Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 4 (28.1.1864)
- Date
- 1864-01-28
- Page
- Seite 16 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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16 Verein zur Unterstützung iSr. Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen. 3. Liste. Spenden znr Deckung der Kosten des ersten Jahrbuchs und Kalenders und' eventuell a!s unangreifbarer Fond: 15) Von Herrn Barost James von Rothschild in Paris: Frcs. 500 fl. 233". 20 kr.; .16) Von Herrn Dr. Albert Kohn in Paris: Frcs. 20 fl. 9. 20 kr.; 17) von Herrn Leopold Edlen von Portheim in Prag fl. 17. 30 kr.; zusammen: fl._260. 10 kr. Gesammtsumme fl. 326. 1«> kr. Wir haben gewiß allen Grund, uns bei Aufstellung dieser Liste iunigst zu freuen. Durch-die Münificcnz des erstgenannten hochherzigen Gebers, bei der wir uns insbesondere auch der Vermittlung LeS edlen und fir alles wahrhaft Gute begeistert «nd begeisternd wirkenden.Dr.'A. Kohn zu erfreuen hatten, ist unser bisher gleichsam Noch in der Schwebe befindliches Unternehmen auf guten Grund gekommen; und haben wir darum jene Summe auch als erste Fundir.ung bei der Sparkafle in Frankfurt deponirt. : Ter prov. Geschäftsführer des Comitee's: J. KliugfiiHt «1». G e d a n Ken «her einzelne Stelle« der heiligen Schrift von^ L Luchmanst, ReligionSlehrer in Adessdors. Ueber die Anschauungen der Urväter in Bezug auf Gott und dm Kampf mit dem Engel. : (Schluß.) -; ' 3. Jakob. Diesem erscheint der Herr als.Schutzgott 28, 15. ff. 35, 3. 46, 3. 4. 48, 15. ,,T'er'Gott, der mch geweidet hat rc.," welches vorzüglich den Schutz vor Gefahren andeutet, wie Pf. 23, 2. -„Er leitet euch an stillen Bächen;" ferner 16 „der Engel, der mich erlöst hat-rc. so auch V. 21. Auch der Kampf Jakobs mit dem Engel bestätigt diese Ansicht. Kap. 32. wird erzählt: Ter Erzvater ließ seine Leute sammt Habe den-Fluß paffiren und blieb allein zurück. Ta kam ein Mann und rang mit ihm bis Morgenanbruch. Als der Gegner sah; daß er Jakob nicht beikommcn konnte, berührte er dcffen Hüftballcn und verrenkte ihn. Hierauf bat er uni seine Entlastung, der Angegriffene forderte zuvor einen Segens jener willfuhr mit den Worten: „Tu sollst nicht mehr Jakob (Fersehalter, Nachsteller sondern auch Israel der offen und muthig Kämpfende und Siegende:) genannt werden! Jakob nannte den Kampfplatz Peniel; „denn ich bin einem göttlichen Wesen (im Zweikampf nach 2. Kön. 14, 8) v.on Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden und gerettet worden. Er hinkte noch an seiner Hüfte, darum essen die Kinder Israel die Spannader nicht dis auf den heutigen Tag rc." Dies Faktum gibt Stoff zu folgenden Fragen: a) Was bedeutet das Alleinbleiben Jakobs zur Nachtzeit auf fremdem, einsamen Orte, während die Seinigen weiter ziehen? b) Weiß Jakob, daß sein Gegner ein himmlisches Wesen ist, woher kam dem kurz znvor halb Verzagenden (V. 8.) der Muth, sich mit ihm. zu messen? Und hält er ihn für einen Menschen, warum entledigt er sich nicht desselben so schnell wie möglich, ja fordert noch dessen Segen, den Segen eines RäufersI? o) Wie. harmonirt die Verletzung mit dem Ausspruch des Siegers? ä) Welche Beziehung hat der Angriff und sein Erfolg mit der Enthaltung von dem Genüsse der Spannader Seitens.seiner Nachkommen? Antwort: Der Patriarch fand sein Schicksal räthelhaft; Furcht und Hoffnung; Gefahr und Rettung, wechseln schnell mit einander. Ter Gott seiner Väter versicherte ihn seines Schutzes, Laban betrog ihn zehnfältig, der Herr segnete dafür Jakob mit Reichthum; Er hieß ihn ziehen, Laban verfolgte ihn) aber Gott machte diesen unschädlich. Der so Beschützte will nun seine Reise fortsetzen, da kommt die Schreckensbotschaft von Esau's feindlichem Anzuge! Er sehnte sich nach Licht in diesem Dunkel und wollte fern vom Geräusch seiner Wirthschaft mit sich allein zu Rathe gehen. Da sandte ihm sein Schutzgott die Lösung. Ein Mann rang mit. ihm, lange erfolglos, bis er ihm endlich Eines beibrachte. Roch vermuthet er in diesem einen Menschen, bis dieser bittend sagte: Entlaß mich, denn der Morgen ist angebrochen (ein Bild von dem Ende der Kämpfer gegen Israel mit dem Tagwerden unter den Völkern obfW bw D1"ini£') da erkannte der Angeredete erst den Engel; denn ein guter Mensch, mußte er denken belästigt Niemanden, ein böser würde mich nun nicht loslassen, noch weniger die räthelhafte Bittestellen, ja sogar Verheißungen machen; es kann also nur ein guter Gottesbote sein, der mir Trost und Beruhigung zu bringen kam; Hos. 12, 5—7. Dieser Kampf sollte ihm andeutcn, daß er und sein Geschlecht zwar manche Unbill, Anfeindung und Verfolgung zu erdulden haben, daß es aber nie einem Widersacher gelingen wird, ihn oder seinen Stamm zu vernichten. Die ganze Geschichte Israels gibt Zeugniß hierfür. Jes. 46, 3. 4. 54, 7—10. Daher wünschte er den Segen, um selbst die Leidensprophezeihung möglichst unschädlich zu machen. Da nun dieser Vorgang seine Bedeutung und Tragweite auf seine Nachkommen auSdehnt, so sollten die Kinder Israels dnrch obige Genußentsagung beständig erinnert werden, in Leiden nicht zu verzagen, sich der Hilfe Gottes und des ewigen Bestehens sicher zu glauben und ihrer heiligen Mission treu zu bleiben. Jes. 44, 21. 23. 45, 17. 25.-48, 17- 19. „Wohl Dem der Jakobs Gott zur Hilfe hat, der auf den Herrn vertraut auf Gott" Ps. 146 5. Verantwortlicher Redakteur: I. Llingenftein in Ldernheim in Rhemdefien; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in . .. -oinmijfiorr bei tt. L. Fritz sche in Leipzig — Draick von I. Kottslebev in Main».