Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 3 (15.1.1863)
- Date
- 1863-01-15
- Page
- Seite 11 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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11 prägte religiöse Richtung zu kennzeichnen, sondern er wollte nur ein Individuum mit moralischen Gebrechen verurtheilen. Die Exzählungen werden gewiß mit Interesse von Jedermann gelesen werden, und machen wir besonder« unsere Herrn.Kollegen darauf aufmerksam, daß sie die Schriften de« Verfassers ihren Schulbibliotheken eiuverleiben Wir klagen über den Verlust der unwiderbringlichen jüdischen Gemächlichkeit — in Krämers Schriften finden wir ein Stück dieses verloren gegangenen Gutes wieder. Dr. L. Stein, da« Parlament der Volksgetränke, gehalten in der Frsthalle zur MitternachtSzeit Nachklänge zum ersten deutschen Nationalschützenfefte in Frankfurt a. Main. Franks, bei Auffarth. Obwohl dies Schriftchen gerade nicht in da« Bereich unserer Zeitschrift gehört, können wir uns doch nicht versagen, unsere geschätzten Leser zwar etwas post, festum, doch immer noch früh genug, auf den hohen Genuß aufmerksam zu machen, den dasselbe bietet. Der hochgeehrte Verfasser versteht eS, edle Frucht in kostbaren Schalen zu bieten/ und so ist auch dies Schriftchen wieder reich an wahrhaft poetischen Schönheiten, und verkörpert die Ideen der „Einheit und Einigung," die durch d. B. Schriften und Predigten als Grundton ziehen, in edelster Weise. L. Correfpondenz Nordeck bei Marburg, 29. Dez. 1862. Die Versammlung Oberhessischer Lehrer hat am 24. d. M zu Neustadt — nicht zu Kirchhain, wie ich Jhnkst früher schrieb — stattgefundrn. Von dm 21 Lehrern unserer Provinz waren 13 anwesend. Nach angemessener Ansprache deS Herrn Haufe aus Neunkirchen, welcher mit dem Zustandebringen der Conferenz von den am 29. August in Casiel versammelt gewesenen Niederhessischen Collegen beauftragt worden war, wurde derselbe zum Vorsitzenden und Haas aus Ziegenhain zum Schriftführer mit Stimmeneinheit gewählt. Der Vorsitzende erstattete nun Bericht über die Beschlüsse der Cafseler Versammlung und legte eine Abschrift von deren Petition an Kurfürstl. israel. Vorsteheramt zu Eassel vor, in welcher diese Behörde ersucht wird, dahin zu wirken, daß den iSr Lehrern der Charakter von VdlkSschullehrern ertheilt werde. ES wurde diese Petition mit wenigen Abänccru.ngen auch an Kursürstl. israel. Vorsteheramt zu Marbu g adgcschickt. Ftrner wurde beschlossen, daß alljährlich eine Hauptconfereüz der Lchrer Oberhessens abgehalten und dahin gewirkt werden soll, daß die Lehrer der einzelnen Kreise öfters Persammlungen veranstalten. DaS Resultat der Berathungen soll, je nach der Natur der Sache, ourch den „israel. Lehrer" oder die Kurh. Schulzeitung veröffentlicht werdm, daher die Lehrer beide Blätter lesen müssen. Auch soll den Lehrern der Classm Fronhausen und Borken für die in ihren Petitionen ihren israel.Collegen bewieset» amtsbrüderliche Liebe und Humanität die gebührende Anerkennung werden, und zwar der Tlasse Fronhauscn durch eine Dankadresse, und der Classe Borken durch ein Inserat in der Kurh Schulzeituug. — Schließlich wurde noch der Wunsch ausgesprochen, daß die jüdischen Lehrer sich an dem Unterstützungsvereine betheiügen möchtm. Nach dem Schlüsse der Beiathungen saßen die Lehrer traulich zusammen. Erhei »mb war eS, wie dir^l eren Collegm von den Schwierigkeiten bei tritte, und von benKämpfen, diedama von den Opfern, die Welcher Unterschied zwischen „Sonst" und Jetzt?" Ge- 'wiß dachte Jeder: „nn Auf Antrag Han angmommen, wobei die tragen! Ihr aber Coll Hanau, schaaret auch Büdingen, 31. Lehrerberufes bei hrem Amtsans durchgekämpft. gebracht werden müßten, erzähltm, ix1? mpn bh* se's wurde nach dem Vorbilde der Niederhess. Versammlung ein allgemeines „S ch m o l l i S" Biergläscr die Runde machten. Möge ynsere Dersrmmlung wachsen und gute Früchte ' :gen aus den Provinzen Fulda und ihr euch zusammen! Zur Wahrung unserer Interessen lasses uns vereinigt wirken! mm«1? mpn m B. Plant. Dez. Gestern waren dahier auf Einladung des Ünterzieichneten eine Anzahl Welterauer israel. Lehrer vcrsammilt, um zu berathen, welche Schritte zu thun wären, um bli > im Betreffe „des israel. ReligionSfchulwesenS des Großh Hessen" von Unterzeichneten erlassene Petition bei hoher zweiter Ständekammer durch gemeinsames Handeln zu fördern. Es wurde beschlossen: 1) I. Kliugenstein ruS Odernheim als Vertreter der Rhrinheff., Herr Gottschall zu Griesheim als Vertretrr der Starke lburger und der Unterfertigte al» Vertreter der Obe chcss. israel. Lehrer sollen demnächst persönlich in Gemeinschaft bei dem StändeauSschuß fragliche Petition, so weit nöthig, interpretiren; 2) den „israel Lehre " als Organ der israel. Lehrer des Großh. H.ssen an; »erkennen und ihn anzuschaffen, lieber das Näher e demnächst. Der Beschluß ad. l) soll baldigst ausgeführt werden. O t t e n s o s e r. Aus Ungarn, m Dez. (Die Juden und die ungarische Akademie.) D e Rede, die der Akademiker August Trefort vor wenigen? lagen in der ung Akademie hielt, hat im Magyrrenlande ein so großes Aufsehen erregt, daß sämmtliche Journale Un;arn eS für nothwendig hielten, den besprochenen Gegenstank einer abermaligen Erörterung zu unterziehen Obwohl schon in früheren Jahren mit den Edelsten deS Volkes vereint die Emancipation der Juden als die wichtigste Aufgabe des V »terlandeS ansehend und im vorigen Jahre auf dem Reichs age der. Gleichberechtigung unseres Volkes warm da« Wort redend, hielt sich Herr Trefort dennoch für verpflichtet in der ungar. Akademie bei Gelegenheit der Besprechung her verschiedenen Stände Ungarns auch der Juden, wenn cuch dieses mal nicht sehr freundlich, zu gedenken. Vor allem wurden wir beschuldigt, den nationalen Bestrebungen fern zu stehen und daß, während in anderen Ländern die Juden ihre eigene Sprache*) vergessen und die ihrer Hrimath annehmen, die in Ungarn mit wenigen Ausnahme» Deutsche sind, deutsch sprechen und deutsche Bildung besitzen. ES dürfen wohl wenige Juden in jenen Comitaten in denen die Bevölkerung :ine gemischte ist, gefunden werden, welche nicht ebenso geläufig magyarisch, als deutsch und slavisA reden und weml dessen ungeachtet Herr T. unS die "1 Wohl die Hebräisch« oder di« JSdtsch-deuische? Corres.