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Der israelitische Lehrer · 1863-06-18 · 24/25 (18.6.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
24/25 (18.6.1863)
Date
1863-06-18
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich 52 Nummern. Preis des Jahrgangs 1 Thlr. — 1 fl. 45 kr. Bei frankirtrr Zusendung unter Ikreuzband 2 fl. 12 kr. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Der srrwlitisüke Mmex. Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindenden Herausgegeben von I. Älingenftein, Ignaz Lehmann und A. Tre Snzrigrn zu 1 .Sgr. die P.ritzelle. Aufnahme in die LehrrrvacanzenlisteL'^Sgr. Einsendungen entweder direkt an den verantwortlieben Redakteur oder an die Perlagsbandlung. es Judenrlmms. ]X0. 24 u. 28. Mainz, den 18. Juni 1863. ' (Dritter Jahrgang.) lieber die Methode des Unterrichts in der hebraifcken Lpracde. Mit besonderer Rüeksiibt aus di« Lrbriii i I. Klingeusteiu. Ter Unterricht im Hebräischen, 17ppenh. ltW! 1 * *j. Von Dr. Ph. Ehrknberg in Wolsenbüllri Denn ein Gegenstand von verschiedenen Seilen zu gleicher Zeit zur Sprache gebracht wird, so ist daö ein sicheres Zeichen, daß diese Besprechung einem Bedürfnisse, gewisicrmaßen einem innern Zweifel und Kampfe entspringt. Und keinem Gegenstände ist neuerdings ein lebhafteres Jntcresie zugewendt worden, als der Methode eines Unterrrichts, der zahlreichen Lehrern Bedenken, ja selbst Qualen bereitet *). ES kann daher nur mit Freude begrüßt werden, daß Herr Klingcnstein den Gegenstand in einer besondern Schrift ausführlich mit Frische und Wärnie behandelt hat, und indem ich hier in seiner eigenen Zeitschrift meine wesentlich abweichenden Ansichten kurz darleze, glaube ich ihnr dadurch die beste Anerkennung seines anregenden Strcbens zu bieten. Indessen weiß eS jeder Schulmann, daß der hebräische Unterricht in den Schulen längst ebenso in daö Kampfgebiet der Fachmänner und Laien gezogen ist-), wie die r *) Es ist selbstverständlich, daß wir uns über dieic Beurtheilnng des hochgeehrten Hrn. Einsend'rs herzinniglich freuen. r? i .'ihmlich ist, von würdigen Leuten gelobt zu werden, so kann es auch rühmlich werben, ihrer Bcurtheilung würdig geachtet zu fein." (Winkelmann über Lessing's Laokoon.) — Diese Beurtdeilung und die darauf folgenden Auseinandersexungen, die eben von uns gebrachte schätzbar« Arbeit Frank's und unser bescheidenes Büchlein' werden Leben und «Seist in die Behandlung eines wichtigen Gegenstandes unseier Schule bringen. Das, was wir etwa zu erwidern haben auf diese uns entgegenstchenden Ansichten, werben wir später, sobald der immer noch sehr in Anspruch genommene Raumnnseres BlatteS es zuläßt, in einem geschlossenen Artikel bringen. Uebrigens erlauben wir unS, bier die Bemerkung anzufügen, daß soeben eine Fibel mit Anfangsübersetzungen, nach unserer Metbode bearbeitet, unter dem Titel: „Erstes Lese- und Uebersetzungsbuch im Hebräischen' die Presse verlassen hat, und in jeder Buchhandlung zur Ansicht offen liegt. (Red.) 1) Vgl. u. a. B. Plaut „Israel. Lehrer' 1862, Nr. 21. 2) Dem Herrn Vers, scheint es nicht bekannt zu sein, daß ich bereits vor längerer Zeit (Allgem. Ztg. des Jdthms 1839, Literar. Belbl. Rr. 1s) hcbr. Sprache selbst iimcrhalb dar Synagoge/ und daß hier nicht eine neue Frag^ auftauchi, sondern ein alter Kamps zu Tage tritt, ein Kamps, der auch auf andern- Gebieten entbrannt ist und züm Thcil durch daü Lebe» selbst schon seine thatsächlichc Erledigung gefunden hat. Deshalb gcnü gen nicht, wie Herr Kllingcnftein richtig sagt, „hohle Phrasen," auch nicht eine künstliche logische Theorie, sondern man muß der Sache mit ein» gcwisscn nüchternen Unbefangenheit ins Auge schauen./ Es fragt sich nämlich ganz einfach: Wird das Judenthum — in /naher oder weiter Zukunft — seine „heilige Spräche" auch icrneralü Cultus-und gewissermaßen Familiensprachc bewahren? Qder wird das Hebräische gleich allen/alten Sprachen einsr wesentlich nur der Wisienschaft angthörcn?, >—f Nicht mit Gefühlen und Wünschen darf diese Frage /von sich weisen, wer es ernst mit dem Judenthume meint; sonst überrascht ihn daö Leben über Nacht mit einer Antwort, welche ihm um so weniger gefällt, als er durch. gcfurwcs Urthcil und Thätigkcit dem Ucbel hätte voybeugcn kön icn. Alles, was man über die für die Religion gesagt hat, ist so wahr, daß d sich anscheinend nur darum handeln würde, die Sprache inj ihrem Rech! c zu erhalten und neu zu bcfcülnfcrdcrungcu des socialeti und staailichen Lebens ein Tropen da, „den Stein nicht mit Gewalt, sondern durch wiederholten Fall auszuhöhlcn." Mit rache und der deutschen Schule, mit der Bcrt/retung des Btth — die durch die bürgerliche Gesetzgebung,!mit der Lockerung des Ccrcmonialgcsetzes, mit den ästhetischen Anschauung:» der jetzigen Zeit, sinken eine über die Metbode bes bebr. El mentaruirtcrrichts micb ausgesprochen, auch später manches dahin Gebör ge veröffentlicht babe. So „über den Lebrplan der israel. Schulen in I er Pfalz' (Isst „Israelit. Annalen' 1841, Rr. 13st. 14); „über Dr. (Literaturbl. des „Crifnt“—1820, des Hebräischfn' (Allaem. Ztg. Außerdem eine «iffcnschaftliche Al bebr. Buchstaben im Allgemeinen Jahrbücher fl Philol. u. Pädag. Wiener s Wörterbuch zum Pentateuch' Nr. 49 u. 26); „über die Aussprache :es Jdthms. 1856, Rr. 14) u. s. w. Handlung: „lieber die Aussprache der und des N und D insbesondere' (R, Bd. VIII, H. 1, S. 5 ff.)

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