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Der israelitische Lehrer · 1862-02-15 · 4 (15.2.1862) · p. Seite 31

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
4 (15.2.1862)
Date
1862-02-15
Page
Seite 31 (sequence 7)
Language
German
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31 I ' M' Honorationen vertreten. — Bei seiner Beerdigung. schon sorgte diese milethätige Gemeinde sür die Existenz seiner zurückgelastenen mittellosen Familie in splendider Weise. Erlauben Sie mir noch ein Wort. Der Wirkungskreis der ehrsamen xff’ij? sron dieser Ge neinde ist ein zweifacher. Sie versorgt die Armuth mit ärztlicher Hilfe und Heilmitteln, und gewährt auch Fremden .in dem erst seit Kurzem organisirten und 'mit allem Nothwendigen versehenen Spitale das beste Unterkommen. , Gott erhalte sie, und laste sie auch ferner heilbringende Früchte tragen. Moritz Singer senior, aus St. Nikolau an der Waag. Die 3. Pfälzische LehrerversamAluag betreffead. (Eingesandt.) Im Monat Mai, wenn die Bäume blühen, soll die dritte pfälzische Lehrerversammlung zu Kaiserslautern *)! stattfindcn. Ich möchte in Bezug auf dieselbe in diesem Ihrem Organe auf Einiges aufmerksam machen. Es wurde meines Wissens in der letzten Bersammluyg zu Neustadt kein wistenschaftlicheö, pädagogisches Thema aufgegeben und eS wäre doch im Interesse der Schule zu wünschen, daß diese Seite unseres Wirkens wohl vorzüglich beobachtet werde. Wozu kommen wir denn eigentlich zusammen? Doch jedenfalls um einen Gewinn für Unterricht und Er- - ziehung zu erlangen. Sollten ferner diese Conferenzen von erheblichem Nutzen sein, so muffen solche Fragen erörtert werden, die tief ins Leben eingreifrn. Möchten Männer von Erfahrung, die im Amte ergraut sind, ihre Ansichten nach, dieser Seite hin zu erkennen geben, (wie schon unsere Weisen so treffend bemerkten.' n’pin;o lOiPn In der letzen Versammlung war leider hier ein Mißstand zu erkennen, da unsere 'Nestoren Elsässer in Evenkoben, Sulzjbacher in Kirchheimbolanden u A. sich wenig vernehmen Uesen; warum? — Ein weiteres möchte ich zu bedenken geben: Man ziehe auch Schulfreunde, z. B. Vorsteher der israel. Gemeinden zu dieser Versammlung; cs kann gewiß nur unsere Sache fördern. (Sie lassen sich aber oft nicht gerne ziehen. Neo.) Das Volk selbst muß es erkennen, daß es den Lehrern nicht allein um materielle Zwecke zu thun ^ist, sondern daß sie die geistigen Jntercsten ihrer Schüler höher schätzen, als öfter das Volk die materiellen seines Wie aus der vorigen Rümmer zu ersetlea, wird dies« Bersamm tuag ivabrsckeivlick nicht in ff. ftattfinden R. Lehrers. Also, ich wünsche, daß die künfüge Lehrerver- ' sammlung ln Kaiserslautern unS alle in jeder Weise be» l friedigen möchte! Oberlustadt, den 3. Februar 1862. , Ehrlich. Nachricht und Aafforderimg an alle israelitischen Lehrer Preußens!, Die von dem israelittschen Lehrer-Verein sür Rheinland und Westfalen vrojektirte Petition (und Denkschrift) ist am 22. Januar abgegangen. Die Petition nebst der Denkschrift wurde an den allbekannten Lehrerfreund Herrn Harkort,Abgeordneten dcS Kreises Hagen, zur Eingabe aff das Haus der Abgeordneten eingesendet. Herr Harkort hat uns stiue kräftige Unterstützung in einem Briefe an unseren Eojlegen, Herrn Alsbach in Camen, zugesichert. — Gleichzttttg ist die Denkschrift ^auch dem Ministerium, guf Berücksichtigung bei dem zu ertastenden UnterrichtSgesetzie, zugestellt worden. Hoffen wir, daß diesmal die gerechten Wünsche der Lehrer verwirklicht lverden! ' Wir werden demnächst die Petition und die Denkschrift ' durch dieses, unser Blatt, veröffentlichen.*) Die Hauptsollderung der beiden Schriftstücke bezweckt dir Oeffentlichkeitserklärung' der irrael. Schulen und die dieser Forderung entsprechende Eonsequenzen. Die Petition sbefaßt sich blo« mit dieser Forderung, welche in der Denkschrift als Sache der Gerechtigkeit nud Nothwendigkrit beleuchtet irnd begründet wird. Letztere stellt, nachdem sie einleitend nachgewiefen, daß die Gesetzgebung sich bei cem zu erlastenden Unterrichts- Gesetze auch mit den Verhältnisten deS israel. Schulwesen» beschäfttgen müste: 1) Die kurze Entwicklung des israelittschen Elementar» schulwesenS dar; " 2) spricht sie sich über bic traurige Lage der israelittschen Lehrer und deren provisorische Stellung aus und führt: 3) die geeigneten Mittel an, durch welche die das jüdische Schulwesen und die Lehrerverhältniste drückenden Ucbel gehoben werden können. Auf der letzten Eonfereuz wurde es jedem Lehrer au» Herz gelegt. > daß jeder einzelne Lehrer es als feine moralische Pflich) zu betrachten habe, sich an den betreffenden Abgeordnete» seines Kreises hinsichtlich der Petition zu.wenden, resp. um Unterstützung derselben zu bitten. Möge keines unserer Collegcn versäumen, das zu thun, •) es wird schon im nächüev Blatte t« Snfang bamit gemacht werde». I

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