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Der israelitische Lehrer · 1863-05-21 · 21 (21.5.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
21 (21.5.1863)
Date
1863-05-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich 52 Ru» Preis d«S JahräangS 1 Lhlr. — 1 fl. 15 k. Bei fraukirter Zusendung unter Kreuzband 2 fl. 12 Bestellungen - nahmen alle Postämter I und Buchhandlungei .Der KinieMücKe Ielrrer Organ N°. 21. dnjeii.icu -» l €gr. die H-ftUjti.c. 4ius» nähme in die Lehreroacanzenliste2l^Sgr. Einsendungen eniwrder direkt an den verantwonliibkn Redakt. ur oder an di« BerlagShandlung. rr die Schule, die Familie und das Gemeindeleben I des Zudenttmms. Herausgegeben vow I. Klingenftein, Ignaz Lehmann und A. Tr^» Mainz, dm 21. Mai 1863. (D Bitter Jahrgang;.) Wegin des Wochenfestes und der darauf folgenden „14/ aü( cmcincn deutschen Lchrervirsammlung in Mannheim" wird der „isr. Lrhrer" nächste Woche nicht erscheinen, und Nr. 22. erst den 4. Zuni ausgegeben werde. Crziehung «nd Freiheit, ein pidagogisch-theologischra Problem. (Fortsetzung und Schluß aus Nr. 19.) IV. I Bleibt lalso die Freiheit des Zöglings bei der Einwirkung, welche die menschliche Erziehung aus ihn ausübt, ungesäh'det, >und wird, wenn diese richtig angeletzt, dadurch nur grsördcrt und gezeitigt, so ist die himmlische Erziehung durch das OffenbarungSwort und seine Gesetze' ebenso gerechtfertigt, und überschreitet sie ihre Befugnrß auch darin nicht, daß sie sich auf das ganze Leben d.S Men'chen erstreckt und ihren Einfluß auf alle Gebiete menschlicher Bcthätigung anSdehnt. Gewissenhafte Befolgung des dem Menschen eifrgepflanzten GotleSgeietzls, haben wir gesehen, ist die vollste und einzig richtige Bewahrung seiner geistigen Freiheit und so er, von jenem abweichend, durch andere Motive sich bestimmen lästt, gibt er letztere preis; waS will aber das Offcnbarungsgcsctz anders sein als eine Erklärung, Ausdeutung und Spccificirunz des inneren Vernunftgrfetzcs, indem es als obersten, universellen Grundsatz aller s iner Ano> dnungen und Gebote die Weisung hinstellt: (Levit. 19,2) „Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin Zch, der Ewige, euer Sott."? Laß die moralisch n Vorschriiten über" Liebe zur Wahrheit, Tugend und Gerechtigkeit, daß ebenso die socialen und politischen, welche Nächstenliebe, Gleichheit aller Bürger und selbst Fremdlinge vor dem Gesetze, Freiheit der Person und Schutz des EigenthumS bezwecken, innerlich wie äußerlich freie Glieder eines freien Dolles zu schaffen beabsichtigen und geeignet sind, wird keiner in Abrede stellen wollen. Das einzige Bedenken dürften nur die eigentlich^ religiösen, sogenannten ccrcmoniellen Gebote über Festfeier, Reinheit, Speisen rc. brcten, und auch hier mehr die in's Uribegi enzte gehende Ausdehnung, welch« dieselben in der, durch den Druck von Außen der Idee der! Freiheit ganz abgewandten talmudisch-rabbrnischen Zeit gefunden, als die ursprünglichen Satzungen, welche der MosaiemnS hiesür feststcllte. Wie unvrrwischlich aber diesen da« Gepräge der Freiheit aufgedrückt, zeigen Aussprüche selbst Iber Rabbiner! wie (Spr. d. D. 6, 2): l cs nrckt Charuto, /sondern Ehcruth (Freiheit) auf den Tafeln, denn rc), oder:/nicht ihr seit bjn Sabbat, sonder,i der Sabbat ist euch üherg>ben," so wenig solche von ihnen auch in der Praxis> berücksichtigt sein mögen; und gewiß! Die heiligen Dirsämmlungcn an Sabbaten und Wallfahrten zur Festfeür, sie waren zur Zeit des Besitzes des heiligen Landes r ickl nur der Heiligung, sondern ebensos.hr der Bcfcstigunj eines sreien, für Nationalität unv Vaterland begeisterten Sinrcs (wie seidigen die Geschichte Israel'» auch glänzend »ocumcntirt) im Kecksten Grade fö'kei lich. und unter den Bes Kränkungen, welche RcinheitS- Eperscu. a. ccrcmonieUe Gesetze auferlegten, füdlte man sich sicher nicht gedruckt, vi.lnrh» in dem Bewußtsein gehoben, dadurch über den, hart arischer Sitte und unmäßigem Genüsse hing.gcbenen Heidin eher Nationen erhoben, frei ui d bevorzugt dazustchrn. D esc Harmonie von Religiosität und Freiheit, wie sie die mesai'he und in dercir getreuer Fortbildung die prrpdctische O f. nbarungölehre so schön dargcstcllt, aus d r, durch d e traurigen Jahrhunderte des Exils erz ugtcn Dcrtümmeiur g nieder zu eruiren, das ist wohl der Kern und Leber sind >lt »er religiösen Bestrebungen der Neuzeit, nnd mögen im nerl in, wie in solchen Regenerationoperiod.n unvermerdli h brld nach der einen, bald nach der anderen Seite b.dau rliche AuSschrcitnngen Vorkommen der Zulpunkt ist rickr zu vcriückcn und wird unter Gottes Beistand zuvcrsichrsich erreicht werden; weder flacker Rationalismus noch eichter Dogmatismus, weder drc fanatische Hrye der Pictis en und Chassidm, noch die Lauheit und Kälte rer Jrdiff rentcn werden dem Rade deS ZcitenlaufcS in rie Speichen u fallen vermögen, und wird es fü'wahr! über sie alle sinrreg unf.hlbar zum Ziele reii.ster Humanität, welche in shwesterlicher Vereinigung

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