Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 3 (1863)
- Issue
- 3 (15.1.1863)
- Date
- 1863-01-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jährlich 52 Kümmern. Preis des Jahrgangs 1 Lhlr. — 1 fl. 45 ft. Bei franktrter Zufen- Vmig unter Kreuzband/ 2 fl. 12 kr. ' Bestellungen nehme all« Postämter nutz Buchhandlungen Der israelitische Kelmr. Anzeigen zu 1 Lgr. die Petitzeile. Aufnahme in die Lehreroacanjenliste 5 8gr. Emsenbungen entweder direkt an den verantwortlichen Redakteur oder an die Verlagshandlung. Organ füti die Mchule, die Familie und das Gemeindelebei: des Zndenthums. I Herausgegeben! " " i von I. Klivgenstein, Ignaz Lehmann und A. Treu. N°. S. Mainz, den 15. Januar 1863. ^Dritter Zur gefälligen Beachtung. Man rittet bei PostbesteUons». um aenauc Titrlaugabe, in Mainz erscheinenden „Israeliten" zu vermeide». vm Äerwechslnng mit dem auch Protokoll der 3. Conferen; iSrael. Pfälzer Lehrer, abgehalten zu Neustadt a. d. Haardt am 13. Oktober 1862. (Fortsetzung.) Lehrer glauben ihn wie den handeln zu müsten und dies h nehme die Leseregeln, dann das Der Vorsitzende: E hülfe beim Ueberfetzen der Ge deutschen Sprachunterricht bealte ich für sehr gefehlt. Man Verbum und dies wird genügen. > wird aber eine mächtige Beibete und des Pentateuchs sein, K l i n g e n ft e i n von Odrrnhrim: So wohlmeinend der Antrag des College« Strauß sein mag, die Bibel dürfen wir uns nimmermehr aus den Händen nehmen lassen. Was würde auch die Gemeinde dazu sagen, wenn der Lehrer das Buch der Bücher durch ein immerhin mangelhaftes Menschenwerk ersetzen wollte? Der eine Lehrer würde das, der Andere jenes zngeben,oder wegnehmen. Wie bei der Rabbinerversammlung zu ihrer Zeit die Aeußerung fiel, daß, wenn durch Wegfall der für so heilig geltenden (hebr.) Thoravorlcsung die ThoraS aus der Synagoge verbannt würden, ein Schrei des Entsetzens durch ganz Israel gehm würde, so würde auch unseren Bestrebungen das „Beschneiden" der Thora gewiß Mißtraum zuführm. Lassm Sie die Thora "hübsch ganz stehen." W e Inländer von Estingen: Der Pentateuch soll und muß Unferrichtsbuch bleiben; allein in der ersten Klasse, wo die Echwierigkeitm des Lesens noch nicht einmal überwunden ftud, wäre er verfrüht. Bis zum umnten Jahre können nur Borübungm zum Ueberfetzen durchgenommrn und die Schüler mit einer großen Anzahl hebr. Worte bekannt gemacht werden; vom 9. bis 12. Jahre nimmt der Lehrer das 1. und 2. Buch Most durch bis Terumah, von hier aus übergeht der Lehrer Alles *) bis zum 5. Buch, für welches das 12. und 13. Jahr bestimmt ist. Dje Versammlung adoptirt Weinländer« Vorschlag. 5) hebräische Sprache. Rabbiner/Merz: Ich finde, daß in diesem Gegenstande oft rin reibt unnöthiger Luxus getrirbeu wird; manche Tpo WD’empi nrw rc.? (Red.) wenn die Suffixen gehörig erngeübt > werden; das unregelmäßige Verbum nimmt viel Zeit und Kraft in Anspruch, und ist sehr schwierig. Frank aus Landau: Das Wichtigste scheint mir, den Schüler mit einer großen Fülle von Wurzelwörtern bekannt zu machen. Weinländer ausEssmgen: Was versteht man unter Leseregeln? Die Lehre von dm Consonanten, Vocalzelchm, Dagesch, Metheg u. s. w.i Davon spreche der Lehrer gelegentlich des VorkvmmmS bei der Uebersetzung. Vergessen wir nicht, daß der hebr. <s Sprachunterricht in der iSrael. Elementarschule nichts sein lann, als ein Vehikel zur Erleichterurig des Uebersetzens Dazu ist nothwendig, den Schüler mit dem Pronomen, mit den Suffixa bekannt zu machen, das Hauptwort m.t letzteren dekliniren und das regelmäßige Verbum conjugiren zu lasten. Das darf und muß genügen und zwar ist dieser Gegenstand nur für Knaben. Die Versammlung nimmt W e i n l ä n d e r S Antrag an. 6) Relijfionslehre. Rabb. Merz theilt Proben einer von ihm begonnenen Abkürzung, rrfp. Auszug aus dem Johlson'schen Katechismus mit, welche fürjbic nächste Cotrferenz entgegen genommen werden, wo es sich erst um Methode und Bücher handeln wird. Der Schriftführer: Die Religionislehre hat nach, meiner Ansicht mit dem *8. Jahre zu begin ren, bis dahin kann nur hier und da einer der Kernfpiüche der Bibel mrmorirt werden; in diesen frühesten Schuljahren sei man.