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Der israelitische Lehrer · 1864-02-18 · 7 (18.2.1864) · p. Seite 27

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
7 (18.2.1864)
Date
1864-02-18
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
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C. Vorsimger-Dieufte. Namen der Orte und Vorsänger. Berlichingen: vacant. Deufstetten: vacant. Heilbronn: Löwenstein, (Bruder des verstorbenen Literaten L- H. Löwenstein in Fr§nkfurt a/M). Jgersheim: Berlizheimer. Laudenbach: Forchheimer. Lndwigsburg: Kahn. Masienbachhausen: vacant. Mergentheim: Schleßinger. Rottweil: vacant. Stuttgart: Eichberg. Ulm: Einstein. Wiesenbach: Nördlinger. Zu vorhergehendeni Verzeichniß wäre noch zu bemerken, daß die isr. Volks-Schullehrer den christlichen in jeder Bezicbung ganz gleich gestellt sind, weshalb auch nicht nöthig war, zu der im Sept. v. I. versammelt gewesenen Erpertcn-Commission zur Berathung eines neuür Schulgesetzes einen isr. Bolksschullehrer einzuberufen, da ihre Interessen durch die anwesenden christlichen Lehrer schon vertreten waren. — Mit dem Confessionsschuldienst ist überall auch das Vorsängeramt verbunden, wodurch der Lehrer gesetzlicher Stellvertreter des Rabbincn ist. Seit 1855 konrmen den Conf. Schullehrern die Wohltdaten des Schulgesetzes in Betreff der Pensionen rc. ebenfalls zu. — Wir haben gegründete Hoffnung, daß durch das neue Schulgesetz unser Einkommen und unsere Stellung nach den Zeitbedürsniffen verbeffert werden. — Die vacanten Stellen werden meistens durch isr. Amts-Berwescr versehen. — Der Gemeinsinn und die Collcgialität hat Lei den Württemb. isr. Lehrern, vielfach gelitten, weil sie sich daran gewöhnt haben, den Staat für sich sorgen zu laffen, und glauben sie hätten nichts besonders mehr zu erkämpfen. Das wäre wohl die Schattenieite der emanzipirten jüd. Lehrer. Das gemeinschaftliche Organ, „der isr. Lehrer," sollte wieder mehr geistiges Leben aüch unter die hierländischen Lehrer bringen. Gedanken über einzelne Stellen der heilige« Schrift von £ üucyimmu, Relizionslehrcr in döelg&ocf. IV. Ucber.bic Geschichte Joseph S. 1. B. M. 37, 1—11. 1) In der bekannten Jugendgeschichtc Josephs fällt folgendes auf.: > a) Warum zog derselbe die Söhne der Bilha rc als Jugendgespielen den übrigen Brüdern'vor? t>) Sollte sich der sonst so edle' fromme Joseph zum schmählichen Anbringen erniedrigen und wen klagte er an, seine älteren Brüder, oder gar seine Gespielen? c) Waren letztere böse, warum versuchte Jakob sie nicht zu beffern oder hielt seinen Liebling von ihrem Umgänge ab? Die Schrift bringt blos seinen Tadel gegen drei der ältern Söhne. 4!>, 3—7. d) War die Auszeichnung eines dem Vater so theucren Knaben «wie in Rüben V. 30 nennt) für die erwachsenen Brüder so beleidigend, daß sie ihren Haß gegen den arglosen Joseph erzeugen konnte? e) Warunr brachte sie ein unschuldiger Traum so sehr in Harnisch? Ist cs die gravirende Deutung? diese geben ja sie, nicht crl? ' . Zur Beantwortung dieser Fragen gestatte man mir, folgende Hypothese aufzustellen. Aus der Geschichte der Lea und der Rachel erhellt deutlich, daß die Eiferstlcht der ersten gegen ihre jüngere Schwester' sich bis zur Lieblosigkeit »erstieg, worunter auch Joseph leiden musste >^2 222 m2X- Die Kinder der Lea sogen gleichsam diese gehässige Gesinnung gegen letztere ein und als die unkluge Bevorzugung hinzukam, begegneten sie ihm j mit Spott uno Schniähreden. Diese njH 0£12T klagte der gekränkte Joseph seinem Vater (siehe 'Lenssv über Ps- 31, 14. Spr. 10, 18*) und suchte die in fast gleichem Alter mit ihm stehenden und von den älteren Brüdern ebenfalls zurückgesetzten Kinder der Bilha zu seinen Gespielen auf, ohne von ihnen einen versöhnenden Einfluß erwarten zu dürfen. Da nun der altersschwache Vater wedhr den Haß beschwichtigen, noch deffen Ausbruch verhindern konnte, der mütterliche Trost und Beistand ihm ebenfalls abging,-so entstand in Joseph der geheime Wunsch, seine feindlichen Bruder demüthigcn zu können. -Mit solchen Gedanken beschäftigt ,. überraschte ihn der verhängnißvolle Traum und er fand einige Genugthuung darin, ihn zu erzählen, vielleicht nicht ohne Hoffnung mit der Hilfe Gottes ihn einst verwirklicht zu sehen, Spr. 19, 21. Jer. 17, 9. Seine Brüder, diese Träume als Spiegel seine« Gesinnung!gegen i'ir betrachtend, riefen sogleich: Denkst Du etwa :c. Der zweite Traum mit des Vaters Deutung erregte ihr«n Neid und den Wunsch, den Träumer unschädlich zu machen. 1. B. M. Kapitel 41—45. 2) Joseph nannte seinen Erstgebornen Menaffe; denn er sprach. „Gott hat mich vergeben laffen all mein Unglück und das ganze Haus meines Vaters." Dieser zweite Satz streitet gegen das Gefühl wie gegen die Wahrheit, da die Schrift Beweise von seiner Liebe zum Vater, zuni leiblichen Bruder wie zu den Halbgeschwistern bringt. Wir erklären dies so: Das älterliche Haus gewährt uns einen Schatz voll edelster Gefühle. Wenn nun der Mensch aus dieie>n theuern Kreise tritt stnd selbst ein Haus gründet, eine geliebte Gattin sich antraut, mit Vaterfreuden oeglückt wird, jo verlieren jene beseligenden Empfindungen! ihre Stärke durch das neue nicht niinder zärtliche Bany, was die heilige 'Urkunde billigt 2, 24. Joieph vost Hingebung gegen seinen Vater 37 , 13. genoß zwar nicht ganz § und nicht lange das häusliche Glück; doch hatte er sich dtr väterlich m Liebe, des Umgangs mit seinen Gespielen und der Liestosungen des kleinen Benjamin längere Zeit zu erfreuen, was sicherlich ihm unvergeßlich blieb. (Schluß folgt.) *i Tie Stelle: Or ging als .Rjwl'c um :c. betrachten wir als Parenthese und erweisen obige Ansicht durch den'nächsten Vers. Dieser beginnt :c. Israel aber lieble dem Joseph, welches ohne Beziehung heißen müßte:;n>N’i Pergl. 2b, 28. .Es liebte Iizchak den Esaw npmi Rebekka abe 4 ’ftiir meine Liebe hassen sie mich für sie. :c. Ps. lud, ich a b c r bete

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