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Der israelitische Lehrer · 1863-07-16 · 29 (16.7.1863) · p. Seite 114

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
29 (16.7.1863)
Date
1863-07-16
Page
Seite 114 (sequence 4)
Language
German
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114?oi. Jedoch wird die Pflicht der Municipien kür die israelit. iaiedböfe ebensogut als. für die christlichen Sorge zu traacn, ausdrücklich ausgesprochen Weiter wurden regelmäßige Versammlungen der iSraelit. Gemeinde» ron drei zu drei Jahren als angemessen erkannt, und eine ständige Kommission aus der Mitte der Versammlung zur Wahrung augenblicklicher israelit. Interessen und zur ZulammeNberufung und Vorbereitung der Generalversammlungen ernannt, lieber mehrere'andere Fragen: Rabbiner-Institut, RabbinerrersammKmg, Berücksichtigung der israelit. Feste bei der Gesetzgebung, Ebegesetz konnten nicht feststrbende Beschlüsse gefaßt werden. Die Versammlung bewegte sich in sebr würdiger und erbebender'Weise und wird für die Fortbildung des italienischen Judenilmms von weitgehender Bedeutung sein. — Tr. W. E. jkkazigs^warter in München bat rin Stipendium mit 3,oOO f[. für einen Etudirenden der Universitär, ein Stipendium von st? 3(00 für einen Eleven der Akademie der bildenden Künste, und eine Stiftung ron 4000 fl. zur Vertbrilung von Geldpreisen an besonders tüchtige und fleißige Handwerksgesellen und Lehrlinge in München — ohne Unterschied der Konfession —- und zur Erinnerung on des letztbin erschienene, die Israeliten in Bayern betreffende Gesetz gegründet. Diese Stiftung fand buldryllste Anerkennung im bayrischen Regierungsblatt«!, und. wurde dem Dr. D. S. Königswarter das-Ritterkreuz 2. blasse des Michaelsortens verlieben, unseres Wissens der erste Hall der Verleihung eines Ordens an einen Israeliten, in Bayern. — Der große Rath'von Aargaü bat am 27. v. M. mit *0 gegen M Stimmen ein Gesetz rotirt, welches den Juden keine bürgerlichen Rechte einräumt. Fürpreck, Haberstich gab eine von 04 Mitgliedern Unterzeichnete Vexwal rung ins Protokoll. Ereurnach, 27. Juni. Gestern brrübrtr der um ie>ne Glaubensgenossen so bockberdientt Engländer Sir Mojes Montefiore unsere Stadt- Er kam ron Koustantn op. l, wobin er dießmal zu dem edlen Zwecks gereist war, um für Juden in der türkischen.Staaten den Cckutz d>-s Sultans uack'. zusuchen und für sich feilst fir Erläulniß, in Jcrujalem Armenbäuser eründen zu dürfen. T>r Vorstand der kiesigen israelit scheu Gemeinde kielt es für ang-messt w, dcw edlen Mann, den Ausdruck dankender Ancrke,nung durch eine Deputaten ru bezeigen, die der 82iäbrigr Greis iuit iruitkl!cksl>r Bereitwilligkeit empfing. Auch erfreute Jcrielbe die Gemeinde durch sein Erscheinen in der Sbtiaaogd' bei doyr nattfintruden Gott.sdienste. Tie seltene Rüstigkeit des Greiss, fern impcnircnkes Aenßere, seine berzgewisineude Leutstlikeit. naroei tiid> a! er sein Bericht über den günstigen Ersolg seiner Beniübun. en bei dem Sultan, machten out die Mitglieder der Deputation einen höchst erfreulichen Eindruck. '. . G t dan K cn «brr einzelne Stellen der heiligen Schrift*) von . - .. . L. äiulhmonn, Relizienslebrrr in Sdrlndms. - I. Ncder die Schöpfung. 1. Mos. ». 1—2, V.i-3. In den beiden ersten, dir Uigeschichte einleitenden Versen betonen wir ."> Worte, nämlich: Unter tiefem Titel erscheine« Auszüge aus Arbeitin icmtletischeregrtjschen IrhcU? mit ter sirte an tie He ren K.legen: 1. n’rtoa Im Anfang, als den wichtigen Lehrsatz invoivirend, daß daS Universum nicht seit Ewigkeit besteht, sondern zu einer Zeit entstanden ist ">DttD '~)3 2. D’Drn Der Himmel „der unermeßliche Raum", Wohnsitz höberer Wesen, wird als Strebeziel für die leiblich-geistig Geschaffenen, im Plane des Scköpf. rs 3 p*wn der Erde vorgesetzt, obwohl letztere zunächst den Mittelpunkt alles menschlichen Seins und Wirkens bildet', daher schließt die erste Erzählung mit Sabbath, als best von Gott gebeiligten Bei mittler, zwischen dem gemeinen Alltags- Und dem geistig-religiösen Leben, das -um Himmel führt Jes. 58, 113 14. Der 3. Vers beginnt erst die Geschichte der Schöpfüng und lehrt uns zugleich, dass nur insofern ein Werk gelvchen kann, als dasselbe in sorgfältiger naturgemäßer Ordnung zu Stande kömmt Jes. 28, 23—29. Licht ist die erste Bedingung alles Wirken-, daher sprach Gott: „Es werde Lickst!" Das zweite Er'ordcrniß ist der Schauplatz der Tbätigkeit; daher befahl Gott — nach Sonderung der atmosphärisch-ätherischen Reaionen: „Das Trockene werde sichtbar!" (was nach Ps. 104, 4—9 durch Orkan und unterirdisches Feuer bewirk stelligt wurde). Jetzt mußte für die zu schaffenden Geschöpfe Nahrung aus ter Erde sprossen. Zum Gedeiben der jungen Pflanzenwelt braucht man Sonne und Mond 5». M. 33, 14, sie erscheinen als Erwärmer, Lickstkörper und Zeitmesser. Nun aalt es, Land und Meer mit Geschöpfen, die mit als Nahrung die neu für größere, zu bevölkern, hierauf diese und zuletzt den Menschen zu schaffen; dieser ward als Herr der Erde künstlich gkhaut, nd vom göttlichen Hauche beseeltJob.lil.10—12. Ps.8,»>—9 ' Sv hat der Allweise ein Bild derpbysisck'en, resp. ökonomischen Ordnung dargestellt. Der Hauptzweck war aber nickst diese allein, sondern und zwar vorzüglich die moralisch sittliche Weltordnung. Diese ist wieder bedingt: 1. durch Wahrheit, 2. durch Gerechtigkeit. 3. durch Liebe und 4. durch Sittenreinheit. 1. Wabrbeit. . Diese ist das Beständige, Gleickbleibende, llnwandelbgrc, das ist auch der ron den übrig.n Elem.nten geläuterte Urstofi der Erde NLU' fn«ra neu Pi. 85, 12 (Eibeschüh). Außerdem zeigen die stetig wechselnden aus der Erde sich abspiegelnden TageS- und Jabr.sreit.n 8, 22.-die sich gleich bleibende Bildung der Pfl nzen- und Tdieiwclt, tie regelmäßig auseinander folgende Reife der Frückte k. re. ron dem Willen des Schössers, dieser Welt den Stempel der Wahrheit auizudrück.n noinn TCN bv die eiste Aufforderimg an den Menschen zur str.naen Wabrbeit und Aufrichtig'eit Ps. 119, 160, 11,3. Sach. 8, 16. 17. Sprw. 12, 17—22. (Frrtsetzung folgt.1 1. Diese Ercrrvta als solche beuribeilen zu wollen! 2. Tirsclben nur mit der Uikueke in der Hand zu lesen, ra nicht selt.n, selbst vie llos mit Zahn» augcdcuieten Belege, zugleich mit erklärt werden sollen. 3. Wenn unsere Ansichten nicht mißfallen, densellen ein teschstdeneo Plätzchen neben den approbirten Erklärungen zu gönnen. j Anzeigen. Annonce« Ein israelitischer -Elemenlarlehrer und Eantor (auch ltnur) sucht alsbald eine Stelle. Näheres auf franlirte Anfrooen bei I. Älingerstein in Oderrheim in RhcmhtsskN Leranrworrucher s>edakleur: I. X tirgtatirtn in H bernbe m in ^iiein >n>n, seldpveiiug oer Kivakuon. Für den Buchbankel: in Cowmitsivu'bei 6. 8. Fritzsche in Leipzig. — Druck von I. S»ott«leben in Main».

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