Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 34 (25.8.1864)
- Date
- 1864-08-25
- Page
- Seite 136 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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136 bot und der Wahrheit Aeugniß zu geben. Wir hätten zwar noch manches z» schreiben, allein wir missen die Wort« jener berühmten Weisen zu beachten, die vom Frieden sprachen, überall: Su ,oi B’jrcn bv ipbna jp’J n^bt sipeep. Der Lehrerberuf ist rin m heiliger, als daß wir damit die Zeit zubringen wollen, mit Lehrern, die «ns mißverstehen wollen, zu p.flcmifiren. Möge die Zukunft ihre Pflicht thun. Chaim Pollak, RabbinatScandidat. Nachbemerkung der Redaktion. Wir bitten diese» Gegenstand, der für unsere veutichen Leser kein Jntcreffe hat, nunmehr falle» zu laffe». U m f 4 o »• welche ihr Leben der jüdischen Wissenschaft gewidmet haben, ohne Hoffnung für ihre Mühe einen entsprechenden Lohn zu empfangen. Die Allianee wird dieseedle Anerbieten, wodurch gleichsam ein Sanbedrin, eine jüdische Academie gegründet würde, ihrer eingehenden.Prüfung unterriehen. Herr Eremieur, der Präsident der Gesellschaft hielt hierauf eine glänzende, von öfterem rauschenden Beifall unterbrochene Rede, welche wir vielleicht später einmal ausführlich mittheilen werden, und welche die Ideen de- Judentbums und seine glorreiche Mission verherrlicht, und den' Umstand hervorhebt. daß jetzt immer wieder so viel Juden alS je auf allen Theilen der Erde leben, trotz vielhundertjähriger Unterdrückung und Verfolgung. Die zwei PreiSaufgaben des vorigen Jahres sind noch ungelöst und bleiben deßhalb auch für das künftige Jahr. Mainz 22. August.' Die Generalversammlung des Vereins zur Unterstützung hilfsbedürftiger Lehrer hat in sehr würdiger und erheb enderWeise stattgefunden. Es waren nahe an fünfzig Lehrer, und außer diesen die Herren Dr. Ludw. Philippson aus Bonn, I)r. Landsberg aus Darmstadt, Dr. Aub und eine Deputation des Vorstands aus Mainz, I)r. Rosenfeld aus Worms und die Herren Comitemitglieder I)r. Rothschild und Louis Lehmann zugegen. Mit einer erfreulichen Hingebung und mit hingebendcr Begeisterung wurden die einzelnen Paragraphen dürchgesprochen. Die renidirten und nunmehr angenommenen Statuten werden in einer der nächsten Nummer des „Israel. Lehrer" veröffentlicht werden. Aber wir wollen uns - heute schon an dem Erfolge erfreuen — Gott sei gelobt; der Verein hat seine Geburtswehen überstanden! Möge er bestehen — ewiglich. — Wir empfingen das Bulletin der Kiliane« iaraelite universelle vom Juli; wir finden darin, den vollständigen Bericht über die schon in diesem Blatte angedeutete Generalversammlung am 31. Mai 1664; voraus gebt ein Ausruf zu Gunsten der nothleidenden Glaubensgenossen iu Tüuis. DaS Eentralcomite fordert zur Unterstützung dieser -Nothleidenden, zur Anregung von Sammlungen für dieselben auf. — In der genannten Hauptversammlung vom 31. Mai. die von sebr vielen Freunden und Mitgliedern der Alliance besucht war, las Herr L e v en, Secrelär, zuerst den Reckensckaftsbcrickt der Versammlung vor, der von dem segenSreieben Wirken der Alliance und von ihrer stcigenden Ausbreitung glänzendes Zeugniß gibt. Die Alliance wirkt nach außen und nach innen; nach außen — indem sie die Emancipation unterstützt, und ungerechte Abgriffe abwcist; nach innen — indem -sie, insbesondere im Orient, jüdische Scbulen gründet und subrentienirt. — Die. Zobl der Mitglieder ist jetzt 2878; Die Easie schloß mit einer Summe von 22,100 Fr. 85 Et. Die Zahl der Mitglieder ist seit der vorigen Versammlung um das Doppelte gestiegen. Hiervon kommen auf Preußen 53, Oesterreich 42, das gelammte übrige Deutschland — 17, wälrend Frankreich über 11 >00, Italien 4l >5 und selbst Saint -Tomas — 45 zählt. Herr Albert Eehu bietet der Alliance eine jährliche Unterstützung von 200 Francs an, zu Gunsten eines Fonds, damit die Alliance denjenigen in ihrem Alter zu Hülfe kommen könnte. Bekanntmachung. Lehrerleseverein in Rheinhesse«. Wir fordern diejenigen Herren, welche noch mit ihren resp. Beiträgen für dies oder das vorige Jahr (1863/4 oder 1864/5 jedesmal 1 fl. 30 kr.) im Rückstände sind, auf, solche bis zum 1. September c. um so gewisser an den Bibliothekar Klingen st ein einzusenden, als sonst die Betreffenden als ausgeschlossen betrachtet und in die Versendungsliste vom 1. September schon nicht mehr ausgenommen werden. Alsheim und Odernheim 10. Aug. 1864. K. Marr Präsident, I. Klingenstein Schriftführer und Bibliothekar. . Eine Familie, in einem schönen Landstädtchen am Hardt gebirge (Pfalz), sucht zu 3 Mädchen von 8, .5 und 3 Jahren eine Dame (Israelitin) in den 20er Jahren, die den Unterricht im Deutschen, Französischen, Klavier, sowie in weiblichen Handarbeiten übernehmen kann. Franco-Offerten befördert die Expedition. Briefkasten. Herrn Lehrer R. in B. Sie waren so edel, die Nachnahmesendung zurückzuweisen, obwohl ich in Nr. 26. d. Bl. ausdrücklich um Rücksendung bat, wenn Eie nicht weiter lesen wollen. Sollten Sie mir meine baaren Auslage« von dreißig Kreuzer nickt alsbald (in Briefmarken) franko einscnden, so werde ick Jbren Namen, wie gebührend, durck öffentlich- Bekanntmackung brandmarken. Herrn I. I. R. in S. A. U. Sie erhalten bi» zum 15. September brieflich Antwort. Könnten Eie mir nickt indeß einen Buchhändler in Ihrer Nähe angebe«, dem man auf Buck Händlerweg Ihre Schriften zukommen lassen könnte? Das Porto ist sebr beträchtlich. Herrn I. M. in Greiz. Ick wüßte nickt, was Eie über die Schechita im »Israelitischen Lehrer" veröffenlichen könnten. Eie müßten mir denn das Manuskript senden. — Die noch rückständigen Namen «., welche dem Vereine beigetreten, wbrden nunmebr, da sie demnächst im Jahrbuch zur Veröffentlichung kommen, nicht mehr im Israelitischen Lehrer" veröffentlicht. «SexantiDettltcfefT tXecattan . (Semmiffton’ bei Wu(fcbanbtl: w C. L. gti| sche in Leipzig — Danlpf-Echnkllpreffkndruck von I. Satttlkben in Mainz.