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Der israelitische Lehrer · 1862-08-15 · 16 (15.8.1862) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
16 (15.8.1862)
Date
1862-08-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jälrlidi 42 Sutrtmrrn „m 5. unk 15..;ct<n. JCcuat*. 5tri4 i 2Mr. etfr 44 fr. b^bjabrig. Dcr »rrreMürKe Lellrrr. Anzeigen zu ä kr. ot,r I Lgr. die Petttzeile. ' ^csttllungcn nebmen alle Buchbandlungen und Postämter an. Lin Organ für die Schule, die Familie und das Gememdc^ben des Jndenthnnis. Herausgegeben I. ftliitficittfetn, Ignaz ifchntami mit '21. Treg. A°. 16. Dtainz,> den 15. August Berichr über Die achte Bcrsammluug Israel, ^rhrrr in Nhkinhejstu, abgehaltcu zu Alzey am 19. Juni 1tZ62. j Der Tag, auf den sich manches Lehrerberz freute, mir 1 angebrochen. Als wir uns zum Gange nach Alzen, dem Mittelpunkte NheinheffenS rüstekcn, durften wir hoffen, eine recht zahlreiche Berfammlung zu begrüßen. War ja feit der letzten Konferenz mehr als ein Jahr verflossen; tas Wetter angehend/ vrrjpracl'cn ja die Berhgnelungc» das Wichtigste, die Lebensfrage dcr Schule und dir Lehrer einen Schritt weiter zu führen. | - Wir wurden bitter enttäusch!. Bon den; rheinhrffifchcn - Lehrern rvarcn nur Folgende 9 anwesend: Branders arrö Wörrstadt', Frirdbcrg aus Nicberwiesen, Herzog aus Framersheim, Hirsch aus GunterSblum, Klingenstein ans Oternheim,'Marr aus Alsheim, Oppenheimer aus Flonhciur, Oppenheimer aus Gan-Böckclhcim, Wrietheimcr aus Schornsheim. Aus Startenburg waren gekommen: die Herren GottfckaU aus Griesheim und 'Nathan aus Gernsheim. Außerdeur erfreuten wir uns noch besonders zweier lieben Gäste aus der bäurischen Ps„lz, zweier Männer mit allzeit warmem Znleresfe für Alles, was dic Sckule und die Lehrer betrifft, der Herren <>. Lehmann, Inhaber der Handelsschule und Knabenerziehnngsaustalt und Mitrrdakt^nr dieser Zeitschrift, aus Neustadt a. d. Haartt. und I. Sutzbacher ans Kirchheimbolanden. Wir wären also im Ganzen 1."» gewesen, eine ominöse Zahl! wenn nicht Herr Lehrer Pfeifer ans Alzcu unserer Bersammtuug den ganzen Tag über beigewehin Härte. Doch was thut die Zahl? Die Gekommenen niarcn beseelt von gutem Geiste, erhoben dura, den Gedanken, daß \ dcr Lehrer in seinem Streben und Hoffen nicht znrückgehcn, nicht stille stehen darf. Und gehört .auch eine außerordentliche Kraft des GemüthS dazu, zu stieben > nnd zu hoffen als hessischer Lehrer in einer Zeit, wo'eben; nur in Hessen kein Hauch sich bewegt, der Besseres hrrbeizuführen geeignet wäre, —t während ring« tun uns herum die Bewegung herrscht; — wir, die Lehrer — stehen auf unserem Plaue. Mögen die sich ins Gewissen schatten, die an die Spitze gestellt sind, nnd die in selbstsüchtiger Bcrblendung denken: rvrv ovrr et*. Sic schweigen, wo sie sprechen sollten. Sic scheu nicht, wie die jüdische Schule,, also die Grundlage unserer Zukunft nur noch jämnicrlich vegitirt. die Geschichte wird richten über sie. Wir wollen unseren iLonsercnztag zeichnen. Der Präsident eröjsnctc die Verhandlungen' mit einer kräftigen Ansprache, in welcher er den Unmuth über den schlechten Besuch nnd die schlechten Arrangements *) zu ver- *J Es i'iitb uite niedrere Zuschriften über diesen Punkt zugrkomm n, in welchen mit harten Worten Klage gefühlt wirk über, die Üllzeyer jü dische Acmeinte resp. deren Borstand.und über Herrn Kantor Hembach, der uns iin vorigen gahre in Osthofen zu sich nach Alzey ehigeladen hatte, und in reffen Haus die Konferenz abgehalten werten sollte. Wtr baben authentische Mittbeilungc» erhalten, daß den Vorstand in dieser Zache nul t eie geringste- Schuld trifft, daß deiselbe «n Segen tbeil sehr aufgebracht über Herrn Heinbach war, weil er < Hetnbach> nickt, nie es seine Pfticht gewesen wäre, dem Botstande Mittdeilung davon machte, daß eine solche Konferenz in Alzen staitnaden solle. Der Porstanr halt: nicht die geringste Kenninist von ter Sache, erfuhr Lderhauvt erst ^fällig am Tage ter bonferen; von teiselben: er würde ioust seinerseits vielleicht bester« Bork brungen geirenen baben. Was nun die jedenfalls „nonchalanle Behandlung/' viellc.cht an:!- ras ab sichtlich geringschätzig sein sollende Benebinen des Herrn Kantor Hönbach betrifft, so finden wir riest durchaus nicht io besr-lindend, sonterri Herrn Heindachs Stellutig gerade angemessen, und halten den Gegensiae.r earutn für viel zu unwichtig, um dcsthalb etnc Polemik zu erösinen. Was hätte auch Herr Heindach bei uns thun «ollen? Wir sinken cs ganz natür'ich, dast er sich aus dem Staube machte. Herr.Heinbach isi nicht als e'flrrr, sondern als Kantor und Schächter in Älzeu angefttllt. Das 0ehren isi bei ihm Nebensache, singen und schachten Hauvksache; und e»- ist allerdings li ichter, Köpfe abzuschneiden und Herzkchtnalz zu nehnitn, alö Kops und fcf -z jtt erleuchten und z:> erwärmen b»r«v>-II^

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