Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 24 (15.12.1862)
- Date
- 1862-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jährlich 24 Rummrrn am 1. und 15. jedrn Monats. PrriS 1 Tblr. oder 54 kr. balbjährig. Isl'rreMsclie Anzeigen zu 3 kr. oder 1 Lgr. die Petitzcile. Bcskcllungrn nelmen alle Buck'bandlungrn und Poslämtcr an. Ein Lrgau für die Schule, die Familie uud das Gemeindelxben des Judenlhums. .Herausgegeben V VN I, Klingenstein, Jgua; LeKniann und A. Trcn. N°. 2/t. Mainz, den 15. Dezember 18G2. iarb. ru? , ' Mit dieser Nummer schließt der 2. Jahrgang unserer Zeitschrift. Mit dem 1. Januar 1863 wird der „Israel. Lehrer" seinen Jahreslauf zum dritten Male beginnen, und von da an, um vielseitigen Wünschen zu begegnen, wöchentlich, ein halber bis dreiviertel Bogen zu dem seitherigen Preise erscheinen. Eine Fluth von äußeren Hemmnissen uns unliebsamen Störungen Hessen wir nun mit Gottes Hülfe glücklich beseitigt zu haben In Folge des mehrmaligen Verlag«- wrchselS hatten wir im vergangenen Jahre oftmalige Unterbrechungen in der Versendung lebhaft zu bedauern. Wir können den Freunden unserer Sache die Versicherung geben, daß AehnlicheS nicht mehr verkommen wird, und daß unser Blatt regelmäßig durch jede Post und Buchhandlung bezogen werden kann. Jede weiterrStörung wird sicherlich vermieden werden. Wenn wir so äußere Hemmnisse endlich glücklich beseitigt haben, so dürfen wir erwarten, daß wir von denjenigen, welchen unser Streben vorzugsweise ^geffewidmct ist, von unseren Amtsgenossen, eifrig unterstützt werden; dürfen wir hoffen, daß die Lehrer in Israel eS nun auch als ihre heilige und unabweisbare Pflicht erachten, fiir Erhaltung. Kräftigung und Verbreitung ihres Organes nach Möglichkeit thätig zu sein. Heute, wir bei Gründung unsere» Blatte« erachten wir es als die vorzüglichste Aufgabe desselben, sür die Hebung der jüdischen Schule und Vrrbcfferung der Lehrerverhältniffe nach allen Seiten hin zu wirken. Der Fortschritt der jüdischMSchule aber muß von den anderen Faktoren deS jüdischen Lebens — Synagoge, Gemeinde und Familie — getrage i, unterstützt und gefördert werden. Darum ist cs nöthig, daß unser Blatt, um seine Aufgabe ganz erfüllen zu können, auch von Nichtlehrern gelesen werde, auch in andern als Lehrerkreisen Eingang finde, damit Alle Kenntniß .haben von dem Streben und Kämpfen dcS Lehrers, wie von dem, was-der Schule Noth thut. — Wir baden die Vereinigung und Hebung des ganzen deutschisraelitischen Lehrerstandcs im Auge, weil wir nur in dem Fortschritt cer Gesammthcit den Fortschritt der Einzelnen gesichert glauben. Wir suchen die Gründung von Provinzialvercinen nach Möglichkeit zu unterstützen, und betrachten unS als daS Orgatu der bereits bestehenden, lebendig sich gliedernden, erfreulich fortschreitenden Confcrenzcn, deren Fortbestand ohne ein den Gesammtorganismus repräscntirtndeS-Blatt unmöglich, und deren Interesse mir aller Hingebung zu wahren unsere erste Pflicht i>:. Wir hoffen daher mit Zuversicht, daß bald unser Blatt auch von Allen als daü Alle geistig,vereinigende Baud anerkannt, und freudig begrüßt werde. Wir erfreuen uns der thätig^n Mitwirkung eines TheilS der Edelsten und Besten unter den Lehrern; wenn wir nlln auch dem weitaus größten Thrilr de«. Lehre^standeS bis heute noch zu wenig Dank verpflichtet sind, und unS unser Unternehmen sehr bedeutende Opfer auferlegte, die wir dauernd unmöglich bringen können, so glauben wir doch immer noch erwarten zu dürfen, daß der so zahlreiche isracl. Lehrcrstand unS fernerhin unterstützen, und der Erhaltung dcS einzigen, besonders der Förderung seine« Berufes.und seiner äußerer Stellung gewidmeten Organes das kleine Opfer bringen wird, daS wir fordern müssen, um den Fortbestand de« Blattes zu sichern. Wir verlangen, daß die gesammtc deutschisraelitische Lehrerwelt ihr Organ liest, unterstützt und verbreitet, aus daß der Schule ihr Recht werde als Verbreiterin des Lichts, der Religiosität und des Fortschritts^ und die Lehrer anerkannt werden als da», was sie sind und sein müffen — der bedeutsamste Faktor im religiösen und CulturlebrndeS Judenthums der Gegenwart und drrZukunft.