Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 35 (1.9.1864)
- Date
- 1864-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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äL'ccbemli* 1 Nummer. Vierteljäbrlichrr ilbon- «mentspreis j Lblr. — 27 kr. Bei frankirrer Zusendung unter Kreuzband jäbrlick 2 fl. 12 kr. Bestellungen ncimen alle Postämter und Bmbbandlstngkn an. D e r Jenrer /rnzeigen zu 1 Lgr. die PetitzetK. Einsendungen ent vrder direkt an den v rant» wortlieben Redakteur oder an dij Perlagsbandlung. Crtffln; für die Scluite, die Familie und das Gemeindeleben ^es Iudenlbr^nrs. Herausgegeben ron I. Arlingeustcin, Zgrra; Lehmann und 2t. Tretu. i\°. -S Diainz. den 1. September 1864. (Vierter Jahr gl Die richtige Methode bei den schriftlichen Aufsätzen and eine Auswahl von Thematas mit R nrkficht auf die jüdische Lchnle.*) Rrf>tat zi r Loririinz t«r rbkinisch wcftphälrschtn Lehrer in Bielefeld, am 13. und 14. Juni 16(14. Ter zweite Gegenstand der diesjährigen Conferenz, meine geschätzten Collegen, betrifft eine der wichtigsten Fragen der Pädagogü, einen Gegenstand, der sowohl die Lehrer höherer Anstalten, wie die Elementarlehrer nicht wenig in Verlegenheit setzt. Die ersteren, welche sich früher gar wenig . aus der in Frage stehenden Unter richtsdisciplin machten, sangen an einzusehen, daß es ohne Lösung der Frage nichi länger gehen will, daß der Aufsatzunterricht ein Hauplelement der Schulbildung abgibt. Von den Vorgesetzten wird diesgr Gegenstand der Besprechung in den Collegien cnempsohltn; die Lehrer sehen die.Dringlichkeit ein und sagen sich: „Der wunde Fleck ist der Unterricht im Deutschen, und doch wissen wir so recht noch nicht, was und wie wir d imit anzufangen und was wir damit zu machen haben." ' Die (ilementarlehrer sind für ihren Bildungskreis in der Sache alle dings schon weiter gekommen. Es liegt das in der Naiur der' Sache! Unter den Pflegern des Wissensbaumes ist ihnen der bescheidene Wirkungskreis an der Wurzel angewiesen; da müssen sse den Anfängen, den Wurzeln nächst mren, ne milssen von Grund auf (gründlich) in ihrem Lereiche, anstatt weit hinaus zu . gehen, eingehend verfahren. Der Ui lterricht im Deutschen — cas Grundelement der deutichen Schulm — ist sowohl nach Form, als nach Inhalt ein Hauptaugenmerk unserer einsichtsvollsten Pädagogen gewesen, ohn? daß eine Lösung bis jetzt erzielt worden wäre. Man 'ehe nur die nach den verschiedensten Ansichten gebotenen Lestrmittel an Rccensionen über ein dahin einschlagendcs Schulbuch bringen von der einen Autorität Tadel dessen, was die andere entschieden lobt, (meine Schulschristen). Wie gehen Diesterweg, Burgwarth, Kellner und Honcamp beispielsweise auseinander! _ *) Wegen ceS beschränkten Raumes ist die Einleitung zum größten Thkile und das nickt unbedingt Rothwendige in der Abban dlung weggefallcn.. Das Richtige nun treffen zil wollen, wie es das Thema fordert und in Aussicht stellt, meine Herren^ Das wäre so anmaßend, wie schwierig; — für alle Fälle uuo alle Verhältnisse es festsetzen zu wollon, ein Untevnehm-n der Unmöglichkeit; ich bitte iSie das nicht von mir zu erwarten. Selbst eine Gesammtheit kann darüber nickt entscheiden wollen, geschweige! ein einzelner Lehrer mit seiner subjectiven Meinung. I! Zum Schluffe der Einleitung möge dem Referenten eine persönliche Bemerkung, die jedoch enge mit der Sache zusammenhängt, gestattet sein! Bei der Uebertraaung des Referats, welches Referent aus verschiedenen Gründen ablehnte, war unser geschätzter Präsident und College der Ansicht, daß ich schon ans dem iGrunde nicht ablehnien dürfe, weil ich für diesen Lehrgegenstand Schulschriften geliefert habe. Mit Rücksicht hierauf glaubte ich denn auch gleich gleichzeitig Versäumtes nachhalen zu müssen. 1 Meine sprachlichen Schulschriften fallen mit der zu beantwortenden Frage zusammen. Auf zwei Conferesizcn sollte über deren Brauchbarkeit eir Referat geliefert werden. In Düsseldorf ließen wichtigere l Gegenstände nicht dazu kommen» in Essen war der stteferent nicht erschienen. : Wenn ich nunmehr zur Behandlung des Thema's übergebe, so ist es ganz natürlicl, daß, indem Versäumtes nachgeholt wird, diejenigen Grunssätze vorgetragen werden, die zur Beurtheilnng jener Sch.rlschriften als Maßstab dienen. Zur Erleichterung der Uebersicht der im Thema ent haltenen und zu erklärender Begriffe stellen sich folgende An» haltspunkte heraus. , 1) Was ist unter Mlthode im Allgemeinen zu erstehen, und in welchen Grenzen sindet sie Anwendung .'.itt unser Thema? 2) Was heißt Aufsatz? welche Hülssfächer sind deriit verbunden? welches Ziel karn in diesem Fache die Elem-ntarschule erreichen? 3) In wie weit könner hierbei conseisionelle Rücksichten sich Zeltend machen, respective: wie ist hierbei die jüdisthe Schule zu bedenken? Dieses wäre nup. nach der strengen Forderung des Tbema's die Folge derm Betricht zu ziehenden Gesichtspunkte. Aber, wie Ihnen allen, meiie geschätzten Collegen. als practischen Schulmännern bekarnt ist, hängt der Erfolg des Unterrichts von zweierlei Gr.ind'ätzen ab: l) denen der all