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Der israelitische Lehrer · 1863-04-16 · 16 (16.4.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
16 (16.4.1863)
Date
1863-04-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich S2 Nummer«. Preis de« Jahrgang« 1 Lhlr. — 1 fl. 45 h. Bei frankirter Ausenfetntg »nter Rmiabanb 2 fl. 12 kr. Bestellungen nehme« alle Postämter und Buchhandlungen an. Der smelitiMe Anzeigen zu 1 Egr. di« -Petitzeile. Aufnahme in die LehrervacanzenlisteL^rSgr. Einsendungen entweder direkt an den verant« wortlilben Redakteur v. oder an di« Verlagshandlung. Organ für. die Schule^ die Familie und das Gemeindeleben des Judentums. Herausgegeben von I. Klingenstei«, Ignaz Lehmann und>A. Treu. N°. 16. Mainz, den 16. April 1863. (Dritter Jahrgang;.) Die Methode des Unterrichtes im Pentateuch. .{ Von G. /rank in Landau.; (Forlsetzung auS Nr.^ 11.) . II. Dreifaches ist auf diese Weise erzielt worden: Der Schüler hat einen ansehnlichen Sprgchstoff in sich aufgenommen, er hat eine Einsicht in die wichtigsten Sprachformen erlangt und sich in seinen Gegenstand hineingelebt. Nun zögere man mit dem Ucbersetzen aus dem Pentateuch nicht länger. Der Schüler wird sich selbst schon danach gesehnt haben; denn jeder, dessen Leichbegierde angeregt und in der rechten Weise geleitet wird, hat den Drang, fortzuschreiten im Wissen und Könnm. Diesen Drang benutze der Lehrer in der schonendsten und doch fruchtbarsten Weise. Er fange nicht mit einem sachlich und sprachlich schwierigen Stücke an, sondern mit einem solchen, worin der Schüler gerne sich bewegt und das er leicht bewältigt. Das erste Buch Moseü schildert Uns die Kindheit der ersten Menschen und Völker, die Jugendgeschichte des jüdischen Volkes; es ist und bleibt darum auch das erziehendste und liebste Buch unserer Kinder. Mit! ihm werde dgher der Anfang im Ueberseyen gemacht. Die erste an diesen Unterricht zu stellende Forderung jedoch, wenn anders er einen erklecklichen Fortgang fyabtri soll, ist, daß er ein ganz einfaches Ziel sich stecke: die Auffassung deS betreffenden Schriftstückes in seinem logischen Zusammenhänge. Jede tiefer eingehende sachliche und sprachliche Erklärung bleibe einer höheren Stufe Vorbehalten. Der Schüler soll im Stande sein, das Urbersrtzte mündlich und schriftlich wieder zu geben. Darauf muß mit allem Nachdruck gesehen werden. Es ist daher das Geeignetste, wenn solche Stücke zum Uebersetzm gewählt werden, die dem Kinide durch die Erzählungen aus der bibl. Geschichte bekannt geworden sind. Das wird dem Uebersetzen großen Vorschub leisten und es sehr erleichtern. Gewöhnlich fange ich mit dem siebenten Verse des 2. Kap. . an. Vorher mache i h sie mit dem Inhalte des Ganzen bekannt und beginne so: Was wir jetzt übersetzen wollen, handelt von dem Par »diese und dem Aufcnhalte der ersten Menschen in demselben. Ist euch alles das noch aus der bibl. Geschichte bekamt? „Ja." Nun, A., gib mir einmal an, waS du davon wißt! Nach dieser Erzählung wird ein anderer Schüler ausgifordert, die erste Hälfte des Verses zu lesen und folgendei gestalt zu übersetzen: Lehrer: is’ heißt bilden, was heißt aber ns"? Schüler: Er wir, bilden. (Die ganze Klaffe wiederholt: bilden, in" er wird bilden.) Lehrer: Das i am Anfänge des Wortes verwandelt die Zukunft in die V irgangenheit, wie wirst da demnach dieses Wort übersetzen müssen? i Schüler: Er hat gebildet. Lehrer: Er bildet:; von wem wird das Bilden ausgesagt, wer bildete? Spüler: 'n 'n. Lehrer: Uebersetze nun die drei Worte'. Schüler: Der Ewige, Gott, bildete. Lehrer: Wen bildete er? Schüler: Lire einen Menschen. Lehrer: Woraus bildete er einen Menschen? Schüler: ~i£j>, nauci-p aus Staub von dem Erdboden. Lehrer: Du Haft aus Starb übersetzt, wach heißt dm im Hebräischen „au»?" Schüler: }Q. Lehrer: Steht denn das Bcrhältnißwort p auch vor isy? Schüler: Nein, aber es steht vor dem folgenden Worte, und ich habe mir'S auch zu jenem Hinzuge-' dacht. Lehrer : Lies nun das Ganze noch einmal und übersetze eS! Schüler: De» Ewige,'Gott, bildete einen Menfchm aus Staub von dem Erdboden. * Dasselbe thut rin) zweiter Schüler und dann im Chore die ganze Klaffe. In i derselben Weise wird auch die zweite Hälfte des Verses durchgenommen, der ganze noch einmal auf der Schiefertasel schriftlich übersetzt, und die erste Pmtateuch-Stund« ist zu i Ende. Daß in der nächsten Stunde dieser Vers zuerst »oft mehrerm Schülern zu wiederholen

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