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Der israelitische Lehrer · 1862-10-15 · 20 (15.10.1862) · p. Seite 156

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
20 (15.10.1862)
Date
1862-10-15
Page
Seite 156 (sequence 8)
Language
German
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I I mrinden unter 3000 Serien, als Minimum, einen fixen Baargehalt von 350 fi. einschließlich der zu 12 fl. veranschlagten Dienstwohnung jährlich zu beziehen hat. In vielen Stadt- und Landgemeinden der Pfalz, wo bekanntlich schon seit längeren Jahren Beiträge zum Gehalt der jüdischen' Lehrer aus der politischen Gemeindekaffe verabreicht werden, würden in Anbetracht dieser, dm israelitischen, oft unbemittelten Gemeinden schwer sallmdcn, Gehaltsauflagen, auf sehr tynnaner und nachahmungswürdiger Weise, wieder fernere Zuschüsse zu obigem Zwecke bewilligt und sogar an einigen Orten die ganze Ausgabe für die iSrael. Schule aus der politischen Kasse zu zahlen übernommen; ‘ was um so anerkennswerthcr, ist, da sie hierzu gesetzlich nicht verpflichtet sind. B W. in L. | II tu f d> a u. i- .Das „Frankfurter Journal"' entnimmt der „N. H- Zi" folgende auffallende Notiz: Aus guter Quelle erfahren wir, daßdem neuen Bcreinigten-Staaten Consul in Basel das Exequatur nicht eher ertheilt wurde, als nachdem er sich lcaitimirt^hatte, daß er.kein Jude ist. Warschau, 30. Sepl. Ein im Dzicnnik gestern publicirtcr kaiserlicher Ukas ertheilt jüdischen llntcrthanen im Königreich die bisher nicht gehabte Erlaubnis, Pharmaceuteu zu werden und Apotheken zu halten. Ferner sollen die jüdischen Chirurgen in den Jnnungövcrband ausgenommen werden.' London. ' Lach Montcfioro, die ihren für das Judenthum mit so vieler Hingebung wirkenden Gatten Sir Moses Montefiore auf senken Reisen nach Palästina, Syrien u. s. f. begleitete, ist im Alter von ünigen siebenzig Jahren gestorben. Frankfurt, ,'30. Scpt. Die israelitische Realschule der hiesigey Gemeinde ist von dem jüngst verstorbenen Rentier Lo.u is Lo t m a r mit einem Vermäcktniß bedachf worden, das ein sprechendes Zeuzniß von dem hohen und warmen Interesse gibt, das der Verewigte der Bildung unserer Jugend zuwendcle, wie der kmnißreiche Mann bekanntlich auch für seine eigne wisienschaftlichc Fortbildung bis a» sein Lebensende unablässig bemüht war. Es hat derselbe der Schule' erstens 5000 fl. vermacht unter der ansdrücklicben Bedingung, daß .dieselben nicht der allgemeinen Cchülkasfe zu gute kommen, sondern der Zinsertrag alljährlich für irgend welche Verbesserung des Unterrichts oder des Unterrichtsmaterials zur besonderen Verwendung komme. Ferner 1000 ff. hat derselbe dafür bestimmt, um im Verlauf von 20 Jahren zur Anschaffung von guten Geschichtswerken verwendet zw werden, die auch zur Lcctüre und zum Selbststudium für die Heranwachsende Jugend geeignet sind und endlich ist noch eine Summe von 1000 fl. der Creizenachftiftung zugewiesen, die bekanntlich für die Unterstützung von Wittwcn und Waisen verstorbener Lehrer der Anstalt bestimmt ist. Der schöne Sinn, von dem diese Vermächtnisse eingegcbcn sind, wird dem Dahingeschicdencn nicht nur die Dankbarkeit der Bethciligtcn, sondern auch in weiteren Kreisen die gebührende Anerkennung und vielleicht noch die wünschcnSwcrthc Nachahmung zuwcnden. Lehrervacanzenlifte. Einmalige Ausnahme 18 kr. — 5 Sgr. Erledigt sind: 1) Die obere isracl. Schulstcllc zu Jugenheim in der bayr. Pfalz: Gehalt 535 fl. 54 kr., einschließlich eines sehr billig taxirleu Ackerlandes und der Vergütung für Wohnung, 'Heizung und Chorleitung. Bedeutende 'Nebenverdienste sind ermöglicht. (Blos für geb. Bayern.) Anmeldungen bei König!. Bürgermeisterei allda. 2) Die Vorbetcr und Lchrcrstcllc zu Heßloch, Krciö Worms in (Rhcinbeffen), mit 230 fl. Gehalt, freier Wohnung (Garten) Heizung und 'Nebenverdienste. 3) Die isracl. Rcligionslehrcr- und Vorbeterstelle zu Wallertheim, Kanton Wörrstadt in Rheinhrssen: Gehalt 200 fl., freie Wohnung ünv Heizung, Ncbenmrdienste; der Lchächtcrdienst trägt liOfl. Mcleungcn bei Herrn Rabbiner vr. Rothschild in Alzey. Ich suche für den Lehrcrlcscvcrein „Mendelssohns Jerusalem" (im Buchhandel-vergriffen.) Gegen Thlr. in Nachnahme darf cs mir (durch Buchhändler Gelegenheit au unseren Verleger) alöbald zugeschickt werden. K (ingcnstcin. Zur gefällige» Veacktung! besonder« für preußische Lehrer. Um allen Klagen, als sei unser Blatt bei dieser oder jener Post unbestellbar, ein Ende zu macken, tbeilt Unterzeickneter mit, daß dasselbe unter: „Israelitischer Lehrer Rr. B- 253 Darmstaül" in dem Zeitungs-Preiseournant aller Posterpcditioncn eingetragen ist. — Bei ungenauer Angabe des Titels mag es allerdings verkommen, daß Bestellungen von der Post zurückgcwitsca werden, wcßbalb tvir unsere geschätzten Abonnenten bitten, dies« Roti, itn Kreise ibrer Bekannten-verbreiten zu wollen. Schließlich sei beillcrkt, daß das Abonnement durch die Post vorzuziehen, da durck dieselbe die Versendung am pünktlichsten unk einfacksten. V. Briefkasten. Lehrer M. in \Y. Dank für die liebevolle Nachfrage und der schönen Beigabe. Alle« gut! — Lebrer K. in G. Bitte um Sntsckuldigung, daß meine Retoureine Vorbci-Fabrt war, mußte weiter. Herzl.Gr. — K. in O. Erkalten? — T. Herr A. K. in Sp. Im nächsten Blatte. — A. E. in J. Mehr! Mein lieber B. A. Bist du böse? Solltest du Nickt begreifen, daß so schwierige Lagen zuweilen unwillkürlich fortreißcn? Ick bin, bei Gott I noch der Alte; aber das, was ick Dir schrieb, ist Wabrbeit. Bald ein Brieschen Deinem K. K. Verantwortlicher Redakteur: I. Kling tust ein in Odernheim in Rheinbeffcn; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buckbandel: in » Commission bei E. L. FFitzsche in Leipzig. Druck von I. Gottsleben in Mainz. i

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