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Der israelitische Lehrer · 1864-01-14 · 2 (14.1.1864) · p. Seite 8

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
2 (14.1.1864)
Date
1864-01-14
Page
Seite 8 (sequence 15)
Language
German
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8 dienstlich, wenn er sich in der Frömmigkeit, Treue, Redlichkeit, Überhaupt in der Gerechtigkeit,, dieser Zwillingsschwester der Wahrheit Ps. 15, 12. lO, 10. abspiegelt. Hab. 2, 4. „Der Gerechte (Fromme» lebt in feinem Glauben glücklich," daher rechnete Er es s4) ihm — dem vielgeprüstm Erzvater (Nch. 9, 8.) zur Tugend. , - - d. Das Wort rip'Tä erhebt sich von seinem Urbegriff — Gerechtigkeit 2 S. 8, 15 bis. zur Milde und Wohlthä tigkeit Joel 2, 23. Ipb. 37-, 22. Den Grund finden wir im Folgenden: Unter den Wohlthatrn Gottes gegen die Menschen nehmen Weisheit, Körperkraft und Reichthum fast! den ersten Rang ein und. nur eine bescheidene Anzahl Menschen erireucn sich je eineö dieser Giücksgüter. Wie rechtfertigt sich diese Bevorzugung Einzelner mit (der über allem Zweifel erhabenen Unparteilichkeit des Schöpfers? Dadurch,! daß denelbe den Trieb;üm Wohlthun'Äl den Menschen legte und durch tausend - Stehen in der deiligen Urkunde; hiezu feierlichst auffordert Tex geistig Begabte soll sowohl! durch sein eigenes Beispiel von Sitlenreinheßt, Job 28, 28. 2!» 7 fs., als durch Belehrung, Forschung, 4>urch Ersindun gen und Entdeckungen aller Art, das Wom seiner Zeitge. nosien wie der Nachwelt bestens fördern. Dan. 12, 3.. Epr. 24, 25. 2«i. Pr. >2, 9. 10. ®r£ StarkLhat den Schwa chen in allen Nöthenu«d Gefahren semeHand zu .bieten. Jes. 35, 3. Ps.-7!>, 11. .Epr. 24, 11. T^Begüterte soll mit fernen Mitteln Hunger ftiüeri; Mckte kleiden, Thronen trocknen ec. Jei. 58, 8—12. Job.31, 10— 20. Werden dieie von Natur. Vernunft «nd Gesetz geheiligten Pflichten gehörig geübt: w wird-jcne Ungleichheit um Vieles gemildert und allgemeine Zufriedenheit tritt an ihre Stelle Jef. 32, 17. So vereinigen sich beide Begriffe von Recht und Wohlwollen in -~s. Vergl. Jer. 22.' 23. Spr. 21, 21. 2. Isaak. Dieser begriff den Allmächtigen zugleich als Furcht baren und «seine Verehrung gränzte an Furcht 1.B M. 31, 42. 53. Gott selbst beruhigt ihn: Fürchte dich nicht, ich bin mit dir!' 26, 24' Versuchen wir aus folgendm Momenten diese Anschauung als in Isaaks Charakter liegend, zu begründen. \ a. Aus seiner Kindheit. Seine Geburt erfolgte kur;! nach der Katastrophe von Sodom und der Versteinerung! der ungehorsamen Frau des Lot, welche schreckliche Strafgerichte lange der umliegenden Gegend als warnende Beispiele und als Stofs zum Gespräch dienten und auf das weiche Gemüth Isaaks starken Eindruck machten. 6. Aus seiner Erziehung. Diese mag eine sehr streng gottesfürchtige gewesen sein, da der erste Scherz J-maels mit ihm deffen Entfernung aus dem väterlichen Hause herbeiführte. Auch scheint das 18, 19, -p-> ’H „daß sie hüten," anstatt des gebräuchlichen rp1?4? zu wandeln „den Weg des Ewigen" auf eine äußerst sorgfälttge Erziehung zu deuten, vergl. das im 3, 24. c. Aus seinem Opfergange. Da lag Isaak gebunden, das Schlachtmesser über sich. Die hiedurch entstandene Todesangst mußte natürlich, nachdem sie gewichen war, einen erschütternden Eindruck hinterlaffen und eine gewaltige Vorstellung von der Macht deffen in ihm Hervorrufen, der berechtigt war. solch ein furchtbares Opfer zu verlangen. Jes. 8, 3. Job 13, 1 1. 8 Aus seiner frühen Erblindnng. Er erwartet sehr frühzeitig den Tod, erschrickt über die Massen sehr, als er sich von Jakob hintergangen sieht; was bei einem anderen Vater gerechten Unwillen und den Entschluß erzeugt hätte, das Falsum wo möglich wieder gut zu niachen, während ihn der Schrecken rathlos macht 27, 37. . (Schluß folgt.) Anzeigen A n % e i $*■ e. Die hiesige isr. Religionslehrerstelle, welche mit dem Vorsängerdienst verbunden isr, wird bis zum 1. Mai d. I. vakant; auch kann die-Stelle früher schon angetrcten werden. Der Gehalt beträgt 250 -fl. Hierauf Reflektjrende wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei dem Unterzeichneten Vorstand melden. Oberseemen ün Kreis Nidda, 20. Dez. 1863. Dar israetil. Vorstand: . S A. Rothschild. Tie isr. Gemeinde zu Sächsenlraüsen im. Waldcck'schen sucht cinm geeigneten Lebrer uird. Vorbeter. Vorläufiger Gebalt 2(*i Thlr. Nebenverdienste können dieses Einkommen beträchtlich steigern. Meldungen bei dem Vorstände. Einim tüchtigen jungen Lebrer, der günstige und zuverlässige Zeugnisse aufzuweisen hat, kann ich eine gute Hauslchrcrstellc bei vier Kindern von 8—12 Jahren in einer jebr frequenten Badcstadt Nachweisen und. bin baldiger srankirtcr Meldungen gewärtig I. Klingenstein. .Die Stelle des Hausvaters bei dem Ph. Feidel'- schen Waisenhause dahier ist erledigt und soll durch einen pädagogisch hierzu befähigten verheiratheien Mann, deffen Frau sich zur Hausmutter eignet, wieder besetzt werden. Hierauf Neflectirende wollen ihre Mcldungsgesuche nebst Qualificationszeugnissen spätestens bis zum 1. Februar k. I. anher einsenden. Cassel, den 23. Dezember 1863. Kuratorium der Wh. Aeidel'lchen Waisenhaus-Stiftung. Druckfehler: In Nr. 1,Seite2, erste Zeile febltmin nach Dinn <5fTanttoonIi(6n StbaJtnrt: I.Klingenst«in in Odern heim in Rheindeffen; Selbstverlag der Redaktton. Kür den Buchhandel: in Lommisfion bei (£. L. Fritz sche in Leipzig — Druck von I. Sottllrben in Main».

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