Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 2 (14.1.1864)
- Date
- 1864-01-14
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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Vich'nrljch INummrr. Vierteljährig» Abonnementeprets j Tblr. 27 kr. Bei frankir tpr Zusendung uni» j-.<krcu;d,ind jährlich 2 st. , 2 kr. Bestellungen ncl-men all« Poseämt» und BuchKanclungen an. Der Nnzrigon zu 1 S,r. die Petirzeil«. ^ni>«nvuna«n cmn>«D«r tsr«kl «in den verum» n*r. 11*11'. lV dukreur ot«r .’.n b f k->rlagshanb!un«. Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindeleb^n des ^urentdums'. Herausgegeben von I. Klingenftein, Ignaz Lehmann und A. Treu. S Mainz, den 14. Januar 1864. (Vierter ^aUrAaNx.) Die Lehnte und die dletigionsparteien. sSchluß.) en^ Aber, wird man uns im Hinblick auf das in unserem »origen Ausgesprochene von beiden Seiten entgegengernfen: rü der Lehrer dann nicht ein Heuchler? °° Gemach niit diesem Vorwurf, der so schwer wiegt nach den sittlichen Allschauungen unserer und aller Zeiten. Es gibt keine heiligere Aufgabe im Leben, als die treue Erfüllung übernommener Pflichten. Und nicht seine Gedanken, seine Ideen soll der Lehrer in der Schule vortragen, sondern die Ideen der Religion, als deren Lehrer er berufen. Er ist nicht Reformator, sondern Lehrer in der. Schule. Draußen int Leben, wo er gegenüber steht als Mann dem Manne, wo sich die Ueberzeugungen bekämpfen und durch; den Kamps läutern, ist es Pflicht und Recht degen, der das " Zeug dazu hat, seine, abweichenden Anschauungen klar und . ohne Hintergedanken auszusprechen. In die Schule, wo , seinen Ansichten nicht die Anderer entgegengestellt werden könnten, gehört nur der volle, allseitig sestbegründete Lehriuhalt der Religion., Was veraltet oder was im Schooße der Zukunft liegt, kann er wohl, wenn es n cht zu umgehen ist, erwähnen, aber — er darf nicht Gewalt anthun wollen dem Geiste der' Kinder, sie mit seinen von Bielen unbe- 1 qriffenen und jedenfalls nicht allseitig erkannten Anschauungen ' zu nähren, statt mit der „Quelle lebendigen Wassers." Unter allen Bedingungen bleibt dem Lehrer das ganze große Gebiet der Glaubensnnd Pflichtcnlehre des Judenthums, bleiben ihm die großen Ideen, die in den heiligsten Religionsgefetzen niedergelegtsind. Das Judenthum mit seiner herrlichen Sabbath und Festesfeier, mit seiner erhabenen Messiaslrhre, mit seinen lauteren Begriffen von der Unsterblichkeit der Seele, von der Freiheit des menschlichen Willens, mit feinem die heiligsten Beziehungen des Menschenlebens weih ndM Leläuterten Ceremoniell u. A. m. sollte dem Lehrer nicht; Stoff genug bieten zum Aussprechen des Heiligsten in j seinem Innern, zur Begeisterung für das Wesen der Re- I ligion? Sollte er sich auf Parteistandpunkt stellen, beim ' Sabbath mit Gesetzen von Dinn und uny, von p nspra ~nD«n sich beschäftigen, bei der Messiaslehre mit den agadi-; schm Spitzfindigkeiten und Träumereim liebäugeln, oder! soll er im Gegmtheil mit den vagen Theorim derer seine Zeit vergeuden, die, allem Feind, flachen Idealismus lehren, nnd in allem eigen hü Aberglauben findend gegebenen und specifiich jüdlisä »n statt urkräftiges Judentbum ümlich Indischen Reaktion nnd Man wird das „lavir>n : Bersch Pi in ind mir nennen es Gesinnungs nungslosigteil dasjenige lehrt, worin nicht Alle nnd Wahrste in der Gegenfia vollgültige Norm ist. Wir geben diese unser, aber lies mit unserm ganzen sttmniende. Rach diesm uniere Zeitschrift geleitet, Wir erkennen Jedem das den gesummten Jntereffen wie die Schute selbst, über nung offen und ungescheut — beispielweise — in unset ei bringen, der auf dmi Bode , aber die'm Standpunkt in Waffen und anzuerkennendfr stehen auf dxm Boden des wir Anderen zugestehen, w versagen wollen. Sollte sei es drum; wie denken. Gesiniiungslostgkett" nennen; üchtigkeit. Wir nennen Gesinren eine-, rledeers, wenn er das über^instimmen, weil nur das Heiligste rt des Jud'enthums allgemein „Die Wenigen, die map Die lhöngt ge im g ibr Dem llöbel ihr (.«ejüh Hat man von je gekrcü Ab Offen und ungescheut vor ist ehrenhaft, ist Pflicht, den Parteien; wir könne das, was nothwmdig, zweckte halt des Unterrichts, über Zwiespalt herrschen; in den endlichen Ziele wollen und In diesem Geiste woll und wirkm. Keiner wahrm Anschauung seien die Spal In diesem Sinne ladm wir für die Hebung der unsere, Theil zu nehmen. Hier Ansicht als eine unmaßgebliche, Wollen und Wirken übereincipien haben wir bisher auch werden sie ferner so leitm. stecht zu, in dem Organe, das der Schule gewidmet ist, also deu Parteien steht, seine äiev luszusprcchen. - So werden wir m nächsten Blatt einen Arttkel der äußersten Orthodoxie steht, anständiger Weise, mit legalen Wärme versieht. Wir selbst Fortschritts — nun denn, was rd man uns selbst wohl nicht njan - uns darob verketzern, so Göthe im Faust lagt: w e davon erkannt, volles Herz nicht wahrten ihr Schauen ossendarten zigt und verbannt." i »er Welt seine Meinung sagm, er die Schule steht über getrennter Meinung sein über 'nlich ist; aberüber den Jn- >as Wesen desselben darf kein Ritteln wohl, aber nicht in dem linnen wir auseinandergehen, wir auch fernerhin streben aus Ueberzeugung beruhmdm dieses Blattes verschlossen. Alle ein, au unserem Strebm Händm anvertrautm Schule käsilpst! In der Schule herrsche al en