Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 16 (15.8.1862)
- Date
- 1862-08-15
- Page
- Seite 124 (sequence 8)
- Language
- German
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124 Wollten nur andeute«, wie viescitig die Aufgabe eines jüdischen Semiuarlehrdrs ausgesaßt werden kann. Tarum, und auS-dem vorhin angegebenen Grunde fordern wir vor allem die Berücksichtigung jüdischer Lehrer hei Anstellung an jüdischen Schulseminaren. Man wird uns vielleicht „intolerant" schelten; allein in dem freudigen Bewußtsein auch' ni^t riirr Spur dieser von uns im Gegentheil verabscheuten Sjnnrsrichtung in uns zu finden, beruhigcn wir »ich in dein Gedanken, nur eine Ueberzcugung ausgesprochen zu haben, die in den äußeren Zeitverhättnisten ihre Grundlage bat - Tic Redaktion. Aus Milttcrstavt, In unserer schönen Pfalz fallen die evnfessiouckcn Scheidewände immer mehr. Unsere humane Regierung hat abermals ein Beispiel gegeben, daß sic ^cn Grundsatz: „gleiche Pflichten, gleiche Rechte" zur Turchsihtung zu dringen beflissen ist. Herr Haas aus Lndwigühafeu, Jahrelang zurückgesctzt, wurde vor Knrzm zum Einnehmer nacl> Münsterappel ernannt. Möchte unsere Zit die volle Gleichberechtigung immer mehr zur Wahrheit machen. — Die 'iSrael. Gemeinde dahier hat den Gehalt ihres Leb res freiwillig abermals bedeutend erhöht, was dankend anerkannt werden muß. Tie-Ettlle war im Ja Iw jSfij mit ca. 170 fl. ausgeschrieben-, und der seifige Gehalt beträgt mehr als <stl»0p. — Gin Slrcir zwischen zwei Parteini der Gemeinde wtlrdc dnrcl' den zum Friedensslifter benisencn Rabbiner März von Dürkheim glücklich beigel.gt. Lcbrer Bnrinann. u m f di a M . — Die iSrael. :llclizionsgemeinde Tdernhcim bat dem Lehrer Klingcnstcin seinen Gehalt ^urck eine persönliche Zulage von jährlich 44 il. erhöht, so»daß derselbe jetzt, einschließlich der Vergütung tür Wobnnng und Schulbcitzung — LOG Gulden bezieht. — AuS Westfalen in an das Abgeördnetenhans in Berlin e ne Petition, betreue die Einführung nicht co nr ef ki e n e l le r Volk? s ch n l en. abgegangen: „Hohes Haus d.r 'Abgeordne en! Tic Unterzeichneten .stellen., ebrerbutigst eeie Antrag, das hohe Haus wolle bei der B.ralbung des Ui.terrichtsgesetzes felgenden Satz zur Geltung bringen; „Tie Volksschule soll ein von allen kirchlichen Lebrbegrifscn unabhängiges Institut sein; in welchem jeder'Bürger die ihm als Mcr.schen und künftigen Staatsbürger uncnrbehrliche iutellectuclle,' religiöse und moralische Bildung erhalten kann! — — Aus Marmowos-Sjiget zDesterreich), das bekannt lich zum großen Lhcile ein Raub dcrZflammcn geworden, wird geschrieben: Tie'Aufregung gegen die Juden, aufgefundenar Zündstoffe wegen, ist belorgnißcrrcgcnd. Zweirglc : verhinderte das entschlossene Auftreten besonnener Männer! die Wuthausbrüche gegen Israeliten. Tie Bevölkerung! wurde mittelst eines Placates durch Iren königl. Eommistar \ ernstlich ermahnt, sich jeder Gcwaltthar zu enthalten, und der Gerechtigkeit ihren Lauf zu lasten. Das Gesetz-wdrdc! die Schuldigen zu strafen wissen. Es kamen nämlich unser! 10 Fenersbrünsten 9 bei Juden aus, die chan beschuldigt, verschiedenes Gesindel in ihre nichts weniger als feuerfesten Wohnungen ausgenommen zu haben. Drody. Der „Neuzeit' wird grschriehen: „Aus Requisition des Pfarrvicarö wurde Veit bei Israeliten in Ber Wendung stehenden christlichen Dienstboten abermals aufc etragen/ den Dienst zu verlassen, und verboten, bei ISrae itat zu speisen. Die städtische Polizei, ein Organ ees Gemeindeamtes hat die Epeenlion dieser Maßregel übernomme u. Köln. Bekanntlich ist vor einem Bierteljahr en Mann — Christ — als vermeintlicher Jude und Räubw von Christenkindern scandalös mißhandelt worden; sechSzel n Individuen standen deßhalb vor dem Strafgericht; 2 wn: den zu je 2 Monaten, 7 zu je 1 Monat Gefängniß mrnetbeilt; die Uebrigen wegen mangelnden Beweises sreigesproelw' t. — In Weimar wurde am 23. Juli auf ihr Ansnchln eine Christin durch den Obcrrabbincr von Eisennach (11 r. Heß) ins Judenthum ausgenommen. Warschau. Der jüdische Banqnicr Rosen ist ztun Mitglied desStaatsrathsfür 1602 ernannt. — WielopolSIy hat einer Sitzung der Regicrungscontmistion des Innern präsidirt, wo die Instruktion für die Durchführung dies ^ndencinancipatwnsgcsctzcS fcsigeftcllt wurde. Tie lästige und inhumane Tsgzcttelabgabc für auswärtige Inden kommt auf Anregung d.r Regierung und Beschluß deö St.aalöraths voui 1. Januar an im Wegfall. . Dacanzenliste. tz. <v~ Einmalige Ausnahme isj kr. — 5 Sgr. : Erledigt »ft: Die iSrael. Retigionslchrcr- und Borbclerstellc zu Wallertheim, Kanton Wörrstadt in Rhcinhcssen: Gehalt 200 1., freie Wohnung und Heizung. Nedcumroienfte; der Schä hlercienst trägt tzO fl. Meldungen, bet Herrn Rabbiner Ir. Rvthsckild in Alzey. Bemerk,»»«en mio «,r»erka,»en. In pcri«ft Dt'ummtr, S. III. In tor 9>o» imt.n fiU m> fetijiltK: »ciüos Lkhr-!,nd vtslbuch d,s Hcoraiich.i-. Tic 2> mrifarg auf E. lflt, H. >\ e. «fbi'rt zum lüoiKrfajr. jfrerr s. St. IN Jyr. in 2L. Ihre Snitnrt’, Bii« vom 9tc». v. I. bäte irf> am 2(1. I „ ll (. erba!- te». W.rd umgrdonb zu Ibrrr Luirirdcndrii etlrdigl wnke». — Petr v v. in K. b. B, Auch I 'Xe itittr.n« nebst 'Ltits vom 27. i'n. babf itb je'ft.— a« 9. Inli — comrtrt rihalim. — Hnr Aadbiaer Pt.r Aik^iitioNkU tönnon nur auf^cnomm.u wettkn, wenn uns die Schilft litgt, oder die ^uvnläffiqkeii de« Rec.nsenien uns b.-ksuni ist. 2icr..nt>rcr!lichtt Mdatttax: .H 1 mg f nitti n. in Cccrutjfim in Rbembesten; Selbstverlag dir Reduktion: ,Zur d,n rviollandrli in -. ttommikfien bei tz. V. A.rinsil'e in Veipzig. — Xritrf ton I. Gerr-tebe» in 2'fijnz. 4