Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 46 (12.11.1863)
- Date
- 1863-11-12
- Page
- Seite 182 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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182 ouiicvt' ccfuuii imma mechanische WktkstaNrn bldbtn, Ivo flcntiijV. lü’ürcftt, lobte Zeichen ul» einziges Hilfsmittel zur Förderung der Erkenuruist dienen? Befähigung für das Leders durch richtige Erkenntnitz aller Lcb.cnsericheinungen ist das ernzig richtige 'Ziel der-Schicke, Schreiben und Lesen find eben nur ein Mittel, wenn auch ein, vorwiegend die höhere Erkenittnist Fördernde's. ' Es liegt viel Gebankeiistoff in diesen. Sätzen, die von fafi allen neueren Pädagogen anerkannt sind. Tie vorliegende Schriften machen die Schule zur Ledensichule^ sie gehen aus von der Thatiachc und führen zum Zeichen, Das Rind soll im ersten Jahre nicht lesen — 'sondern sprechen; nicht ichrciden — sondein zeichnen.. ,Ta'sür bietet 1 äusreichen den Stost zum Anichauungs-Unterrichte -na ersten Schul fahre; die Gegen>iände in der Schule, im Hause, in den Werkstätten der Memchcn, iur Torfe, in Held und Wald weiden ange'chaut, b»sprachen* einzelne einfache Formen nach der Natur gezeichnet, .dabei gesungen, orzäblt; so ist das Bucli-eiii rechtes Lehrbuch, das dem Lehrer Stofi gibt, iur treiftichen Bermtzung des ersten Schuljahres — ohne Fibel und ohne Schrerbubung. - Was werden aber die Eltern dazu sagen? Tic Mütter Habens-: doch io gerne, wenn ihre Rinder recht bald buchfiabiren und leie): können! Diesen -müssen wir genügen! Tas find Reden, die insbesondere auch unserer beharilichen Forderung, das; unsere Rinder erst deutsch lesen, und dann erst hebräfich, entgegerigetieten sind- Wir haben daraus die ein zige Antwort: das Ur.heü der Leute darf me maßgebend U" win in -old;au Maste, daß es un'eren gegründeten päda gogi'chen An chaunngen in den Weg tritt, Tas ist io einfach und airgewein ang. nommen uich doch'-thun nur wenige Lehrer so. Thun wir un'ere Pflicht; zund weni: die-Eltcrn sehen, dast dies der Fall ist, und daß ün-ere Rinder nichts destowe Niger aut lesen und.tüchtig hebrgi'ch lernen, io-werden ne nd> mit der Zeit befriedigen,- wenn auch das Rind im ersten Fahr» nod> kein-Buch Hai, und noch viel weniger ein s« und : kennt. ' . Studiere der Lehrer da§ eiste.der olvnMzeichneten Bücher; es steckt viel geiunde 'ErkenNtnist drinnen. ' 2 ist ein ani diese Wahr Heck, gebautes Lesebuch. Zu - bedauern ist. dast dasselbe.wegen reiner lehr christlichen Tendenz in juötidit’n Schulen Nicht brauchbar ist. R. CorrespoNdeuz. - Aus Westfalen. 'Tie isr. Gemeinde zu Pr. Oldendorf konnte den Gottesdienst an den oerflösienen- Feiertagen 'in der ncngebauten Synagoge abhalten. Tie atü Sabbatb vorher stattgehabte Weihe sollte gtzrckmchlos gefeiert werden. Nach'unferm Tafür halten mag sich die schlichte, bescheidene Weihe nicht unwürdig alisuehmen chebrndem unserer Zeitströmung eigenen Prunke, wcmnt man' dergleichen Feste ausstattct, wobei denn nebenher' cm weil hek geholter Prediger Gelegenheit findet, seinen Ruhm glänzen, zu lasten. Und — wo die äußere Schaustellung die Hauptsache ist, geht recht bald das Innere teer aus? Große Synagogen, herrliche Weihe., Zerfall und Leere im Innern hinterher. Berantwortlicker RedakteurI. RltngeriKein in Odernhei», in Lomnnsfion b« «!. 8. Fritzscke t» 8eh»ztg Tw Feslprehigt hielt der Lehrer des Orrs, Herr Ratzenstein. der in angemestcnen und würdigen Worten die Anwesenden' < Gcmeindemilglieder, Ortsbehörde re.) wahr hast erbaute. Die Liedertafel des Lrts brachte de»i Herrn Ravenstein, der sich allgemeiner Achtung erfreut, ein Ständchen. Neuerdings werde» wiederr»» »uhrere isr. Sdmlcn zu öffentlichen erboben.' Wir heben die Schule'des Herrn Blumenau zu Bieleield bervor. Tas sienstoiiat des Herrn Blumenau eifreur stc» der mobl verdienten Frrgur»,. was auch schon in Rücklicht oer ansgezeichneten hoheren Schulen dieses Ortes sich nicht anders erwarten läßt. Ahlen, seit lange obne Lehret, ist durch den Lebrer S Ranstnan», srither in Olfen, besetzt , und fouiit ist die Lücke an dcf Eöln-Minvener- Eilenbahn lvon Station zu Station ein Lehrer) würdig ausaefüllt. An Herrn Fteifchmauii in Emmerich werden die Zehrer einen Eollegcn verlieren, da er aus dem Lehlerstandc scheidet. Der dortiaen Gemeinde ist es indes; bereits 'chon gelungen, die Stelle durch einen tüchtigen und wackern Schulmann wieder,zu besetzen. Herr F. Opvüeiu, bis «ctzt in Wittlich, wird demnächst nach dem N:ederrhem uberücdeln und dürfen die dieszeltigen Lehrer sBercttiin ihm emen Lehrer, mit biederam Lebrer-Herzen freudig begrüßen. In einer ziemlich großen Strecke des Belgischen siebt es roch ziemlicü traurig aus. Ter Bororl Elbeiielv, der eine sehr starke uiw wohlhabende Gemeinde bat, besitzt weder Syi agoge noch ist. Elementarschule. Bon christlidier Sette ist, falls es zuni Schnagvgenbaue kommen iollt*-. bedeutende Unterstützung zugeuigr. An den hohen Feurlagen oll in der engen Betstube kaiini gewesen 'ein. — Iit der Umgegend weit und breit ist das Wort Gottes seiten — in Schulen, «die nicht eristiren) -IuBetrest der christlichen Bcvvlterung kann man ragen: Tie GelfkuIitze berübre» "ch — und die Proselyteuinacheiei hat reichliche Ernte. Anzeigen. Lie isr. «Gemeintezu Hch-ell in -Iberbenen iud'! amu Velucv. welcher iemcbl den ctterueiiiar als .Kclicueno; llurervid't zu leiten bat. mit einem jShvlicl'en t';ei'üll von > ft-iiiebfl freier toebunna: auw er ball bei selbe ucch eine besondere Beigülun-z, wenn er der französischen Sprache mäei'ti-z irr. und wäre andzu lvüuid'ai, daß derselbe! bidji'antcrrtvUe bei berorftebeiider «'inweihuna ciucv neuen Lvnagdge jiibeunl'inen kdmike. Zz-o mc-ilich led'.ze l-erwncu wellen sich in fraukirtei! Meldungen w-uden au den unterreichinien t-or stand. - l Z d ür» a »n. c^in jsinqer isr. Lchnima»». Doetor der Bbitdi.. der die besten .-Zeuemste fa-a mebrjabii.ze xäbagdairct-e L-irkiamtei!. idwre über mtellectndlle Bilduua und ^stlnwia besitz!. rud't eine Ltelte >üs Tireetor oder einer rebrer an eines -rdsteren Ldmie. «"d-granko-. csteilen wird Herr Lemiuardberlehrer!reu in Münüer ' bäestfale») einqeezenznnebmen die itzüte baben. Ein.iunqes Mädd'eii, sZsraeiikln, fähig in de» ^lenieiüarfad'erii sowie in «der franz. Sprache und im Klavier -n nnlen'iel'te». ntdit eine 2tcUc als ihdebciin Z-s wird weniger am ctzeuatl, als auf gnte Be. bandlustg gefeber. Herr Leminarob'erlebrer!rc» in Münster ist jo freundlid', Fraiiee-Lfterten entgegenzunevmen.- Briefkasten. Hrn.i'b. P. in P. tto dünkt uns, die,Fortsetzung Ihrer ttor-refpon den; sei eineslbeils von;n fpcciellemInteresse anderntheil zu persönlich, und können wir stc deshalb auch imr theilweise ansnebmen. > i 'i Rhembrfftti; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buckbandel:, in — Druck von I. Bottklebe» in Mai«».