Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 38 (17.9.1863)
- Date
- 1863-09-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der JLHrlich 529tunnn(rn. Preis des Jahrgangs 1 Lblr. — 1 fl. -15 fr. Bei frankirter Zusendung unter Lreuzbanc 2 fl. 12 kr. Brstellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. IeKrer. Snjeigeil zn t-Egr. die PetitjeUe^ Aus. nabme in die tzrhreroaeanjenlifle2 i^Sgr. iLinsendungen emweder direkt an den verant» wcrrliiden Redaktiirr oder an die Berlagshandlunz. Lrgan für die Schule, die Familie und das (^emeindelebcn des Hrrausgcgebcn von I. Klingenftein, Igva; Lehmann und 2t. Treu. 'Zndkntbums. < L\°.. »8 Mainz, cen 17. Septenlber 1803. (Dritter Jahrgangs.) oron rrniD ruiüS m&kv&fy. Xiim Neujahr 56^4. (Schluß.) Wir wün!chcn ferner für einen großenTheil der Besten unserer Berufsgenossen mehr Muth! Mulh ist eine herrliche Gottesgabe, und der Lehrer hat dei- .fen viel vonnölhrn, damit er in feinem heiligen Amte.nid t erlahme, O, das; io viele der Besten nicht jenen starken Manncsmuth in sich tragen, die Stacheln des Lebens mit Leichtigkeit aus dem Herzen zu ziehen, und ihren Blick fest auf die Zukunft gerichtet zu halten, die unser ist, jo mah.r die Menjchbcit fortschrcitel zum ewigen .Lichte. Es muß die Wahrnehmung dieser Muthlosigkeit unter den Lehrern dem aufnicrksamen Beobachter wahrlich niehr Schmerzen, Angst und Kummer bereiten, als die Lage selbst, der sie entsprossen. Wer sich selbst verläßt, der ist verlassen.' Dem Unglück fest ins Äuge sehen» das soll der Äann. Werm wir aber die vielen tausend oft noch eingebildeter Leiden und unbegründeter Sorgen beobachten,- mit welchen sich die Lehrer herumtragen, dann — verzagen wir inr die kräftige Selbstbülse, die wir von den Lehrern verlangen. Ja, Selbsthülse! Wir treten in diesem Blatte mit einem fest beslinimten Plane vor unsere Eollegen und werden wir diesen und manch anderen daran sich knüpfenden Plan fest und unbeirrt mit Gottes Hülfe und unserer Colligen freudiger Mitwirkung verfolgen — znr Selbsthülfe! nach -einer Richtung! Werden uns die Lehrer, wenn wir mit klaren Gründen kommen, zur Seite stehen V Auch die, die immer nur klagen können und nur sagen: uns kann nicht geholfen werden? — Wir hoffen das Beste von denr klaren Bemußtfeiu, von der kräftigen Theilnahme des Lehrerstandes, von feiner Liebe zum eigenen Fortschrei ten. Wenn Sie, verehrte Freunde, zu den konimenden Festen um Leben beten, so ernrannrn Sie sich selbst zu freudvolle»» und hingebendem Muthe und Ihr Leben wird sicher dann eine schönere, freundlichere Gestaltung gewinnen. Noch gibt es der Rosen viele auf dem Lebenswege eines.Lehrers, und wo Rosen sind, da dürfen die Dornen nicht fehlen. Wir wünschen ferner, daß die Achtung vor der Wirksamkeit der Schule und desLebrerstandes immerdar wachse in de» israel. Gemeinden! Es ist eine lleberzeugung, die lei dem Schreiber dieses erst in letzterer Zeit noch festere Begründung gewonnen hat, daß' die Israeliten — im Allgemeinen, Ansnahmrn natürlich Vorbehalten — lieber die 'größtmöglichsten peeuniären Opfer für ihre Schulen bringen, als daß sie den Lehrer so achten, wie es sein schwieriger Berns niit sich bringt. Sie wollen die Schmierigkeit dieses Berufes durck'aus nicht aner kennen; sie haben eben nur Augen für die, wir möchten sagen, mechanische Arbeit des Lehrerberufes, die ilmen leicht dünkt, und darum sehen sie auch weit weniger als dies nothwendig und erwünscht wäre, auf Charakter und Wiffen des Lehrers. Das ist aber ein großes Hebel, und wir wollen hoffen, daß niit höherer Bildung unter den Juden überhaupt, auch die höhere Achtung vor dem Lehrerstande eintrele. Wir wollen hoffen,^daß man mehr und mehr erhöhte Ansprüche anCharatter und Wiffen des Lehrers mache, und damit aber auch die Achtung vor dem Lehrer stände sich steigere und mehre. Roch viel der »Wünsche" für das Allgemeine, für den Lehrerstand, für Israel, für Fo:t'chritt^und Humanität bleiben uns übrig; der Raum gestattet nicht, sie alle hier ouszuiprecken. Rur noch einige persönlich rchmiende, doch im Grunde der Sache, der wir uns gewidmet Haben, zugehörigen Wünsche können und dürfen wir uns nicht versagen, hier aufzuführen. 1 Diese gelten diesem nnierem Blatte, unierni gemein schastlichni deutsch - isr. Lehrerorgane. O, daß sich immer mehr uni dies ihr Panier schaaren mögen, die Genoffen /unseres Berrifes im ganzen deutschen Baterlande! Daß die Gleichgültigkeit. das Philisterthum, die Servilitiu gegen lindere Tagesblätter, und wie alle die bösen Geister beißen möge», die der gedeihlichen Entwickelung unseres Organs enmegenarbciten, ein Ende nelinien möchten! Wir sind alle lisrael. Lehrer, und als solche haben wir alle einen Berns: — den der Hebung und Förderung des religiösen Lebens, der Kräftigung des Judcnthums nach Innen und Außen, des steten Fort schreitens im Leben der Schule, in der Entwickelung der uns anbefohlenen Kinderserien. Warum wollen so viele nickt anerkennen, welche Bedeutung ein gemeiiffchastlicues Organ