Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 47 (19.11.1863)
- Date
- 1863-11-19
- Page
- Seite 186 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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186 Stuttgart, 2. Nov. Der. Bericht der staatsrechtlichen^ Commission der Kammer der Abgeordneten über den Entwurf j eine- Gesetzes, betreffend die bürgerlichen Derbältnisse der isr. 1 Glaubensgenossen. setzt in Art. I« fest: Die ReligionSverschiedenheit zwischen Christen und Israeliten bildet kein bürgerliches j- Ebebinderniß. Auf Eben zwischen Christen und Israeliten sindet das Gesetz vom 1. Mai 1855 Anwendung. _ - j Jena, 27. Oct. Den, Dr. pbil. Caro, aus Leipzig,! ..einem Juden, welcher sich q» diesiger Universität als Docent j der Geschickte babilitiren will, iss auf ein. wiederboltes Gesuch jetzt die Zulaffung unter werzig-'n Beschränkungen bewilligt worden. '! — Tr. Emanuel Hafenseld, ein Israelit, ist, wie „P. i Hirnök" vernimmt, zum Priratdocenten der Balneologie an der; Pestber Universität ernannt worden. .! ' Lehrers Liebe. Auch ich war einst verliebet. Jetzt kann ich's wohl gestcbcn; Doch war's in meiner Jugend-, Sonst war' es nicht gei'chebn'. Ich war entzückt, begeistert, Kurz, wie' Pkpliel te sind. Und dachte'unckuthörlich '.Kur an das liebe Kind. Dolch, als sie mich betrogen. Mit schlauem Weibersinn. Da schien mit einem Male Mein Lebensglück dahin. Ich kennte nicht mehr herzlich Mit Ändern fröhlich sein; Und sollt' ich Andre' trösten, Sä-ien mir ihr Leid so klein. Ich bab' in grobem Kummer Wohl manche Nackt geweint. Ick glaube fest, ich war schon Ein halber Menschenfeind. Doch als ick wieder bintrat Brr meiner Jugend-Schaar, Wie jedes Kindes Auge Aus mich gerichtet war. Und als ich sah, wie Alle Betriebt durch meinen Schmerz, Da war der Trost gesunden. Da lehnte sich mein Herz. Da Hab' ick mir geschworen, Der Jugend mich zu weib'n. Den Kleinen unk der Schule Soll meine Liebe sein. 1 Ferdinand Eppstein. Anz e i g e A ii z e i g' o. : Tie isr. (Semeinde zu Echzell in T berhesicn. sucht einen re drei , welcher sowohl den Elementarals Aeligions -Uniernckt zu leiten bat. mit einern jährlichen Getzall von 3Ä> st. nebst freier Wohnung; auch erhält de,selbe noch eine besondere Vergütung, wenn er der französischen Sprache mäcktig ist.' uni5 wäre auch zu wünichen, daft derselbe die bantorstcllc bei bevorstehender Einweihung einer nclien Svnagcge überncbmen könnte. ..Wo möglich ledige-bberjonen wollen sich in srankinen Meldungen wenden an den. Unterzeichneten Vorstand. - . . I- :«oft mann. Ein junger iör. Schulmann, Toctor der Philos , der die besten Jeugmsie über mehrjährige pädagogische Wirksanckeil, sowie über inteUectueUe Bildung und- Führung besitzt, sucht 'eine Stelle als Director oder erster Lehrer an einer größeren-Schule. E>ef. Franko- Ofjerten wird Herr Lemina'robcrlehrer Treu.in Münster «Westfalen) entgegenzunehmen die r^siste habest. ' Ein junges Mädchen, Israelitin, fähig in den Elenientarfächeni, sowie in der franz. Sprach» und im Elavier zu unterrichten, sucht eine Stelle als Erzieherin Eö wird weniger, am behalt, als auf gute Bedandlung gesehen. Herr Scminaroberlehrer Treu in Münster ist so freundlich, Franco-Lfserten entgegenzunehmen/ Deranlwortllcher Redafteur; I. Klingenstetn tu Odernb«>m in Lommissiin bei L. L. FritzsLe m Leipzig Wir sind schon öfters aufgesoidert worden, Mitthei lungen über Schriften zu machen, welche zur Anschaffung für Jugend und Bhlksbibliotheken geeignet sind; mir bitten daher CoUegen, deiicn solche gute Schriften bekannt sind, dies uns auf „Bnchhändlenveg* zur Mittheilung in diesen Blättern wiffen zu laffen, uud Verleger solcher Schriften nm Zusendung demselben zur Recension. Wir haben in voriger Woche einen unfrankirten Brief aus Zimmersdorf zurückgehen lagen,! weil uns der Absender unbekannt war. Wir erlauben uns^ hier die ganz offene Bemerkung, daß die Mittel des „ist. Lehrer" zur Aufwendung bedeuteitder Portos nicht ausreichen und daß wir daher vorderhand unfrankirte Briefe nur von unseren gewöhnlichen und bekannten Correspondcnte^l annehmen können. Hoffen wir, daß uns die Zukunft die Aufwendung bedeutenderer Mittel erlaube, und arbeite» wir nach Kraft em daran. Kling enstein Xhrmbchni i Erlbjkerlgg der Redaktion. Für de» Buchhandel: in — Druck von I. Gottslebe« in Main».