Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 13 (31.3.1864)
- Date
- 1864-03-31
- Page
- Seite 52 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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52 den Lieblingen unserer Herzen «erden?. Die ernste herzige Gudula, der hochfinnige Jakob, die der traurige Ernst ihres Lebens über ihre Jahre reiste, und ihnen die selige heitere Kinderlust raubte, die jetzt -noch ihr Theil sein 'vllte ... und die unichrlldigen Kleinen! „Mutter!" riefs leise wimmernd vom Bette des Kranken herüber; „Mutter, bist Du da-? Tritt doch einmal näher; reich mir die Hand! Sol Wo find denn unsere Kinder? Unsere liebe Gudula und Jakob? M>ie sie lange bleiben! Sollte mein Bruder oder Freund -sie so lange aushalten? Es will bald Nacht werden. Nicht wahr? ~~ „Sei nur ruhig, wein Theurers' Sie werden noch kommen. Es sind ja nur ein paar Stunden von M. hierher! Eie werden lange aufgehalten worden sein." „Wird mein Bruder, nzeine Bitte erfüllen? Er, der immer mit mir hadette wegen meines freisinnigen Thuns, während er sich so freundlich, mit seiner Gemeinde und ihrem frommen Rabbi vertrug^ der schon seit-vielen Jahren sich von mir fast trennte, mich während meiner langen Krankheit noch nicht einmal besuchte! „Stille, ich höre kommen! Aber es ist keines unsrer Kinder. Ich will hinausgehen und Nachsehen. Bella, Hab' Acht auf den Pater!" Draußen traf die Mutter ein mitleidiges Christenkind, welches gekommen war, der erstluecktetz, .ohnehin so tief gebeugten Frau die Mittheilung, von dem Vorfall zu bringen, der sich so eben auf F>er Straße mit ihren Kindern zugetragen hatte. Was war zu thun? Obwohl sie im tiefsten Innern ihres Mutterherzens von der Unschuld ihrer Kinder überzeugt war, so durfte der Vater doch nichts erfahren. Es würde ihm den Tod gebracht haben. Und doch trieb sie ihr Herz auch, nach ihren Kindern zu schauen, mit dem Polizeirathe zu sprechen. Das Mntterherz würde gewiß Worte zu finden wissen, die auch diesen gestrengen Herrn überzeugen müsien, da schon die Worte des Mädchens sie überzeugt hatten, daß der Verdacht ein sehr loser war. Sie wollte eben forteilen, ohne ihrem Manne etwas mitzutheilen, als Bella vom Zimmer des Paters aus heftig: „Mutter, Mutter" rief. Die erschreckte gehetzte Fra» eilte zum Bette ihres kranken Mannes, der einen Anfall hatte, wie schon öfters in den letzten Wochen. Tie Gedanken der Armen verwirrten sich, ihr gequältes Herz drohte zu breche»; in dicken Tropfen stand der Angstschweiß auf ihrer Stirne; sie, die in der langen Zeit der Krankheit ihres Mannes nie vor den Augen desselben geweint, nie Schwäche gezeigt, drohte umzusinken. „Tie Kinder .. heute Nacht unschuldig im Gefängnisse; ... der Vater hier, mit dem Tode ringend; wohl ibm, er wird nach diesem Anfalle wieder viele Stunden bewußtlos liegen. Aber iür die andern Kinder kein bischen Brod mehr im Hause .... Ter letzte Heller ist ansgegeben; die Kinder sollten Unterstützung bringen .... und sic — nun. im Gefängnisse." (Fortsetzung folgt.) >! Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger isr. - Lehrer, Lehrer - Wittwen und -Waisen [ in Deutschland. S Liste.'?! Spenden -um unau'goeiitaren Fonds. Von Hpn. M. Kcticlr in Gernsheim fl. l; T. Fred laselbst st. 1; Beci'1bold._ . cvangei. Lehrer in Gedern fl 1.; Jacob Leitner in Linnmerüadt. t/ Baoern st. I Leopold Tann u. Cie. in Frankfurt a. Bi. ,kur(m" fl Jwammen fl. Gesamml fnn:me st. i.)>. „’tvfr. Im Verlage von Ernst Kern in Oppenheim und Darmstadt ist erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: E r st es Lese- und ileliersktziiiigsbuch im HebräiscUcn. Ziach methodischen Grundsätzen bearbeitet i: r 1 n u m x r'a t i o-n en. Jakob Meitner tu Lammcrstadt 1 Jbrb. i; Kalentcr. Subsc r-i-p t i o n e n. Bon der Alliaptt l.< me li t r u II iV >- r X' 11 > II! Grvl. Turck Lebrrp M. Hir-ck in Größt iborau': Jsaac Haas, Simon Haas, H. Pauli. Beniamin Haas. Feitel Lew, Leei Haas J.. Lob Levi, Salomon L.ei, -Bernbarb «Master je ein Erpl. Zu).!* und 1 Kas nd.'r. - - - ' Ter Gescba'tsfltbrcr des proe. Comitee's: . _ _ .T. Kliht;onii>toiii. J. Klicgenstein. vreis 9 kr; in Tart&icn billipcr. Diese Fibel, welche das Leien alsbald mit Neberfetzen verbindet, wird allgemein als sehr emvsehlcnswerth anerkannt, und hat bereits in vielen isr. Schulen'der Pfalz, Kurhessens, Ungarns?c. rc.! Eingpng gesunden. Tie pfälzische Lehrer versaMmlung hat sich für die Einführung dieses werthvollen -Büchleins ausgesprochen. Perlngshandlu ng. Tic Spendenliste ebeniowobl als die Mitgliederliste wertrn;usmnmengcstellii auch im Jabrducb ers<beinen7 —) 2. Habe. ... Die Jahrgänge^ iKib—Ff, lboO—53 und 1355—33 die Zeitung des Judenthums brach. — also 18 Bände — verkauft zu> f ■, p. Bond Lehrer Krämer in Alteumuhr b. Ansbach. Gesucht wirr: Ein anständiges zuverlässiges Frauenzimmer — isr. 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