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Der israelitische Lehrer · 1862-07-15 · 14 (15.7.1862) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
14 (15.7.1862)
Date
1862-07-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jährlich 42 Rummrrn cm 1. und IS. jedcn Monats. Prctt 1 THIr. »der 54 kr. halbjährig. Der AsrselitisM IrKrer. Anzrigrn zu 3 kr. »d»r 1 Lgr. dir Pnitzkil». Bestellung»!! r el-men alle Buckband langen , und PostLmir, an. Cm Organ für die Schule, die Familie und dos Gemeindelebeu des Judruthijms. Herausgegeben . i I. Klingcnstei», Ignaz Lehmann und A. Treu. N*. ia. Mainz, den 15. Juli I - .., 1862. Gcdarikeu über Wurde und Grulldprmcip der Erziehung. (Fortsetzung und Schluß.) i III. Wie gestaltet sich nun dieser Auffassung gemäß die Methode der Erziehung? " , NcinmcnschlicheS Gefühl, Selbstbcwnßtsein und Willenskraft sind, wie sattsam bekannt, die drei Kreise, von denen die Thätigkeit des Mcnschcngeistes umschlossen ist, und diese inögcsammt und zwar harmonisch auözublldcn, ihnen die innere Energie und Wahrheit, sowie die Fähigkeit der lebenskräftigen, von reinsten Motiven bewegten Wirksamkeit nach Außen hin cinzubilden, um cS in einem Worte auszudrücken: einen ganzen, mit sich selbst in stetem-Einklang befindlichen Eharaktcr zu gestalten, das muß, so das Werk der Erziehung ein einheitticheS, sein Ziel sicher versol^endes sein, soll, das Grundprincip und die leitende IdeebrSfelben feini ) Hier bekräftigt sich nun einerseits das oben (hdf II.) ausgcsprccheue Urthcil, daß die Erziehung für die Religion und in derselben den Vorrang vor allen anderen bczeichnetcu Methoden unbedingt verdiene; denn kein Mediuni in ckllcr Welt (baS wird jeder, der sowohl die Mcnschcnnatur als die Weise kennt, wie die geläuterte Religion sich derselben accommodirk und sie zu ihrer geziemenden Höhe hinauszuzirhen sich votsctzt, leicht zugeben), ist so ganz dazu angcthan, jenen drei Hauptpunkten der Erziehung gerecht zu werden, als eben das in seiner Wahrheit und Reinheit gelehrte Wort der Lffcnbaruna. Es würde den hier vergönnten Raum sicher/' überschreiten, dies spccicll Nachweisen zu wollen, und eS genüge deshalb die Andeutung, daß die Religionsgeschichte ein unvergleichliches Mittel zur Bildung, des hnmauen Gefühls und edler Grsinuuug bietet < zumal, wenn da» in der Gegenwart von den Erziehern gegebene lebendige Beispiel sich würdig dem von der Vergangenst Vorgcsührten airreihet), daß dir Lehre der Schrift von Gott und Menschen nebst dem vernunftgenläßen GottcSbcwußtscin auch das seiner Schwächen wie Vorzüge sich deutlich verklärende Selbsibcwußtsein weckt, und dag die moralischreligiösen Gebote und Anweisungen dem Willen, in seiner freien Subordination unter die äußere und innere Stimme Gottrö (dgß in unserer Zeit eben nur von solch' freier und bewußter Antcrordnung, nicht von blindkncchtischcm Gehorsam die Rede seinkann, braucht wohl kaum angrmcrkt zu werden) die Stetigkeit und Beharrlichkeit im Guten verleihen , welche, allen durch das Leben entgegcngethürmtcn Hemmnissen und Versnchungen getrost die Stirne zu bieten, Muth und Ausdauer genug besitzen. Jndeß, wäre eS daher wohl auch denkbar, daß eine rein an die Religion und den von ihr dargcbotencu Stoff sich haltende Erziehungüweise, wenn sie, mit Ko >f und Herz geleitet und an beide gleichmäßig sich wendend, die äußerst mannigfachen Verzweignugen menschlichen Wissens und Vermögens geschickt in ihr Bereich zu ziehen rnd je nach dem pädagogischen Erfordcrniß daS eine Gcbnt umständlicher, daS andere in entfernterer Perspective zu behandeln verstände, — wäre cS also zwar denkbar, das eine solche Erzichungsart die Aufgabe der Mcnschcnbildu ig zu lösen vermöchte, in der Wirklichkeit wird die Beschränkung auf diesen einen Punkt nur unter der Hand der ansg zcichnctsten (und darum höchst seltenen) Erziehungökünstlcr >or dem so nahe liegenden Verfallen in Einseitigkeit bewahr bleiben. | Saljcr sei die Religion, wie sie ja v>n dem Allvater in d!en geheimsten Falten des KindeSherzcnS schon eine sichere Stätte angewiesen erhielt (Ps. 8, 3) un > zun» treuesten Gefährten und schützenden Engel deü Mci schensohncS von der Wiege bis zum Grabe hi« ihm beigegebcn worden,- sic sei hie feste Basis und die begristigende Lluintesfrnz aller Erziehung in Haus und Schule, stuf welche gestützt, und in welkte cingescnkt daS riesige Gchän des WiffcnS, WollenS i

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