Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 11 (17.3.1864)
- Date
- 1864-03-17
- Page
- Seite 44 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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44 etrtm ^iete :u;ufhret'en, tag uus nah Yen llm'rigen Schul? und Schirm sein soll in -schlimmen Tagen. Das ist nn teilte« Unternehmen, das nichtS> zu kbün bat mit Allem, was uns trennen kennte. Seid, einig! Seid Männer! . - . ■■ * e.. Die Lehrerwaisen. viiue Erzählung aus dem Leben. (Fortsetzung,) Die Worte des Bruders hatten, auch die Schwester aufgeregt. „Schweig , Brüder, schweig," sagte sie. „Ich weiß, wie die Mutter weinte, und dann alt untere Geschwister weinten, und der Vater sagte: wohin soll ich jetzt, krank, im Winter, mit meinen sechs Kindern? Ich war nicht dabei, aber die Mutter hat's mir Abends gesagt, wie da zuerst auch Ji'aac Saron sagte: Ei, was geht das uns an? Sie sind unser Lehrer nicht mehr; Sie können also nicht mehr im Gemeinbehause wohnen. —. Was brauchen wir das .? vielleicht sagte er — Lumpenpack) denn er murmelte, etwas in den Bart, was die Mutter nicht verstand! Aber der Pater mußte - es verstanden Habei:, er wurde schneeweiß im Bette, er erhob sich, stel aber rücklings wieder in die Kisten, ein Blurstrom entquoll seinem Munde. Da wandte sich I'aak Saron uni, und sagte begütigend: Run, nun, es war-nicht so böse gemstnt, wir können auch noch ein paar Woche:: warten! ,.. und schnellen Schrittes eilte er aus dem Zimmer. Als er aber vor die Thüre kam, da stand der Rabbi Mendels und sagte: „nun) wann geht der Poschea Israel?" Jsak Sareli erzählte, ich hörte es, denn ich war eben im Begriffe, in's Haus zu. treten, sie sahen mich nicht, er sprach von Barmherzigkeit (Rachinonus!) Mer, da hättest Tu Rabbi Mendel hören sollen! Wie sagte er, „Rachmonus einemsolchen Poschea Israel,"') der unsren Kindern nichts als das verfluchte „Galchus"-) gelehrt hat; der in öffentlichen Wirthshäuiern — brr* yrr, daß so etwas geschehen darf, von einem yss~ n*5r!.) — Wein getrunken und lrefenen Käse gegessen nnt 'unbedecktem Haupte; der nie zu mir gekommen ift; nur stch zwicken zu lassen wie - ein guter Jüd soll, -sondern Gott weiß, sich, vielleicht gar im, verborgenen Stübchen schabte/) mit Seif und Scheer- 1 mesters was ist ein Jstur godol') in der Thora.- Und unser frommer Parneß '■)' unterstü^t so einen Poschea Israel so einen Apikoros-); hinaus muß-man ihn werfen aus dem Gemerndehause, und wenn gr am der Gaste -liegen sollte, - er ist „Ehajes mstoh" Hund -wer ihn ünterstützt, ,st auch > Chajer mstoh. Hören Sie, Sie-Vorsteher einer jüdischen Gemeinde? Haben, wir darum einen so langen Proceß geführt und sind gegangen bis. hinaus zum Malchusdaß j uns der Lumv in unserm Hqiste sterben soll, und wir noch die Last der Kewuro- ) tragen nüisien? Hinaus muß er aus unsernl Hause, und wenn ich noch, einmal zum Malchus muß, damit mein frommer Bruderswhn kann einziehen, der seine Thora geichövit habe aus. der reinen Quelle als ^achur) i beim Würzburger Ras!-') und nicht angefiillt I - Länder, i: Eeuljcb-,* 01 ,i!eibeter., 4| raiitte, 5) schweres Hervel, 6> horsteber, 7/ Gotreslcugner, ü). des Todes schuldig, 9) diomg. böchste iliezierungsbebdrd.e,!«) Eecrdiquna, 11) Jünger, Rabbiner- - * . I _ ist von dem tunienen Ruach "), welcher'weht in der tumenen Anstalt, was fie da nennen das Schullehrerseminar! Heraus ."" und der langjährige Feind unseres Paters - hob drohend die geballte Faust zum Fenster unseres kranken Vaters hinauf! - 1 „Droben aber standen wir am Bette des Paters," hob daräus wieder der Knabe an, und die Mutter benetzte sein blasses Angesicht bei ruhigem, fast heitereni Antlitz mit - Wasser; ich sah den Schmerz, der in ihr wühlte, aber fie l'wai! stille, wie der Vater mich erst vor vier Wochen gelehrt; hat, daß auch der Hohepriester Aaron stille gewesen, als ihmj Gott seine zwei hoffnungsvollen Söhne nahm . so muß der opfernde Priestev-Zcbmeigen. Aber ich bebte, und die Kinder, die BelläTost Rahel, die Zilla, sie weinten alle, selbst der kleine Isaak in der Wiege, wenn sie auch nicht wußten, — warum, wir wissen es.Später rief mich der Vater, er wollte mir etwas sagen, aber er konnte nicht, nur die Worte-„„Sabathausgang, Sabathein- : gang"" verstand ich! O, Gott erhalte unseren Vater. (Fortsetzung folgt.) 13) unreiner Geist. Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger isr. Lehrer, Lehrer - Wittwen und Waisen in Deutschland. 7. Lifte. Spenden zum unangreiivaren Fonds. Herr Simon Levi in Landau fl. ln; Frank-urt a. M. von :K. L. st. ln; Lebrer Lehmann in Ärotzendeim st. I; Horck in Worms :m kr. st. Jl. tut kr. Gesammiumme fl. 42!>. Jn fr. Pränumerationen. . Lebrer Sonne borg in Bechtheim 1 Jbrb., * Kal.; Lehrer Bender in Blieskastel für Zackarias Oppenheimer, Zacharias Levi, Micha-l Levi, Simon Oppenbcimer daselbst je 1 1. Zusammen i! Jhrb. Im Ganzen Jhrb. Subscriptionen. M. Atarr in Freiburg in Br. I Jhrb.; David Scheuer in Abenheim I Jbrb,; Horch aus Worms I Jhrb.; Lehrer Lcbmatm in Bretzenheim 1 Jbrb., IÜ Kall; Lehrer A. Fuchs in Leovschütz ln Jhrb.; Lehrer Rathan,n Altenstädt 4 Jbrb., <i Kal.; Lehrer Löwenberg in Villmars Jbrb., ln Kal.; Lehrer Earscb in Anröchte o Jbrb; Lehrer Rothschild in Hembsbach (vorl. Anmeldung.) > Die Zahl der angemeldeten Mitglieder ist vis jetzt 41», die Zahl der bestellten Jhrb. cc. stnn und etwa ebensoviel Kal. Da ab« viele nur eine vorläustae Meldung avgaben, viele nur eine abschlägige Miuimalzabl bestellten, so türfie, da in der. Städten aus unserer Äcähe (Mainz, Frankfurt und Wiesbaden) mindestens ebensoviel durch von uns zu bestimmende GoIPorteure abgesetzt werden, die Zahl der jetzt schon sicher abgesetzten Eremplare mehr als nnn beiragen. Ein sehr respeetabler Anfang. Ter prov. Geschäftsführer des Comitee's: | J. Kliusemiiteiii. i'J.ctij. Tic gortfetmng ite Artikels „Religionsgeschichte" folgt in der nächsten Nummer. Verantwortlicher Redakteur: I. Klingensrein tn Cfcetnfeun in Rbemt essen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchbancel: in läommiiston.bei E.-L. Fritzscke in Leidziq-— Dampf-CchneLvreffendruck von I. VottSleden :n Main:.