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Der israelitische Lehrer · 1863-03-05 · 10 (5.3.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
10 (5.3.1863)
Date
1863-03-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich 52 Nummer«. Pret« des Jahrgang» 1 Lhlr. — 1 fl. 45 ft. Sei frankrtrr Znsenduna unter Kreuzband 2 fl. 12 kr. Bestellungen nehmen all« Postämter und Buchhandlungen an. De MlÄtMlie Jelirer. Anzeigen zu 1 8gr. die PetltjeU«. Lus. nahm« in die LehreruaranzenlisteTtizSgr. viinsmbungen entweder direkt au den verantwortliche» Redakteur , oder an die Verlagshandlung. Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindeleben des Judenthums. , HerauSge^eben \ von I. Klivgenfiein, Ignaz Lehmann und A. Treu. N°. io. Mainz, den 5. März 1863. ^Dritter Jahrgang.) Professor vr. Älerander Haindorf und das israelitische Lehrerseminar j» Münster. (Fortsetzung au» Rr. 8.) IV. I Im Jahre 1836 wurde die Wirksamkeit des Vereins auch auf die Rheinprovinz ausgedehnt, wodurch (laut den Bericht«) sich die Einnahme in dem Verhältnisse nicht vermehrte, wie die AuSzabm. So viel steht, fest: die Rheinprovinz blieb in ihr« Leistungen gegen Westfalen immer zurück, wogegen der Verein ihren Ansprüchen gleiche Berechtigung mit denen Westfalens zuerkanstte. Sollte dieses bei Besetzung der Lehrerstelleu nicht zutreffend sein, so mag das in der Art, wie darüber verfügt, möglicher Weife feine zufällige Ursache haben. Wir werden auf diesen Punkt zurückkommen. Es mag hier auch erwähnt werden, daß zumeist Anfeindung, Vorwürfe oder Einwendungen von dort aus gingen. Daß das Beste feine Gegner zu all« Zeiten und in jedwedem Volke gehabt, constatirt die Geschichte und liegt in der bös« Sette mancher Menschen, wenn Opfer gefordert werden, wenn alte Gewohnheiten, alte Vorurthcile mit in den Kauf gegeben werden soll«.' Elementarschulen und Lehrerbildung haben ja noch heute ihre bitter« Feinde, — die Frtnhe der Aufklärung. Die Jahresberichtes welche bis in die dreißiger Jahre alljährig erschienen, und sogar mit Angabe heS Monats ihres Erscheinens, spät«! je nach einem Zeitrauuse von zwei Jahr« und biSwell« später, geben nach einem Vorworte das Einnahme- und AüSgabe-Verzeichniß. Die, Einnahmen bestehen aus den Sammlungen in den Gemeinden Rheinlands und Westfalens,/den Zinsen des von dem Schwiegervater Haindorj^s der Anstalt im Jahre 1835 geschenkten Kapitals von 25,000 Thalern, wozu noch einige Legate kommen, den Beittägen der Seminarist«! ä 30 Thaler jährlich und von denselben 8 Jahre lang I jährlich zu zahlenden 5 Thlr., dm Schulgelde« dcr mit! dem Seminare verbundenen Stadt- (Elementar-) Schule — i 8 Thaler per Schüler.!! Zu d« Ausgaben kann gerechnet werden: die Be- > köstigung der Seminaristen Mdethe für das Seminargebäude,; da bis jetzt der Verein noch kein eigenes Haus besitzt, die i Gehälter der Lehrer, wovon die mehrfach erwähnte Fried- ^länder'sche D«kschrift sagt: „die freilich sehr zu gering« I Gehälter der Lehrer und die allein angemessene Bej soldung des Sekretariats"; fe«er die ziemlich be- I deutenden Bureaukosten, Jahresberichte, Schulutensili«, | (dir in der Thal am wmigsten die Sparsamkeit vertragen) > Reparaturen, und endlich die den Handwerkerlehrlingen znl gewendet« UnterstützungSgclder. Wir müssen hier auf die betreffend« Denkschrift und Jahresberichte verweisen. I Die Zahl der Seminaristen war eine sehr wechselnde. In den Vierzigern belief sie sich zuweilen gegen 20; 1847 beispielsweise 15, dann zeigte sich eine Abnahme bis auf 8 Seminaristen;> seit 5 bis 6 Jahren ist der Andrang zunehmend, so daß in diesem Jahre 16 Zöglinge aufgmommm sind und viele «egen Mangel an Raum zurückgewiesen werten mußten. Die mit dem Seminare verbund^re Elementarschule wurde in früheren Jahren jvon sehr vielen christlichen Schule«, zumeist aus den höheren Ständen besucht. So betrsrg das Schuldgeld, welches der Anstalt im Jahre 1833 von den Elementarschülern zustoß, nicht weniger als 1113 Thaler 25 Sgr. Durch die Einrichtung mehrerer evangelischen und der Realschule indeß wurde diese Einnahme nach und pach sehr reducirt. Dazu kommt noch die Sucht, die Kiuddr recht frühzeittg der Elementarschule zu entreiß« und hie in großen Städten umstchgreifende Unsitte mancher Israelit«, die sich schäm« ihre Kinder in die israelitische Schule zu schick«. - ip'vv' d”-oj "Doi I

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