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Der israelitische Lehrer · 1863-09-10 · 37 (10.9.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
37 (10.9.1863)
Date
1863-09-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I I Jährlich 52 Lummern. P«lS des JabrgimgS 1 Lhlr. t fL 45 fr. SB*i ftanfirttt Zvsen» tuaa unter Kreuzband 2 fl. 12 kr.! Bestellungen nehmen all» Postämter Und Buchhandlungen! an.! LMM. Organ f-r die Schule, die Familie und das Gemeindeleben Herausgegeben von F. Klingenstei«, Ignaz Lehmann und A St4eu. Lazeigen 1 Sgr. die Petitzeile. Aufnabme IN die Lehrer-, llocllnzeuIiste^"2Sgr. Einsendungen cniweder direkt an den verant» wonliiben Redakteur oder an die Verlagshandlung. des Iudcntlmms. j\°. sr Mainz, den 10. September 1863- (Dritter Jahrgang.) ohsn naio rath IXnsere "Münfche. Zum Neujahr 56ä4. ry^n n"-! werden können, von allen echte >l Lehrern, — — das stille (»ndlos liegt die! Uno die Schis Dow auf ibrem Ist .Xu des für zehen! Glückliche nicht Raum. Herzens heilig stille Räume L-clt vor deinen Blicken, fahrt selbst ermißt sie kaum; ncrmexnen Rücken Segen zu erkennen und so als heiligen Samen in die Fämilienglück, das Glück, den gleichsam zu erndten, den wir Herzen und Geister der uns Pflegbefohlnen ausstreueu; das Glück stillen, aber ruhigm unisicheren Wirkens in einer edlen Gemeinde, nt einem Kreis e, der uns die geringe Anerkennung, die wir beanspruchest, um freudvoll wirken zu können, nicht versagt. denn heran, ihr Hoffnunretet vor das Licht desTa- Mu;t du fliehen aus des Lebens Drang! treibest ist nur in dem Reich der Träume, Und daS Schöne blüht nur im Gesang. Unsere Wunsche! Bei dem Scheiden des Jahres, bei dem Blicke in ein neues Jahr, „das noch dunkel vor uns liegt, wie die Tiefen der Erde", öffnen sich des Herzens und Geistes Pforten, und heraus treten sie, alle die Wünsche und Hoffnungen, allie die Entwürfe und Strebungen ohne Zahl, die die geschwundene Zeit der sich eröffnenden überantwortet. Was wünschen sich die Menschen nicht Alles/ und was hoffen und erwlartcn sie nicht Alles, das unerfüllt bleibt — ewig und immerdar. Toch isis vor Allem das . Leben selbst, das unsere Ge bete in diesen heiligen Tagen so oft erwähnen, der Wunsch zu wandeln „im Lichte ^es Lebens", ini „strahlenden Lichte der Sonne". —j C”r6 iroi ... 0”n,-nsD2 lisro- Was verstehen!aber die meiste,l Menschen unter Leben? Ein Leben in Reichthum, ein Leben in Saus und Braus, ein Leben in äußerer unfruchtbarer. Ehre!. Nicht ein solches Leben ist es, das wir wünschen, wir als Lehrerl Würden wir's, wir könnten nimmermehr Lehrer sein l Der Beruf des Lehrers wird nur ein schöner, ein herrlicher, durch Begeisterung, durch Hingebung. Mühen und Sorgen, Entbehrung und Entsagung werden immerdar die Marksteine eines Lehrerlebens bilden. Nur in seinem Berufe, in der Aufopferung für die höchsten und edelsten Zwecke der Menschheit wird er sein Glück, seine Ehre, seinen Himmelsfrieden finden. Ist darum des Lehrers Leben ohne Freude? Tausend Rosen stehen auf seinem Lebenswege; o, möchten sie gepflückt ung ihr Tagewerk als Tagoollbringen. Fort mit allen lngebildeten, mit allen Fer- )euchlern und Schweiswedlen; fort mit allen, die kein Unsere Wünsche! So trete gen auf stillem Herzensgründe, ges, damit Israel, damit die Menschheit erfahre, was wir wünschen und hoffen .— als Leh rer Israels und der Menschheit, — um unseres Berufes willen! -nx n\-p rry ny? n’m damit es Licht werde — zur Abendzeit.- WirwünschenvorAllem,daßdieZahlderechten und wahren Lehrer Israels und.der Menschheit sich immerdar vermehren möge. Nichts ist der Hebung unserer Lehrerverhältnisse schädlicher, als die so große Zahl schlechter und gleichgültiger Berufsgenoffen, die ohne Begeisterung, ohne Aufopfer arbeiter blos des Lohnes willen Bachurnn, mit allen Halb- und I tigen und Herzlosen, mit allen lern, mit allen kraft- und saftlo. Herz haben für ihre Berufsgenoffen, weil sie kein solches haben für ihren Beruf; fort mit all denen, die nur sich selbst kennen, die Jahraus-Jahrein nichts Höheres suchen, als sich wohl zu thun, als die Sorge für ihr eigenes armseliges Dasein; die nichts wollen, keine Conferenz, keine Lehrerversammlung, kein den Bund der Lehrer äußerlich und innerlich kräftigendes Organ, kein Buch; fort niit ihnen aus dem Kreise strebender Genoffen; sie verrathen das Heiligthum der Menschheit; fort mit ihnen! Zieht vorüber, Gcffter der Finsterniß! Wir wünschen ferner für alle echten und braven Lehrer ein bescheidenes, aber sicheres und hinreichendes Auskommen, in Ehren! Daß sie bestehen können als Menschen, die, weil sie einem höheren, geistigen Berufe ihr ganzes Dichten, ihre ganze Kraft widmen sollen, nicht gedrückt und beängstiget werden dürfen durch die niedrigsten Sorgen des Daseinsz, daß sie sich, ohne , Seelenkampf, hingeben können dm Familimfreudm, dm Vaterfreuden, damit sie am eigenm Kinde erkmnm dm hohm Werth des Schatzes, der ihnen anvertraut worden. Ja, dem

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