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Der israelitische Lehrer · 1862-07-01 · 13 (1.7.1862) · p. Seite 100

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
13 (1.7.1862)
Date
1862-07-01
Page
Seite 100 (sequence 8)
Language
German
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100 Düreau von mehreren Angestelltm hat, hissen Aufgabe nur die Wvhlthätigkrit ist. DaS find eine- »Rothschild* »ürhige Handlungen. — Der Großrach deS "schweizerischen Kanton« Argau ist hem Geiste der Zeit. ebenfall« gerecht worden, indem er die bollständige Emanchpation der Israeliten ausgesprochen. Eine 'bekannte unbedeutend« Persönlichkeit, ein. Geistlicher, soll auch jetzt noch sehr gegen dieseu Beschluß agitiren, und die Abberufung des Großraths beantragen. Seine Agitation bleibt jedoch ohne allen Erfolg. . Herr L. Goldschmidt, Kaufmann in Mainz, hat eine in den Zeitungen Rheinhesiens (ob auch im Mainzer Zouimal, wissen wjr nicht) vielbesprochene edle That auSfühstt, jfctt ihm, als einen Mann hochachtbarer Gesinnung und oer Erkenntnis der Zeitforderungcn ein ewiges gesegnete« Andenken sichern wud. I Er'hat die bcträchlliche Summe von 35,000 fl. dem Magistrat der Stadt Mainz übergeben. Die Zinsen davon sollen alljährlich an würdige und bedürftige „Elemeutarlchrer" Rheinhesiens ohne Unterschied, der Konfession vertheilt werdcJ^' Wir hoffen, daß die für uns so wichtige Klasse vonh Lehrern, die israel. Rcligior.Slchrcr, auch Theil haben au dieser Wohlthat, ja, daß sie vorzugsweise bedacht werden. Denn wir dürfen uns nicht verhehlen, daß im Allgemeinen in RhJnheffen, einer gesegneten und reichen .Provinz, die geeignete Dotirung der Schul n ein leichtes wäre, rprun die betreffenden Eorporationrn nur wollten; daß aber/in der großen Mehrzahl Israel. Gemeinden das Ausbringen! eines einigermaßcn genügendest Gehaltes sür einen RcligionSlehrer ein sehr schweres Opfer, in andepn fast oder wirklich ein Ting der Unmöglichkeit ist; daß die uieisten Civilgemcinden nur gezwungen zu Gehalten für isr. Elcmcntarlehrer cllyaS beitragen, fürRcligionSschulengarnichts thun; und daß schließlich für Minoritäten die Pflicht der Selbsterhastung zuerst immer die Sorge für das eigene Wohl erfordert. I— Die Staitt New-Aork hat 30,000 Dollars für die Errichtung eine» isr. Waisenhauses in dieser Stadt bestimmt.!—Die rheinisch-westfälische Lehrer-Konferenz am st.Juni in Esicn a. R. war zahlreich besucht, sehr angeregt und in gehobener Stimmung. Das Rährrewird der Bericht uns mitthrilcn. — Die Statuten des rheinisch-westfälischen Lehrcrver- «inS sind, wir schon in voriger Nummer von Birlesclo aus berichtet, endlich vom Ministerium genehmigt. Hoffen wir, daß die auf Grund dieses Statuts projektirte Kaffe für dienstunfähig geworden« Äehrer, Lehrer-Wittwrn und Waisen sich cims gedeihlichen MrtschritteS zu erfreuen habe. Dieses ^möglich, wenn auch, die Gemeinden g petheiligen. Hoffen wir da« Beste. — Die große Kölner Gemeinde hat sich in zwei Theil« getheilt und Herr vr. I. Schwarz hat sich zur Partei des Fortschritt« geschlagen. ES geht die Rede, als wolle die orthodoxe Partei auf die schöne Synagoge resigniren und sich auch eine neue bauen. DaS wäre in mehrfacher Beziehung ein merkwürdiges Ereigniß. — Die Gemeinde Bonn laborirt an demselben Ucbel, anzcrichtct von einer hyperorthodoxcn Parthei, der zwar sehr reiche, aber nicht die intelligentesten Gemeindemitglicder anhängcn. Den ersten Anstoß zu den Zerwürfniffen erregte ein cingcwandertcr junger Pole, nachdem er — warm geworden war. — Am 12. Juni wurden die abgehcnden Seminaristen des Haindorffchen Seminars zu Münster in den jüdischen Fächern geprüft, nämlich in Religion, Biblische und nachexilische Geschichte, Geographie von Palästina, Bibelübersetzung, in Uebcrsctzung eines CommcntarS zur Bibel und hebräischer Sprache. Die Prüfung wurde von den iSracl. Lehrern des Seminars in Gegenwart des Prüfungsaffistenten, des Herrn Lehrer Leefer aus Lübbecke vorgcnommen. Herr Lccstr sprach über das Resultat der Prüfung seine vollkommenste Znsriedcrhcit auö. Merensche Anzeigen. Iu der Hahn'grhen Hofbufhliandlung iu Haunover erschien so eben und ist in allen Buchhandlungen zu haben: Regesten zur Geschichte der Juden in Deutschland während des Mittelalters, "— bearbeitet von Dr. 31. Wiener. Erster TheiL gr. 8. 1802. geh. 1 '14 LH» In handlunz 1fr der Isaak srauf«ann's<ben -ch.. ~ □Taff pno hrbräisch - antiquarisdien Buchchirncn, und durch allr Buckhandlungcn zu brzlrben: wird besonders dan sich an der Unter stütz Brrantworrlickrr. Praktische Ausgaben zum Gebrauche beim Unterrichte ln der hebräischen Sprache für Schule» und Gymnasien von I M Aaphet, _Lehrer an der Unterrichtsanstalt zu Frankfurt a. M._ Daeauzenttfte. Einmalige Ausnahme 18 kr. 5 Sgr. Die iörarl. Gemeinde zu Emmerich am Nicderrhein sucht einen Elemcntarlchrcr und Kantor. Fixer .Gehalt 300 Thaler. Gelegenheit zu Privatunterricht ist geboten. Bewerber belieben sich zu wenden an den Vorsteher der Gemeinde. I. Rlingrnftkin in Overnhcim in Aheinhmen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in Ceuunission bei L. L. Fritzsche tn Leipzig. — Druck von I. Gottsleben in Mainz.

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