Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 46 (12.11.1863)
- Date
- 1863-11-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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JLbrlilb 52 'Jiumincrn- Prets De« Iatirgana« 1 Z61i. 1 fl. 45 ft. Bei rranfirtet Aufm- Beute unter Kreuzband 2 fl. 12 ft. Bestellungen nehmen alle Postämter und Büebbandlungen an. Der L?rgan für die Schule, die Familie und das Gemeinde!!ben des,.Zudenrbums. HerauSgcgcdcn von 3$. Klingenstein, Itzna; Lehmann und A -■'»Jttljr» }U l =ge. cte Petitzeile. Ausn.ttmie n die L’eftrerufl^aiiienlille**1 ^Sgr.’ üb.ienvungen entweder Direkt an Den rcrant» wortli^en Kedakttur oset an eie » Perlagskanriunz. . Treu. ■'S0. 40. Mainz, den 1-. November 1863. (Dritter ^s-IrrxLNA.) Protokoll -er 4. Versammlung israelit. Lehrer -er pfalj! abgehallen zu ' VecnflaDt a. d. £>. a*t 12. Lctobcr '1K«3. J (Fortsetzung und Schluß.) Nachdem ionach das Geschäftliche der heutigen Berathustg algeschlossen war, schritt mstn zu der in dir. -10 »nseris Organes — des „isr. Lehreri" ausgestelitesi Tagesordnung: Besprechung über die Folgen der allerhöchsten Verordnung vom 10. Rov. I>01, — die Aufbringung des Bedaris f!«r die deutschen Schulen betreffend für die uidischen Schulen.! Es wird für die außcrpsälzisüirn Leser dieses Blattes nicht uninteressant sein, erwähnte Berordnnng tennen zu lernen und wir führen üe deßhalb hier an. Hierdurch ist nns zugleich Gelegenheit gegeben, eiben Blick aus dile materielle Stellung der yf. Lehrer richten zu können: .; Art. X des Gesetzes lautet: Der geiingste Gehalt eines Schullehrers wird: 1) bei Gemeinden von mehr als lo.ooo Seelen apf 500 fl.; 2) in Gemeinden von 2f»oO bis io,(Mio Seelen auf 450 fl.; 3) in Gemeinden von eüier geringen! Einwohnerzahl aus 350 fl. , jährlich festgesetzt. Hiezu ist.dem Schullehrer', außer deü Canto»rasualieu, kein weiterer Verdienst anznrcchnen. Es kann also der Schäch'terdienst, wo er noch mit der Stelle verbunden sein sollte, nicht mit in den Gehalt gerechnet werden. — 20as jedoch unsere Freude über diese dankenswerthe Fürsorge unserer h. Kgl. Regierung wieder bedeutend herabstimmt, ist der Umstand, daß die politischen Gemeinden.nicht angehalten werden können, für den Unterhalt der isr. Schulen, ganz Sorge zu tragen. Es bleibt zunächst den isr. Cultusgenieinden die Verpflichtung, für den Bedarf ihrer Schulen selbst zu sorgen. Glücklicherweise aber übernahmen freiwillig, schon lange vor dem Erscheinen obiger Verordnung, mehrere politische Gemeinden, insbesondere. Städte, die Verpflichtung, den Gehalt der isr. Lehrer ganz aus der politischen Kaste zu zahlen; andere Gemeinden zahlen von 50 fl. bis zu 200 fl.; endlich aber auch wollen dazu verstehen, die süd unterstützen. Gottlob, dcß sich einige Gemeinden -noch nickt icke Sckule nur einigenn.'.ßcn zu es nur noch wenige find! Die Versammlung h gl jedoch die festeste lleberzeugung, daß es auch in diesem Punkte,-bei dem steten Fortichrei ten unserer Bevölkerung, immer besser werde und auch die Israeliten endlich liberal zu ihrem Rechte gelangen werden. Vergessen mir nur nie unsere Verpflichtung der Bevölkerung gegenüber, und halten vir den Standpunkt, aus welchen uns Religion und Geschihte gestellt, immerhin unerschütterlich fest und der Erfolg niiß ein sicherer sein. Dankbai wurde ane tännl, was-die politischen Gemeinden bis heute bereits thiten. Wenden wir nun unser Augenmerk aus die Stelluzig der jüdischen Lehrer ihren Gemeinden gegenüber, io ging aus der Be'prechnng die Thatsäche hervor, daß viele Lehrer ihren durch die neue Vcro dnung auzusprechenden Gehall schon lange vorher, ehe die Verordnung über die äußere Regelung der Lehrerverhaltnisse erschien n war, bezogen; Ändere, welche einige Gulden noch anzusprechest hätten und befürchteten, es könnten Mißhelligkeiten hiedurch entstehen, leisteten stillschweigend vorderhand hieran: Verzicht; es waren hingegen auch solche in der Versammlung, avelche ihrer früheren geringen Dotation wegen, Gebrauch von mehrberegtem Gesetze machten und mit ihren Genleinden hierdurch in Prozeß und sehr natürlich auch in-mißliche Verhältnisse geriethen. Da die bezüglichen Discumonen rein provinzieller. Ra tur waren, und den hierdurch betrostenen Lehrern und Gemeinden nur lieb seist kann, nicht in die Oeffentlichkeit mit ihren Angelegenheitest zu treten, so beschloß die Versammlung ein kurzes summarisches Ergebniß zusammen zustellen, dahin: l t Die Stellung der 5sr. Lehrer in der Pfalz ist nach jeder Beziehung hiin eine der besten, die es'überhaupt gibt, da dieselben in Allem ihren christlichen Collegen gleichgestellt sind. ’J) Wir verdanken diese — oergleichungsweise — sehr günstige Stellung der kgl. Staatsregierung, die sehr viel für das Schulwesen thut, der kgl. Kreisregierung, die den iSr. Lehrer in Nichts hinter den christlichen zurückstellt, den politischen Gemeinden, da in Vielen die Gehalte deS isr. Lehrers ganz oder zum größten Theil aus der öffentlichen (Gemeinde ) Kaffe bestritten,