Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 2 (22.1.1862)
- Date
- 1862-01-22
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jährlich 24 Ru am 1. und 15 Monats. Peris 42 kr. 12 Cgr. halsij nmkrn jeden Der oder ähriz. srnelitisclle Ein Organ für die Schule^ die Familie und das . i; ' I! . ■ . | . j Herausgegevcn von Dr. <?tnörttifl fpetbt, I. Klingenfiein Nnzeigen zu 5 kr. oder 1j 6 gr. die, Petitzeil«, Bestellungen nebmen alle > Buchbandlungen und Postämter an. Gemeindeleben!! des Judeuthums. / ' 3 und A. Tren. N°. 2. Mainz, den 22. Janua 1862. zu verdanken T Dr. pH. Jacob Pinhas.! „Rabbi t^liesrr sagte im Namen des Rabbi Lbanina: ' „Der Hingeschiedene Fromme ist ^nicht für sich, sondern süc'seine Zeitgenoffen gestorben; denn wenn jemand ei»- ' Perl« ,verliert, so bleibt diese, st-o sie auch hinkemmer mag, ichA^ein Perle; nur ffit} ihren früherem Ligen-, tbümer >tst ,fie verloren." j (Mezill. i. Ä.) Um eine bedeutende Persönlichkeit sind wir Israeliten Kurhcffens inner geworden; einen schwer zu ersetzenden Verlust haben wir erlitten! Der weithin durch sein vielseitiges gründliches Wissen, und als Pul licist rühmlichst bekannte Herr Dr. ph. Iakob Pinhas zu Cassel^wurde uns Nach eineln kurzen Krankenlager am 8. d. M. im Alter von 73 Jahren durch den Tod entrisse!l. Alle die den Dahingefchiedenen kannten, werden unsere tiefe Trauer zu schätzen wissen. Sticht n ir, daß er sich als umsichtiger unparteiischer Redakteur de: amtlichen Kasseler Leitung vom Zahre 1813 bis 1850 und von 1854 bis 1860 alä'eine hervorragende Gestalt, als öffentlicher Charakter in dcsi Annalen unserer vaterländische r Geschichte ein rühmliches Andenken rnvorben; nicht nur, daß er her Mann war, der bei jeder Gelegenheit für uns Jsr telitcn ^"122 alle Angriffe von judeuseindlichcr Si itc sräftig zurückivieo, daß er sich'unserer immer annahm und mit der Kraft seines Geistes, dcd Macht seines Wortes manchen bedrohlichen Schlag von uns abwendete, er war auch der Mann, dem wir zum großen Thcil unsere, wenn auch niemals ganz in Kraft getretene Emanzipation, un er wohlgeordnetes Schulsind Grmeindewesen haben. Sein Verdienst um letztere als langjähriger Dirigent des „Israelitischen VorfteheramteS der Provinz Niedlrhesien," als Mitbegründerunseres Schullehrer- ~ da« erste isr. in Deutschland, — und immerwährendes Vorstandsmitglied Desselben, al« Mitglied deS LandrabbinatS sind unschätzbar. itr den verschiedensten Verhältnissen und Lagen für^rnS gehandelt und gewirkt, sein Leben liegt so-klar vor uns , wie m e von dem Sonnenlichte beleuchtete Flur; die Dunkelheit hc.t kein Theil daran! Er streite für das W^hl aller seiner Mitmenschen, insbesondere für uns seine Glaubensgenossen mit allen Kräften seine, klaren Geistes. Er war der Humanität, allem Guten und Schönen ein eifrigster Beförderer, der " Lüge und Heuchelei ein Feind, dem für Recht Erkannten . ein treuer Verfechter, seinen Freunden ein wahrer Freund, seinen Glaub nsgenosicn und Mitbürgern eine Zierde und den pflichtgetreuen Lehrern! ein treuer Beschützer,. sowohl gegen manche Ucbergriffe von Seiten der unteren Behörden, als auch von Seiten der Gemeinden oder einzelner Mitglieder derselben. | Trotz fe ite« »hohen Alters traf uns alle die Nachricht von seinem Hinscheidrn! unverhofft, denn nHTlD K1? iinb DJ U’y er wair noch ein kräftiger Mann, der, bis ihn die noch in sein ungen unaÜ! - Welcher selbe zu Ständen an letzten Ruhe hochzuverehr Adler etfrui Hand dcö Herrn an sein Krankenlager fesselte im Amte.nny seinen wissenschaftlichen Forsch- «zesetzt thätig!war. ~i Liebe, Verehrung und Hcchachsung sich derben hatte, leigte auch das, zahlreiche allen gehörende Gefolge, das seine irdiscbe Hülle zur stättc geleite». Sein intimer Freund, unser esider, allgen schilderte in ein geliebter Landrabbiner Herr der am Grabe gehaltenen Trauer-