Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 33 (18.8.1864)
- Date
- 1864-08-18
- Page
- Seite 132 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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—. 132 dinatoire regalirt wurde — in Anlehnung an Daniel 12, 3 eine ergreifende, allen Lehrerherzen wohlthuende und mit den schönsten Wünschen endende Rede, worauf der Unterzeichnete dem Jubilar die 'Glückwünsche seiner Collegen der Kreide Eschwege und Witzentausen aussprach und zur Bethäligung ihrer Liebe und Freundschaft einen" schön gearbeiteten silbernen Pocal mit Inschrift als Ehrengeschenk überreichte. . Nachdem Herr Lehrer Cornelius aus-Netra noch ein vorr ihm zur Feier des Tages im Namen aller Anwesenden i verfaßtes Gedicht vorgetraxen und in einem gedruckten Exemplar dem Jubilar überreicht hatte, sprach letzterer niit i zrr Grund, leaung der Worte unseres Erzvaters Jakob 1. B. ' M. M. 32. B. 11. aus tief ergriffenem Gcmüthe seinen allseitigen Tank aus. " . Was Liede und Freundschaft unerwarteten Gästen nur bieten rann, wurde von Seist n des Jubilars ausg> boten, und nacldeni wir den Tag unter ernsten, freudig, n und scherzhaften Unterhaltungen brüderlich" verbracht, mußten wir vor unserer Abreise, die Abends sechs Uhr erfolgte, noch ein Mahl einnchmcn, das unter den obwaltenden Umstanden jebi r Lehrerküche zur Ehre gereichen würde und wobei die 'beciier in iiöblicister Ctiwniung kreisten und mancher tmrzliche Toast ansgebrackt wurde. Möge der Allgütige die dem Jubilaren ausgesprochenen Wünsche und auch untere Hoffnung, in Erfüllung gehen lassen, baß, die isr Lehrer Kuihcffeus in Zukunft so gestellt ' dornenvolle zu nennen, werden, daß^wir ihm zu seinem.'Osahrigen Jubiläum einen holdeii'N statt slbeincn Becker bitten könnenk B. Müller. I Kacsfalu in Ungarn 3 Juni. Forti statt Schluß, fckrni 4>t ri X. men t, daß die Schulbücher, gut sind, so ivolhn wir nuck'ens. Jl n n. diese senden, und wenn Sie unvaiteiuch ein Uitll>il hergebcn möchten, was wir auch voraushtzen. so würden Sit zum selbigen Resultate gelangen, wie ch:r! Wenn auck in diesen Lestbüchern -einzelne Particen ^ädaeogiich und 'ystenialisch richtigbearbeitet sind, so sind I'e dennoch im Eanz»n nickt - unserer heutig«« Zeit und inen Anforderung^ n entsprechend.*). Tie „Autonomie" ist andreiieüs wi«der für die Culturbestrebungen nötbwcndig, und wtnu in einim Staate Lehr- und Lestsnibeil nickt existirt, io lst auck ein ireics Forschen auf allen Gebieten des Bollelebens unmöglich. Tie Schule muß und soll frei sein, dann kann rrr.n rbr auck Gedeihen zustchcrn. i Sckon der erste Lehrer, der Menschheit, Maies rief, seinem Junger zu,, ■"& '• Wenn e{rttin Bellte die- „Autonomie" mangelt,- so kann die- Entwicklung äück nickt volksthümlich it-in, es verpuppt sich in ritir .i?a.ilek.iisiacke, und w-rd mit der Zeit ein Sklave — usibkwus-t, wie es ein solcher wurde. i Zwar soll anck die „Autonomie" ihre Gränzen haben, und cH muß von Seiten der Träger der Cultnr darnach getrachtet' werden, daß die ihr vorgeschriebene Gränzen nicht überschritten werden; aber ohne Ursache eine Sache zu verwerfen, die man nicht kennt, dem aber dafür Unrecht zu thun, der sie kennt und weiß, daß. sie Heil bringt, ist absurd. Daß unsere Ansicht nicht isolirt dasteht, und daß wir unparteiisch urtheilen, beweist, daß der österreichische jüdische Geschichtssanimler, Herr Joseph Wertheimer in seinem Jahrbuche von 5<>24, welches wegen des r. Grätz'schen Aufsatzes bei uns confiscirt wurde, in seinem Rückblicke unserer Meinung ist, daß die „Autonomie" der Gemeinde ihre Basis im Judenthuine bat; und von hier aus als Grundlage der Eioilisation ein Eigenthuni der gebildeten Völker und Staaten wurde. Wir wollen nie das Uebcl uni sich greifen festen, ohne unsere Stimme dagegen erhoben zu haben, dcßhalb wollten wir uns auch nicht in's Gewand der Anonymität hüllen, denn wir wiffen jenen talnind'ickien Grundsatz zu bewahren, "n i-':- PL' p'vLL -jo rcn d:. Wir w ssen die U sacke nick', warum wir am Ende die Wabrbeit nickt öffeutlick saa.n dürfen? Ist es ja von j ber in unserem beben Vaterlande parlameiitariicker Brauck, dem regierenden Fürsten gegenüber sick offen anszusprccken rn' danimmt Herrn Gutmann aus Fünikircken, der die' Verbältniüe eines frei n Staat s dock kennen wird, so Wunder? Es liegt uns sern, jene Herren Musterlcdrcr zu beneiden und ibre St.llniig als fette Pfründe zu betrachten. Gott bcbüte uns! dllirgen's ist der Stand des Lebrcrs .auf Rosen gebettet," überall und unter allen möglichen besseren Berbältnissen ist die Bahn eine (Schluß folgt.) Umschau. T Urin l. August. Man schreibt d>r „Opiiiione" aus Rom vom 2i>. Juli, daß ein zeb, jäbriger Judenknabe, Sohn des Micke! Eo n, der b«ji einem Schuhmacher Lebling war, von einem Priester unter dezn Vorwände, taß rr ein P ar Sckube nach seiner Wobnung trügen sollte, gewaltsam nach den Eateckumenen gebracht worden in, und daß man dem rbn reclamirenden Vater bs jep-t die Wiegerb> rausgabe d s Knaben verweigert bat. A ch die Reclamaticnen der israelitischen Synode waren obne Erfolg geblieben. Iselii.- rbak eoch—riüent, dviß in diesem ttrtenleben ter Srrack L'57 kür ins kems-U'eUuirz dar — irr frcb id>?n Stirn in fing d zeek> neu Linira.. , tiioi. :-nt -n Teu-'ckl ob g<kören die gen-' tatet'r>ikn-Lcsei mam. ____ _ ©iyisfn, ji . Cg c ü ii t i n in . J. Cernbeur. in Nbemdefsen; Selbstverlag iScn:mii'':cn bei F 8. vrtßfd’t in Leidrig Dcmrf-Sckncllpreffendruck tcn Preisrermaßigung. Tie Schrift: Thorath Moscbe — Mosaische Neligionslebre für di« israelitisckieÄeligions'chule, dargestcllt von Itr.S Formstecher, Kreisrabbiner in Offenbach a.M., XVI. 107 S 10 Sgr. — 3(5 Kr. war nach Erscheinen von anerkannten Autoritäten, wie von I)r. Jost in der Allgemeinen Zeitung des Judenthnms Nr. ldll'0, sehr günstig beurtku'ilt und fand sehr bald in verschiedenen Anstalten eine beifällige Aufnahme. Ob- - wohl dieselbe bereits in einer weiteren Auslage vorbeteitet wird, so ist die Verlcrgshandlnng in Folge des von mch i reren Lehrern ausgesprochenen Wunsches, den Gebrauch in , entfernteren Kreisen nach Möglichkeit zu unterstützen, auch schon für den Rest der jetzigen Auslage zu einer navihasten Ermäßigung bereit.. Sie erläßt von jetzt ab das Exemplar;u 7 Lgr. — 2^ Kr. ich Juli 1S54. Grnft Keine»nann. Der -ikevckrion. Für een vuckbanoel: in I. KottslebeU in Mainz.