Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 8 (25.2.1864)
- Date
- 1864-02-25
- Page
- Seite 32 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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s« störend vor di« Serie, haß er »icht umhin kann zu bemerken: ti ist das Dulden solchen Unwesens re» Judenthume eine Schmach. Dieses Herauskehr«» des Eig'nnutz s, der Eitelkeit, diese Verkennung deS edlen^füdlschen Grundsatzes," daß der Reiche vor Go t sangenehm ist", wie der ArMe, diese Sucht, einander zu üverbiet.ii, die insbesondere bei uns Juken leider so bäufig hervortrilt, diese Discufstviieu, Frag n, dieser Durcheinander ijl das emes sei erlichen Gottesdienstes würdig? und was muß der anw senke Edrist von uns.rm Gottesdienste denken, wenn er das fiedt? Lösckt es nidt den eanzen Eindruck der Andacht in uns aus? — Wir sind 'weit entsernt hier der Gemeinde noch irgend -einem Einzeln'« einen Vorwurf zu macken; sie lbaten nur, was Andere tbaten, -und'verschafften, sich ein n allgemein üvlicken Vonheit; alle n wir möckten nur darauf aufmerksam mach n, wie dring nd nötbiz es ist, den Vorschlägen der Radbin n auf durchgreifende Abstellung dieser Mißbräuche Gehör zu geden. " ' ' — Für die badischen R,ligionslebrer — eS sind deren etwa 75 — wirk demnächst ganz sich r unter Leitung des Oberratds eine W ttwen- und Waisen affe errichtet werden, zu welcher aus der isr. E ntralcasse i»*> fl. beigesa ossen w rken. Dies.lbca erh.lten zuweilen aus dieser Kasse per önliche Zulagen von 20 fl. und arme Gemeinten erhalten Zuschüsse zu ihrem Geha te. In Berlin stauben vergang ne Wock - dr.i der hervorragendsten Mitgli der der jüdischen Gemeinde: Dr. Beit, weiland Mitglied des deutswen Par'am nls und .mehrmals M t^lied der pr ußiscken Kammer, Mitgliedd-s Vornandes der jütischen Gemeinde und stellvertretender Vorsitzender der Repräsentanten versamn-Iung. und Tr. Sacks. Ra biner, und einer der hervorragendsten jüdischen Gelehrten und Kanzelr.tner Deutjalants. sowie der edle Baruch Au rbäch, Gründer und Leit r der jüdischen Waisena stallen daselbst. Es sin. das für diese Gemeinde sedr schwere Sckick aiesckläqe. G r d a n k c ll über einzelne Stellen der heiligen Schrift von . L. Auchmann, ükeligicnslebrer in Adtküoef. IV. u e b e r J t c '(! e j 6 i ck.'t osep b o. (Schluß) Jetzt iah er sich hoch, in Ehren, mit Weib und Kind beglückt, und fühlte sich'entschädigt für all das erlittene Ungemach (.das frühere unh spätere) Job.11, 16, sowie für die lange Entbehrung der kindlichen Frenden im Vater- Hause. «Vergl. 24, 67. Pf. 45, 17.) 3) Warum aber, Hörte ich so oft fragen, hat Joseph versäumt feinem Pater trg>nd ein Lebenszeichen oder eine Nachricht von sich-zu geben? Folgende Gründe mögen ihn einigermasien entschuldigen: .->) Bis zu feiner Best nun g krnute er krine Millhei lung nach Hauie wachen. Sobald ihm das hohe Glück zu Theil wurde, die eiserne Kette mit der goldenen zu vertauschen, traten zugleich-die wärmsten Enlpfindungen des Tankes gegen den göttlichen Lenker seines Schicksals, (Pf. 105, 16—22;) wie gegen seinen königlichen Wohlthäler,'aber auch das Gefühl für die Größe feiner Ausgabe in den Vordergrund. — Er giich von Pharao hinweg und durchreiste das ganze Land. Und wenn nach Jahren unermeßliche Quantiäten Getraide ausgesperchert waren und vielleicht einige Muße eintrat, Welche es ihm möglich machte, <,eranlworriikt>er Äievakreuk: I. X Itngenficin in CtcroEtim in Lemmisfion bpi L. L. Fritz jlbe in Leipzig — Tan seiner Pietät gegen seinen Vater zu genügen, so machten sich die folgenden Bedenken dagegen geltend. b) War es ungewiß, ob der nomadisirende Jakob noch in Hebron wohne und nicht etwa die reichen Tristen Baschans, die fetten Werden Sichems oder die Getraidekamnrer Judäa's - Bethlehem mit Rachels Grab in der Nähe rö. ausgesucht habe, so daß cs in diesem Falle einem Sendling schwer geworden wäre, seinen Aufenthalt zu erkunden. o) War es bis zum Eintritt der Hungersnoth, wo Josephs-weltrettendes Werk erst allgemein erkannt wurde, nicht rathsam, seine Abkunft von Hirten, einer bei den Egyptern so verhaßten Kaste, dem Volke zu verrathen. Selbst als er sich später seinen Brüdern zu erkennen gab, ließ er alle Uebrrgen aus dem Zimmer treten. d) Sollte er selbst von einer nordöstlichen Gränzstadt aus nach Palästina reisen und seine Familie aufsuchen? Dies schien Pharao nicht zu billigen. Fand cs ja der Vater nothwendig, -die von Joseph bereits zugesagte, Gewährung seiner letzten Bitte, vom Sohne beschwör.'n zu lassin und legte dieser wie der König selbst den Nachdruck auf den geleisteten Eid 471 29—31. 50, 4—6. e) Zu obigen Bedenken gesellte sich der bekannte lang genährte Wunsch, der jetzt bis zur Zuversicht stieg, seine Jugendträume bald erfüllt zu sehen und weg n des Kummers seines Vaters um ihn, vertraute er aus die allen SchmerF lindernde Zeit (Ps. 31, 13, 88, 5. 6.) 4) Diese mit Beginn der Theuxung eingctretene Sehnsucht nach der Ankunft seiner Brüder leitete auch seinen Blick auf alle ankommende Fremde, bis dieser einer zehn Köpfe zählenden, sich vor ihm wie ein Mann ehrfurchtsvollst verbeugenden Gruppe begegnete. Seine Erwartung täuschte ihn nicht, er erkannte in ihr seine Brüder (in ihrer Gesammtheit und als er sie aniprach und einzeln vor sich sah, erkannte er sie nach Namen und Alter ynj»< f)pV ”1321 In der Absicht vor seiner Endeckung den Starrsinn' der älteren, namentlich den des Simeon zu beugen, verfuhr er anfangs hart gegen sie. Als er aber bald darauf sie in ihrem Gcsängniß besuchte, milde aniprach und an die Gottesfurcht erinnerte und sie auch dadurch sanft und reumuthig gestimmt hatte, ward er bis zu Thräncn gerührt, welche Rührung sich in erhöhtem Grade wiederholte als sie ihm später Beweise ihrer Liebe zum greisen Baker,- sowie ihre Sorgfalt für Benjamin gaben, wi§8üf der volle Erguß seines kind lich brüdeilichen Herzens folgte. Leopold Gold schm id t'sche Stiftung zu Gunsten verdienstvoller Lehrer der Provinz Rheinhcssen. Diejenigen, welche Ansprüche an dieselbe zu machen wünschen, werden hiermit aufgesordert, ihr desfallsiges Gesuch mit den nöthiaen Belegen begleitet: „bis spätestens den 1. März d. I." bei uns einzureichen. - Mainz, den 28. Januar 1864. Der BerwaltungSrath. ^I-rwdrfien; SrlHtcnlog der Nevatiion. Für den Bnckbandel: in pf-EchncSprkfsendruck von I. Kokts leben in Mainz. c I