Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 31 (4.8.1864)
- Date
- 1864-08-04
- Page
- Seite 122 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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12L „och nicht von, io doch s ü r ganz Deutschlaud. Ein Thaier jährlicher Beitrag oder für Thr. ‘2 von dem Herein heraus gegebene literarische Werke verkaufen, sichert die Mitgliedschaft. Wenn unser Herein, meinte Herr Ä, beitrete, so würden alle Lehrer Deutschlands folgen; denn derselbe habe einen guten Klang, er sei der Bahnbrecher. Die Berathunq hierü l>rr ergab, daß unser Herein wohl alssolcher nach unfern Statuten sich jenem nicht anschließen könne daß es dagegen von uns Allen beitige Pflicht sei,demsölbenbeizutreten,-was denn auch durch Unterzeichnung von fast allen Erschienenen sofort zur Thal wurde. Der dritte Geaenüäud'-der- Tagesordnung ^die richtige Melbode de-:- schriftlichen Aussatzes in jüdischen Schulen" wurde, da die Z i: bereits vorgerückt war, auf den Rach „utrag verschoben. Herr Treu, als Referent des erivähnteu Gegensr.mdcs trug, nachdem die Sitzung um Uhr wieder seine sehr durchdachte und umfassende Arbeit über dies Tbema der Versammlung vor., Indessen war es un- „:öai:ch. dieie Angelegenheit auf einmal, zu bewältigen und da rer Korreferent, Herr Hermanns aus Cöln, nicht eri dienen mar, >o beschloß man, sie nochmals für die nächste tzmüren; am die Tagesordnung zu setzen, für die Arbeit --es Treu, welche tm Drucke *) erscheinen und fedem Mitgliede u:gehändii,rnvcrden wll. einen Berrchterstätter zu einennen, im io vollständige Klarheit in diesem Fache zu gewinnen. Und damit für künftighin jedes Mitglied der Conferenz mit - dem vorzunckmendm Gegenstände sich g-'hörig vertraut mache. », wurde am zweiten Tage der Coiirercnz derWun'ch, mau rege jedes Referat 3 Monate vorder betregenden Eoii'e r:nz durch die ,.Zeitung des Judenjhnms" oder den „Jsr rebrer." veröffentlichen, zum Beschluß erhoben. Hierniit war die Tagesordnung erschöpft und es er <,!gten nun Anträge von einzelnen Mitgliedern »ür die nächste Eonierenz, welch? -mau in Lippstadt zu halten be > bloü. Namentlich stellte Hr. Braunichweiq dm 'eh. zw ck- „läß-.gen Antrag. Special<oufe.rcnzen einzurlchten, welche f»r das Leben der Schule, viel Erivriechliches erzielen und auch f-.ir di? Gmcralconierenz, zu der man dadurch bester vor 'e reitet komme, von wesentlichem Rüben-sein würden. Als i dgm'.and der nächsteir Tagesor. nung wurde ein zweiter Antrag des Heren B. .rbobey: „Besprechung über di Stellung des isr. Lehrers, ru 'einer Gemeinde insbesondere,, sowie zur -in erschlichen Gefell fstiaft überhaupt." So.wäre die nächste Tagesord nung in folgender Wei'e restimnrt .->. Referat von Treu, ürwzu Herr Kaufmann eisten Bericht -.zu-erstatten hat, b. der erwähnte Antrag des Herrn-Braunschweig, worüber er selbst rer raren wird und c. die nachzuholenden Referate der HH. Steinweg und Walbaum. tSchülplan der jüdischen Schuld) Herr Braunschweig 'bat, man möge, bevor die Her i-.mmlung auseinander gehe, ihm noch einmäl das Wort , rtheilcn. Tief gerübrt wären, alle Anwesenden, als derselbe 'ch crliob und den Manen des nunmehr ist Gott ruhenden '.lroiestors 1)-. Haindorf Worte dankbarer Erinnerung „nL Verehrung widmete:, - Unwillkürlich erhoben sich Alle van ihren Sitzen, um das Andenken des theuren Tobten -u cbren. rar!rcu - w-rc ivätrrhin im „israrl. tzck'cr" «r - - -->n. . . - D. Kr:. Die Z^it der Trennung rückte nunmehr heran und Hr. Blumenjau, der irp besten parlamentarischen Takte di« Herhandlunßen geleitet hatte, schloß die diesjährige Confe renz mit dem Wunsch?, daß es jedem College« gelingen möge, sich Achtung tnb Ansehen in seiner Gemeinde zu, verschaffen, was nur dadurch zu erreichen sei, daß auch nicht der leiseste Mack-ek audas sittliche Leben und Wirken des Lehrers falle, sondern daß er in Allem der Jugend sowohl wie den Erwachsenen als leuchtendss Muster voranstehe. Wir tonnen indeyen um'ern B rächt nicht schließen, ohne der Bielefelder Jsrae .t n ehrenvoll zu gedenken. Sämmt liche dort anwesende Lehrer wurden als Gäste in den Fa milien liebreich aurge rammen und aus das freundlichste de wirthet. Mitglieder des dortig n Synagogen - Borstandes und der. Repräsentanten warm bei allen unseren Verhandlungen gegenwärtig yna nahmen lebhaften Antheil an unseren Besprechungen. Man ehrte deshalb ihr Erscheinen durch Auästehen von den Zitzen Ei« Mitglied des Borstandes. Herr Dreyer. hatte es sich überdies zur Aufgabe gemacht, die ganze Gesellschaft auf eine der schönsten Höhen West a'halens, au» den Johannisberg, zu führen, um sie dar» durch Speise und Trank und durch eine wahrhaft reizende Aussicht zu erfrechen. Unsere College», das sind »vir über' zeugt, werden m»t den angenehmsteaa Erinnerungen von B und mit den besten Wünschen für unsere dortigen liebevoll. « 'Glaubensgenossen geschieden sein. S. Krönenderg, ^. _. Schriftführer. C*in Vertreter der rational-protestanti schon Pädagogik und das Judenthum. (Fortsetzung.)-. .->!>> ira ot st« lio! Es ist eine schwere Aufgabe für den Geich chtssorscher, die W ahrheit zu ergründen; aber für derr Freund der Wahrbeit, der nur die Sache im Auge hat für den Geschichtsschreiber der Pädagogik, der die Entwicklung der Menschheit zu zeichnen versucht - und sonst nachts, muß die Wahrheit die Herrin sein, die die Feder leitet, muß die Liebe zur M uschheit das Auge scharfen und das unparteiische strenge Urtheil zu Gericht sitzen. Was ist 'ine Geschichte, die von vorausgefaßtcn M inungen und Anschauungen ausgeht, die das Auge trüben 2 Mag das Faeal, dem »vir nachjagm, noch 'o edel und erhaben sein — wo Geschachte geschrieben aoird, dürfen nur die Thatsachev ivrechen'. Herr Schmidt hat die Geschichte des jüdischen Er zieh'.angsioeseus in der biblischen s. g. vorchristlichen Zeit io nonchalant behandelt, dieselbe ist mit so vielen Jrrthü morn, Verdrehung « und Unklarheiten durchwebt, daß wir uns nicht wundern dürfen, wenn für ihn mit der Entstehung des Christenthums der Geschichtsfaden des Juden thums ganz abreißt. Doch, hören wrr weiter einige Sätzi aus 'einer Darstellung. , S. 102. Z. 5. heißt es: „T uhöhere Bildung .... würde dm Sühnen der „vor nehmeren" Familien von einem Priester oder einem eige- -nen Erzieher, den Kindern der Propheten und Priester aber in den Prophetenichulcn erthealt." Wo Herr i>r. S. die Erkenntniß von >o tiefeinschne:denden Standesunterschiede« bei den Juden hat, wisim wir nacht; aber wunoer« muß es uns. daß die jüdische Anschauung von der öffentlichea Er-