. Zweck. Der Zweck des Vereins-ist, seine hilssbeöürstigcn Mitglieder aus der Vereinskqsse nach Maßgabe der statutenmäßigen Bestimmungen zu unterstützen, sowohl ne, als 5eren Wittwen und Waisen. Herr Sonnenberger aus Bechtheim wünscht Abkürzung des Paragraphen - ' auch Herr Dr. Pbilippson nnoet die Worte: „aus der Vereinskaffe nach Maßgabe der statutenmäßigen Bestimmungen" als selbstverständlich überflüssig. Nach kurzer Debatte wird der Paragraph in solgender Fassung angenommen: II. .l^cck tc- Bereins in: bilfäbedürtttgen Mitgliercr oter cerca Ditrwen uud Wan'en zu ünlerstützta> III. Grüutunz unv Bildung v-r Nassk: 1. tik Lasse wird gcbilcet: » I aus den Äriträarn von Mtgli:tcrn; I») dui dem. Reinenrag litr. Unternebmuazn^ >-.« nus freirvikligen Lventeo, letztwilljgen Dcrfüzungen :c- :c. zu Gunücn Bt& eisernen Fonds. Herr Dr. PhilippsobR. Durch die Worte: „zu Gunsten des eisernen Fonds" könnten die letzwütigen Versügungen beschränkt werden. Auf Antrag des Herrn L>r. Aub, wird der Zusatz hinzugesügt: „insofern nicht der Stifter eine andere Bestimmung darüber trifft. - 2) Aus bcm Jahresertraze kommt tzz zur soforti >ei Verwendung > dis der eiserne Fond! 5000 ft erreicht hat; von'da ab kommen 2/3 bei JabresererazS zur sofortigen Berwcndrng; 1/3 bilden den Reservefonds zur Bestreitung der extraordinären Bedürfnisse des laufenden J.bres. Rach Abschluß diese« Jahres fließt das Ganze oder der Rest des Reservefonds;u dem eisernen Fonos. Die Jahreszinsen des eisernen Fonds kommen iiymer mit zur sofortigen Verwendnng. Herr Lehmann aus Homburg: Kein Lehrer, aber ein warmer Schul- und Lehrerfrcund, wünscht, daß statt ‘h gleich beim Beginn der Wirksamkeit des Vereins des Jahresertrags an hilfsbedürftige. Lehrer rc. rc. gespendet werde, damit der Verein an Theilirehmer gewinne. — Herr Klinge Mein ist gegen diese Ansicht. Es könnte einmal e:u Jihr der Dürreintreten urtö d mn der Verein gar keine Mittel besitzen, irgend Unterstützung zu bieten. Es müßte deßhalb der Paragraph sn seiner yegenwärtigen Fassung so lange bleiben^ bis 5000 fl. eiserner Fonds vorhanden. — Herr Isaak ans'Alsfeld/ stimmt Hm. Lehmann aus Homburg vollkommen bei, ist. also für % der Verwendung. — Herr Dr. Philippsohn ist für Beibehaltung des Paragraphen in seiner rotzigen Fassung. — Herr Bärmann ans Partenhein spricht sich ebenfalls für der Verwendung aus. — Herr Dr. Lands berg: Die Interessen von 5000 fl. sind ja ebenfalls nicht ausreichend; es solle für Vermehrung gewirkt .aber dennoch -/j zur Verwendung kommen. — Herr Präsident: nachdem er sich seinerseits für die Beibehaltung dts Paragraphen (vorläusig 'h der Zahresrinnahme zur Verwendung) ausgesprochen, hält den Gegenstand reif zur Abstimmung. (Paragraph HI. 2 wird alsdann unverändert angenommen.) IV. Mitgliedschaft. 1) Zur Erwerbung der Mitgliedschaft ist berechtigt: Jeder in einer isr. Gemeinde Deutschlands nach den betreff.. Landesbestimmungen angestellte und fungirende Religions- oder Elementarlehrer. Rabbiner sind selbstredend als Religionslehrer und berufsmäßige Cantoren, insofern sie das Amt eines Religionslehrers ganz oder theilwerse initoerwalten, zum Eintritte berechtigt. Herr Marr ans Alsheim will den § dahin abgeändert wissen, daß auch Cantoren, welche nicht Lehrer sind, Mitglieder werden können. —. Herr Dr. Des sau er ist nicht für diese» Zusatz, da Cantoren nicht zugleich Lehrer sind, nur in größeren Gemeinden vorausgesetzt werden können — und, diese gewöhnlich gut honorirt werden. Dagegen sollen Lehrer an Real- und andere höheren Lehranstalten dem Vereine beitrcten können. — Herr Klingenstein ist nicht der Ansicht des Herrn Vorredners — soweit es deren ersten Th al betrifft — da gerade die gut gestellten Cantoren auch v:el für den Verein leisten können, wohl aber für den zweiten Theil, bezüglich der Lehrer an Realschulen ec. rc. was wohl absichtslos nicht.in den Entwurf ausgenommen wurde. — Herr Marr will, daß auch die Privatlehrer an Instituten ausgenommen werden können. — Herr Dr. Aub findet den Antrag Mar'» für die Vereinskasse gefährlich; da die Lehrer an Instituten leicht entlassen, und dadurch auch leicht hilfsbedürftig werden könnten. — Herr Wertheimer in Heldenbergen : Da Cantoren in größeren Städten, oft Geschäfte treiben und wohlhabend sind, könnten leicht Unterstützungen an Nichtbodürftiaen gespendet werden. — Herr Dr. Pbilippson: Alle augestellten Rabbinen., Lehrer und

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