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Der israelitische Lehrer · 1863-02-05 · 6 (5.2.1863) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
3 (1863)
Issue
6 (5.2.1863)
Date
1863-02-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich S2 Nummern. Prei« des Jahrgangs t Thir. — t fl. 45 ft.. Bet frankirter Zusendung unter Ikreuzband 2 fl. 12 kr. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Der üriieM-iclie Felirer. Anzeigen zu 1 Egr. di« Petitzcii!. Aufnahme in dil Lehreroacaiuenlift! S Sgr. Einsendung»!! entweder direkt an der verantwortlichen Redakteur oder an die Derlagsha^idlung. Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindeleben des Zudenchnms. Herausgegeben von I. Sllingenstein, Ignaz Lehmann und A. Treu. N°. 6. Mainz, den 5. Februar 1863. (yritlsr Jahrgang.) , Professor Dr. Älerander Haindorf und das israelitische Lehrersemiuar zu Münster (T•) „Laßt fahren hin das allzu Flüchtige! Ihr suckt bei ihm vergebens Rath I In dem Vergang'nen lebt da» Tüchtige, ~ Verewigt sich in schöner Thai.* I. Als wir im vorigen Jahrgange 'Jit. 22 dieses Blattes die Trauerkunde von dem Hinscheiden des Mannes, dem das iSrael. Schulwesen Rheinlands und Westfalens Dasein und Förderung verdankt, brachten, ward zugleich eine Biographie in Aussicht gestellt. Wenn wir nunmehr an die Ausführung des Versprechens gehen, so müssen wir die geneigten Leser bitten, keine ausführliche Lebensbeschreibung über den Allverehrten zu erwarten: einerseits haben bewährte Meister einer solchen Arbeit nnS überhoben, (Herr Honcamp in KleinS Schulbibliothek, der verstorbene Dr. S. Friedländer *) in der „historischen Denkschrift, der Verein für Westfalen und Rheinprovinz" (Brilon 1850 (5 Bogens und endlich Levin Schücking durch den geistreichen Nekrolog (Köln. Ztg. vom 6. Nov. 1862); andrerseits würde auch der Raum dieses Blattes zu einer bloßen Biographie zu enge Grenzen gestatten. Es ist die Hauptaufgabe „des iSrael. Lehrers," feine NamenSgenofsen auf dem Gebiete ihrer Wirksamkeit heimisch zu machen, sie in der Ausübung ihres hohen Berufes im Dienste der Menschenbilhung überhaupt und besonders als Lehrer unserer Religion! zu fördern; hier sollen die Lehrer erfahren, auf welchen Wegen sie in den Besitz der nothwendigen Bildung und Wahrheit gelangen, um das richtige Maaß derselben der jüngeren Generation in rechter Weise mittheilen zu können; cs soll in diesem Lchrerblatte davon Kunde gegeben werden, in wie weit und durch welche Mittel *) Dr- Friedlincer war von 1846—1853 Lehrer am Haindorfschen Eeminare. der Lösung der hohen AufdieseS sich gegenseitig bedingend und sich ergänzende Doppelstreben gelungen ist, und endlich welche Männ/r, von edler Begeisterung angetrieben, sich gäbe gewidmet. « Haindorf gründete zu einer Zeit, da/ cs so traurig mit dem Schulwesen in Israel aussah, da/unsere Jugend fast noch nirgend eine von einem iSrael., fachmäßig-gchildetcn Lehrer geleitete Schule besuchen konnte, eine Anstalt, darin sich iSrael. Jünglinge ^würdig' tut» zeitgemäß zum Lchrerfache vorbereitcn sollten t er rief dps iSrael. Lehrer« . seminar z^i Münster ins Leben Zwar war der Impuls von anderer Seite und zu einerst anderen edlen Zwecke gegeben, zu dessen Werkzeug Haindorf als würdig auSersehcn war, - aber in des Meisters Hand |inb Geist erweiterte sich das Minderwicbtige zum Wichtigstes. Die an ihn ergangene Auf; forderung mitzuwirken an der materiellen Hebung unserer GlaubcnS-Brüder durch Beförderung des Handwerkes und der Kunst, unter denselben benutzte er weislich zur Hebung des geistigen, sittlichen,, und religiösen Znstandes in Israel; um diesem den weit größeren Schatz!der Bildung zu gewähren. Daher richtete er sein Hauptaugenmerk auf die Pflege des§ Schulunterrichtes i der Professor Haindorf erkannte cs, daß ein guter Elementarunterricht die einzig richtige und feste Basis aller weiteren Bildung fei. Welch ein trauriges Bild bot aber der Jugendunterricht bei den Israeliten in nicht die Kraft und den edlen Willen des dern, der vor dem Vorsatze, ihm Lebensfrische, volle Kr verleihen, nicht zurückschreckt« me,? Von iör. Elementar-Leh:ern ünd Schulen konnte nicht die Rede sein. Mögen sich auch Elementarschule ihres Ortes damaliger Zeit? Müssen wjr Mannes bewunjeneö Bild utnzugestalten und Blüthen einzelne Jung didakttschem Wege zu tüchtigen Lehrern rmhsam durchgearbeitet haben, so warm daii doch höchst seltene Fälle. Die iSrael. Jugend besuchte in >en. besten Fällen die christliche und Früchte zu Inge auf authowo sie zur H»th etwas Lesen

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