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Der israelitische Lehrer · 1864-07-21 · 29 (21.7.1864) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
29 (21.7.1864)
Date
1864-07-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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®6tfctmlid> 1 R-17,2,«:. LirrteljLhrlichn Akonnemmt-iprkis j Tl'lr. — 27 kr. B»» frankir ter Zuseubuni, unter Kreuzband jäbrlick 2 q. 12 kr. Beftrlluagrn nckmen - alle Postämter und Buckbandlungen an. Ter IöMMiscKe ÜNj«g(: die üinjenr^ direkt «ortlickie: Oi Verlck n ,u 1 Lzr. Petit,rile.- ngcn enrweder den verant» n Retakicur an die gShandlung. rer Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindeleben des Iudentdums. Herausgegeben von I. Klingenftein, Ignaz Lehmann und 2t. Treu. iW *9. Mainz, den 21. Juli 1864. (Vierter Jaltrgang.) Zum vierten Male: Der Pentateuch - Unterricht. Die Herren Simon und Baer, welche sich!(in Nr. 40 v. und Nr. 3 d. I. des „isr. Lehrers") über dies Object wider und für haben >vernehmcn lasten, haben, wie Herr Plaut (in Nr. 7 und 8 d. I.) richtig recensirt, beide über das Ziel hinausgeschvsten, und wenn Crsterer darin vorzüglicheres geleistet zu haben sich rühmen kann, so darf er gkgenthcils auch bas Verdienst sür sich in Anspruch nehmen, den Gegenstand radicaliter aus's Tapet gebracht zu haben, (etwa so, um Kleines' mit Großem zu vergleichen, wie Cartesius, als er noch mehr als zwcitoustndjähriger Entwickelung der Philosophie, derselben den Todesstoß zu versetzen, die Miene annahm, indem er behauptete, man muste an Allem zweifeln, seilst an dem Bugknscheinlichsteu, dadurch in der Thal einen mächtigen Anstoß zu ganz neuen Phasen in diesem höchsten Gebiet menschlichen Wissens gob.- Jch glaube in'der That, daß cs Htrrn S., so kühn und scheinbar wohlüberlegt er auch seine Behauptungen vorträgt, ebensowenig und noch weniger mit denselben Ernst gewesen, als jenem Philosophen mit der gedachten, und er, wie jeglicder, der von israelitischer Religion und Unterricht in deren Lehre irgend eine Vorstellung und Kenntnrß hat, im Innern sich derUeberzeugung nicht erwehren kann, daß der Bibel- , besonders Pentateuch-Ucbersetzungs-Unterricht der stüriste und unentbehrlichste Hebel zu gediegenem jüdischreligiösem Wißen und Wollen sei. Tasür dient mir unter Anderem auch sein Schweigen*) auf jene beiden oben gedachten Entgegnungen zum Beweise, die, wenn er wirklich der entgegengesetzten Ansicht wäre, mit der ganzen Wucht einer festgewurzelten Ueberzeugung hätten zuruckgewiesen werden wüsten. Doch wie gesagt, auch er weiß cs sehr wohl, daß hier (in anderer Anwendung, aber mit noch größerem Recht) gilt Schillers Dort: An's Cotteswort, an's theure u. s. w.; es ist und bleibt der ewig unverfieqkgu <nff -g,. dis. küß, v •) Tos Heven wer gerate «tot tebeeipten; Herr Simen, der die, Tliatt« kerrrrgerufln^ kann arck denken: nrck ist tie Eoeke nia: ffrutfjrT; tie Detatle ist rrck lwdt ftjiWcfiir, urd die Zt t jnm SiNnßiestrat!tr tin Rck,r-«:cn n ckt g'krmn,n Qrart eirfcck: tei G>e«enst«nd betört immer neck ,,ner eirgederderen Beivreckura. T. Red. bare Quell aller ächten Religiosität, und gute Uebersetzung und mündliche Wiedergabe rin enthaltenen Erzählungen, Lehren und Gesf vieler Hinsicht anschaulichen und faßlichen Be wird dennoch immer nur ein in gebrochenen rückgeworfenes Spiegelbild sein, das dem jug damit vorgefuhrt wird, (was für das weiblich eben weil cs nicht anders angeht, genügen m Leben, Geist und Seele des heiligen Wortes, bei der männlichen Jugend mindestens ist hi lich Umgang zu nehmen) in seiner innerstes Kraft nur und allein im Original vor das des Zöglings, und geht auch nur so als w tigende Nahrung iv buccuw et sanxüivew zum unveräußerlichen Eigenthum für's ganze Was man im Urtext gelesen, das greift, zu wie die neuere Methode es verlangt, gramm stisch (selbst findend) und logisch dem Kintse wird, mit weit tieferen Furchen in Gedäch und Herz ein, als was aus einer gegebenen d tragung kennen gelernt oder gelegentlich des Religionslchre und biblischer Geschichte ausgcrso und unumstößlich fest wird wohl jedem erfa die Ueberzeugung stehen, daß von dem m Gewonnenen unvergleichlich viel mehr durch Wissens- und Tätigkeitskreise Hingerichtete Seele verdrängt wird als von dem aus der des H. W. seilst geschöpften Heilstrank. Hierin dos Wort des Jesaia ll. (55, 1. 2.) Woh Turstigen, gehet selbst an's Waster, . , . wn abwägen Silber, obne Speisen zu erhalten . verlöichlich das so Erlernte auf der Tafel dcß gegraben bleibt, davon hat Schreiber Tiefes einen augenscheinlichen Beweis, indem ihm Calomo's in frühester Jugend^und sogar nur nißwäßig cingeprägt wurden, und obwohl durch mannigfache andere Wisicns-Objecte spruch genommen, daß er höchstens gelegentlich der einmal zu jenen zurückkchrcn konnte, iämmtliche Svrüche in der Ursprache noch 'einem, icnst nichts weniger als vorzüglichen und tauchen bei jeder sich oarbietcndcn Gelegen luilich aus der Tieie wieder ans. Weistina u N auch eine son den datzen einen in geben, es Strahlen zu-, endlichen Geiste' e Geschleckt, ,) Leib und .tritt (und echvon unmög- Fülle und geistige Auge abrhast erkräfüber, daß es Leben wird.;tnal wenn cS, atisch, hcurideigebracht Verstand chltschen Ueber- Interrichts in mmen wird, jrcnen Lehrer letzterer Weise aus andere ben aus der ersten Quelle uf zielt auch an! all' ihr um wollt ihr " Wie ün- Geistes ein an sich selbst die Sprüche ganz gedächtrzehnte lang hcrart in An immer wicind doch fast unverkürzt in Gedächtniß. heit unwill- Richtschnur das L>' Iah ">d!

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