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Der israelitische Lehrer · 1863-07-09 · 28 (9.7.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
28 (9.7.1863)
Date
1863-07-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jäbrlick ö2?fuBBntrn. Preis des JabrganaS 1 Lhlr. _ 1 fl. 45 fr. Bei ftanfirt« Zufen tung unter Sifujbant 2 fl. 12 kr. Bestellungen nehmen alle Postämter »ne Buchhandlungen an. Der Feiner Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindeleb^n des Zutentdums. Hevausgeacbcn von I. ^lingeuftein, Jgna; Lehmann und A. ^rreu Nnzergrn z» l i-gt. Bit Petirzeile. *«»• nabme IN die llehrer- »ariuijenlifle'-' rSgr. v > irnBungrnen.weder direlr an len verant» winlichrii Rer akl> ur - ovkr an die Bei iaqshandlunz. 1>». 28. Mainz, den ‘J. Juli 1863. (Dritter Jahrgang^') Professor Dr. Alexander Haindorf und das israelitische Lehrerseminar;u Miivster. (Schluß.) *) fT) Durch die Berufung des I)r. S. Fricdländer ( Its4<*) an das Seminar wurden im Innern desselben schnüre.Kämpfe bcranibesänvoren. Wir lassen es hier unentschieden, ob der Dirigent hierbei äußeren, in religiöser Beziehung Propaganda machend! n Einflüssen nachgab, oder die ihm schon fühlbar werdende Abnahme seiner .Ü röste ihn bestimmten, die Lehrertröste zu vermehren. Ter junge, feurige, jedenfalls sehe vegabte i>,-. Fricdländer, hatte Theologie studirt und dem Schulfache fern gestanden. Er übernahm neben seinem Lehramte die, Predigerstelle der Reformgemeinde in Münster, wo die Gemeinde sich in zwei sich heftig bekämpfende Parteien gctheilt hatte. Ter Prediger, als Führer der einen Partei, konnte als Lehrer an der Anstalt nicht neutral bleiben; es lag zu nahe, daß der Mann mit jugendlichem Feuer das Institut zur Pflanzschule fi>r Jünger seiner Richtung mißbrauchen könne. Wir müssen übergehen, in wie weit die Seminaristen zwischen zwei entgegenstehenden Richtungen durch Reden, Drohungen, Anspielung auf ihre Zukunit, Stellung .'c. gezerrt wurden, wie Einzelne leicht unter solchen Um ständen verdächtigt werde» und gehässige Nachwirkungen empfinden konnten; wie, durch' den Weg der Verwaltung an den Dirigenten von Geschäftsführern ergangene Vorstellungen, Manches den unschuldigen Zögling ans der "Nähe eines solchen Geschäftsführers in den Verdacht bringen konnte, als habe er Rachtheiliges berichtet. Dergleichen auszusührcn, gestattet hier weder der Raum, noch möchte es geeignet sein, einen Gegenstand, der mit so vielen Fäden von Persönlichkeiten durchzogen ist, zu erörtern. In Betreff der religiösen Bildung, meinen wir, hat eine Anstalt, wie die in Rede stehende,' sich von aller Parteilichkeit und Leidenschaft fern zu halten. •) Die Masse de» für unser Blatt »ingegangenen Material» zwingt nn» gur Abkürzung und Bcendigvna diese» Artikel». Tie dadurch entstandenen Lücken sollen iväter durch Raiblräge auSgefüllt werden'. — Wir bedauern daß wir diesen Schluß nicht, wie wir beabsichtigten, zum Schlup de» Semester» bringen konnten, weil wir da;deq Bericht der Kölner bonferenz als unabweisbar hielten. I Re ln Letztere können nur zum und des sich erst bildenden ling Selbstständigkeit des keit noch abgeht — wirkt», vlappern und Leichtsinn aus die -traurigen Folgen der Jeder Besscrgesinnte i: der edle Gründer der Ans die Feinde der Bildnug unk gern einen Vorwand suchen, gion der Förderung eines Dazu -kanl noch das in niat nachtheilige Jahr lC-Ds mit ernstliche körperliche Leiden das Gemüthdes Greises r Lage seiner Anstalt von Sof lim allen nachtheiligei der Dirigent ini Jahre 1!< Provinz nach-Münster, uni des Vereines zu berathcn. Euratorium gebildet, ferner in Zukunft die Seminarister Seminare eine Prüfung ii 'israelitischen Lehrern des S aus Rheinland und Westph lehrten, als Prufungsassisten wurde der selige l>i. Fri Stelle war l)r. Steinbe ii ußte r llt Einige Jahre spater um seinen Lebensabend in diir zu können. Ter Zustand d art leidend, daß eine persöi unmöglich war; der Schisst Rittergutsbesitzer Lob aus zukünftiger Vorstand der in' Vertretung seines Schwieg das Wesen und den Gang dem Institute später weni Nachtheil der. religiösen Bildung Eharakters — da dem Jüng Uriheils und Gesinnungssestig Heuchelei, oberflächliches Nachder andern Seite sind zu häufig igions- und Gesinnungsmache").' r \y davon überzeugt fein, daß deren Beßtes stets erstrebte; Jugenderziehung mochten indeß uni sich im Namen ihrer Reliso schönen Wertes zu entziehen, nieller Beziehung der Anstalt so seinen Nachfolgern, Anhaltende, stellten sich bei Hamdors ein. >chte wohl im Hinblicke aui die egen getrübt sein. Einwürfen zn begegnen, berief l mehrere Rabbiner der Rheim ui! denselben in Angelegenheiten In Folge deffen wurde eine Art die Bestimmung getroffen, daß vor ihrer Entlassung aus dem den Religionssachern vor den niiuars und einem, abwechselnd n zugezogenen, geeigneten Ge- . zu bestehen haben, und endlich Ödländer entlasten. An dessen getreten Dr. Haindor' nach Fm»nn, Nähe seiner Tochter zubringen s Professors war ohnedies deriisliche S derlei tung seinerseits säst iegeriohn des Proieffors, der E a l d e ü ho s f bei Hamm als Anstalt, halte somit Gelegenheit, gervaters, sich einen Einblick in , der Anstalt zu verschaffen, was! ig tens zu Gute kommen mußtet h> ile tcn rz *) Hierher gekört die Beantn -r) Wie bat da» Seminar Bekui und zu lebren V l>) Welcve Grenzen in der religio Wir »erden später daraus zuri oriung der Fragen( > der religiösen Bildung einzuwirtep en Beaufsichtigung zu ziehend ücktommcn.

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