Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 30 (28.7.1864)
- Date
- 1864-07-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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WLchrmliii' 1 Numr-ier. Bierkeljäkilichcr Slbonnkmeurspreis J Tklr. — 27fT. Bei fror kirrer Zusendung unter Kreuzband jäbrlich 2 fl. 12 kr. Beirellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Der t je' IsrrrrMsehe Jernei Unijcnd direkt ar wortliel' adär Bcrla ^bandlvn i zu r«,ir. {.'ctitjoile. ngen rnrwel. r den Derartr kicdakt, .c, .in die Organ für die Schule, die Familie und das Gemeinde! eben de-? Indc^rbums. Herausgegeben von I. Klingenftein, Ignaz Lehmann und 21. Treu. K°. »». Mainz, den '28. Juli 1864. (Vierter Jahrgang C*tit Vertreter der rational - protestantischen Pädagogik und das Zrrdenthnm. Es gehört zu den schmerzlichsten Wahrnehmungen fiii den Freund der Wahrheit, daß oft auch Männer, die durch Wissen und Eharakter zu den ausgezeichnetsten ihrer Zeit gehören, von Borurtheilen sich nicht losreißcn können. Wenn ein Dr. Paulus Großmann, Oe. Strauß gegen Juden und Judenthuii! vorgefaßte Meinungen in die Welt senden, so betrübt dies uns von solchen Männern sicherlich mehr, als wenn die Krerizzcitung und das Mainzer Jdnnial, wenn Bruno Bauer und Leo, wenn Hengstenberg und Conwrten uns mit Gist und Gälte überschütt,r. Man ner, wie diese, die als die Vertreter des Rückschritts >» ntajorniii dei gloriam gelten, sind der Weltbetannr. Sic können de.« Nrtheil ihrer wenigen Leser nuhi eine kleine Weile bestechen; aber bald wendet sich der den; Edleren zustrebcnde Thcil der Nation mit Abscheu ab von dieicn Gestalten der Finsterniß, — und die Erde bewegt sich doch. Jene aber, die zu den Freunden der Wahrheit und Freiheit gezählt werden, die für ihr Wirken Anerkennung von all an Gebildeten beanspruchen möchten, dre den Fort schritt vertreten und die Liebe predigen, die der Unfreiheit in Gedanken, Worten und Werken entgegcntretcn und das Licht aus ihre Fahne schreiben — ihnen möchten wir, wenn üe uns, rvie's leider oft geschieht, mit Haß.und Vorurtheil überschütten, zurufen mit den Worten des christlichen Re ligionsstifters, die auch einst der selige Rießer dem schon genannten 1)r. Paulus zurief: „Saulus, Saulus, warunr verfolgst Du mich?" Du, der Du nichst mehr Saulus, sondern Paulus sein möchtest?! Zu den hervorragendsten Männern auf dem pädagogischen Gebiete der Gegenwart gehört unstreitig der Herz. Schulrath und Seminardirektor zu Gotha: Dr. Karl Schmidt. Wir wollen nicht Allbekanntes hier wiederholen; die Lehrer wissen, daß seine Geschichte der Pädagogik in weltgeschichtlicher Entwicklung und im organischen Zusammenhangs mit dem Culturleben aller Völker" (4 Pände, Köthen, Druck und Verlag von Paul Schletter) und sein kleineres und populäreres Werk „Geschichte der Erziehung und des Unterrichts" zu den vorzüglichsten pädagogischen Schriften der Gegenwart gehören. — Kein nach höherer pädagogischer Geistesnahrunq dürstender Lehrer kann seine nult und den aS Juden :it den i! m. der Ul’i,’-:- irisbe'on 7-Ns d'N >uk, rstiiw i! dem!'. >n sin iniie d io ist es lor Grotes Meniüünit rl, Diester i waesitsius i -ausstellen, rmlistorisch diese Schriften entbehren.- Sie lehren, wie qie cllg. d Lehrerzeitung treffend sagte: dos Bergsteigen. Wie jofit dieser B ann das Juteutbum und geichichtliche Bedcuturg auch für die Erzsi Huris, Unterricht aus? Ist er vouiriheii^srei genug, thum so zu beurttuilku, wie es wt.r und ist. ila gebührenden Raue mizuweistn? ua-> hält er vor vollen Gegenwart, des Jude»th"'.i;c? Wer die Lebrerveisau-mlungeu besuchre risd dere wer in Mannheim war. dem ist aew Worten dieses Mannes mit seiner Herrlicke;, und den tiefen Augen ein Geist ent i-gentret.n, sich hingezog, n fühlte; nikräftig, aenial. b> Bahnen zu betreten rnid Greste« u leisten. U; oudi; l>r. mov‘ Schmidt r^jrd rr*.c S niinardirt leiste,., fein Rome denjenigen der Jreunee t-r Basedow, Salzmann, Dinier, Pestaloist. Fr ab weg sich würdig anreihen. Und dod'l Ein Vorurtheil . ein großes, ei beherrscht diesen Mann und last iln ein Prinei das ihn oft einseitig und ungerecht, rmilar rin? machen muß. Schon bei seinem Portrage in Mannheim ausgesprochene prononcirte Protestantismu großen Mannes auffallen und nnangenehni berri konnte ein Mann der freien wiffenschastlichen in seinem Vortrage über die „Erziehung zur Pate z. B. bei der Erwähnung der größten Männer irnrn testanten nennen, protestantische GSisteshe t e st a n t i s d) e Pädagogen? Wie konnte er auf dem R der freien pädagogischen Wissenschaft, der ausgest freien badischen Lande, unter einer Versammlung Lehrern, von welchen sicher „Nichtprotestante sich so vergeffen, daß er gerade in diesem pronou testantismus das Heil der Zeit erblickte, und Baden — bei den Männern der Vergangei er hervorhob, z. B. eines Wes.scnberg, eiri nicht gedachtes? Wir wiflen, daß diese Einseitigkeit manchen! Hörer verstimmte, -wenn auch dem so edlen und begeistern« Vortrag im Ganzen der größte Enthusiasmus entgegengetragen wurde; und fidjer war cs and) diests Ge rihl, welches jenen edlen protestantischen Geisilidisn zu dem en!i i, s mußte der eines io r bren. Wie Pädagogik -lanvslie^i" w nur Pro .den, proednerstuhle llt war im von '2( k ■' i n" waren, eirten Proim Lande eit, welche Sailer