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Der israelitische Lehrer · 1861-11-01 · 13 (1.11.1861) · p. Seite 104

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
1 (1861)
Issue
13 (1.11.1861)
Date
1861-11-01
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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104 ,>/ f braten eingelegt nnt rer Wein steht bereit. Und als unter vielen Gästen rie Beglückten zum Traualtäre schreiten wollten, „da kommen die Weisen aus dem Morgenland" um auch am HockgeitSfchmause theil zu nehmen, denn sie hatten langx geschmachtet. Es war das lang verlassene-Weib deö Bräutigam» mit seinen Kindern. - Wir wollen die ErkennungSscene nid’t schildern. Er ging, die Gemeinde sucht eüien ordentlichen Elementarlehrer: 'Ter geneigte Leser möge in der Darlegung solcher Zustände nicht böswilliges Aufdecken von Geheimnissen erblicken, denn wenn auch der Geist der Treue und Wahrheit in gewissen Dingen daS: HC2D a.uSübeu soll, so heißt eS auch wiederum: Nachrichten. Fürltenthum Birkenfeld. (Literärisckc Notiz). Vom Lehrer Ein. Hecht hat so eben die Presse verlassen die fü ttfte Austage. seines Handbüchlein für Lesesckül.er des Hebräischen, die zweite Auflage der Hafter'scheu Fibel und deS Lesebncos für Mittelklassen, sowie der „Trcstbecher, ein Büchlein;nm Gebraocke im Kranken- und Trauerhause nichguf dein Fried bote." Lein u.TNj» schrei'tel int Drucke rüstig fort und lrjrf innerhalb zweier Monate längstens dem Publikum übergehen tverden können. Sarmliadt. Tie Zeituiig'en ,Fr: Journal und Neue Frankst Zeitung) erzählen,- dag bei der Eröffnung der städtiscken - höheren Töchterschule dahier dex' jüdische Geistliche nickt emgeladen worden sei, obwohl die Juden zu den Kosten namhaften Beitrag leisten, mw etwa 2l« jüdiscke Märchen diele Sckule besticken. Hiergegen ist freilich im Fr. Journal eine Erwiderung erschiene», wornach nickt „sämmtliche" Geistliche auweseiw ware^ »eit* einem Akte der Jntoleran; also nicht gesprochen werden! kamt. Auffallendest hierbei nur, tap 1 ctttae Aebnlickes auch bet der Einweihung des Neubaues Zum Landkrankenhause verkam. ' An solcher Mißachtung scheint wobl der abgegangene Rabbiner l>, A. noch einen guten Theil Scknld zu tragen, und ist es schwer für Herrn ß>r. Landsberg trotz aller persönlichen Achtung, den üblen Geruck, in welcketu der 'Name „Rabbiner" in Darmstadl st^bt, ztt tilgen. ' * Frankreich. Nach dem Staats-Budget für Frankreich, umfaßt der israelitische Kultus 10 Groß-Rabbinate mit dem Gehalte von 3500 — 7000 Fr. 51 Rabbinate mit 800 — 1500 Fr. 62 Porsängerstellen mit 500 — 2000 Fr. Nutzland. Der Kaiser hat versuchsweise auf drei Jahre die Errichtung einer jüdischen Handwerksschule in Schitomir genehmigt, welche auf 30 Zöglinge berechnet ist. Warschau. Bei den gegenwärtigen Wahlen werden die Israeliten fast überall speciell berücksichtiget. / In unserm Stadlrath werden, wenn die projektirte Canditatenliste durchgeht, drei Israeliten sitzen. In den so eben constituirten Stadlrath von Petrikan sind ebenfalls 3 Israeliten gewählt. Auch in den Listen der KreiSrathsinitglieder begegnet man fast regelmäßig einem oder ein paar israelitischen Name». Nachdem andrerseits auch die Regierung mit der Gleichstellung der Juden im bürgerlichen Recht umgeht, kann man sagen, daß die Polen „mosaischer Consession" (der dortige jetzt gebräuchliche Ausdruck) jetzt eben so günstig situirt zu sein ansangen. als sie früher benachtheiligt *und verkürzt waren. Eine Ausnahme hiervon macht nur Litthauen, wo die „Berbrüderung" nicht von statten gehen will, unk im Gcgcntheil durch die Unentschiedenheit der Inden, die nicht wissen, ob sie sich zu der russischen Regierung, oder zu dem den Bauern schincichelnden Adel schlagen sollen, noch böses Blut setzen kann,-Hiergegen haben bei der Kranlheil des Erzbischofs in Warschau, rer, da die religiöse (katholische) Frage bei den Polen mit der nationalen Hand in Hand geht, gleichsam ein Symbolnm der jetzigen Bewegung bildete, nicht allein von dem Ober-Rabbiner befohlne Gottesdienste in den Synagogen Warschau'» stattgesunden; auch bei seiner Beer-, digung hatten rer Ober-Rabbiner und seine Assistenten eine eigene Estrade angewiesen und waren Gegenstand der besonderen Auszeichnung der vorbeigehenden celebrirenven Bischöse. London. Lord Wardein (Palmerftvn) und die Hafencommission wou Dover haben, der dortigen jüdischen Gemeinde ein Ttück Grund zum Bau einer Synagoge zum Geschenk gemacht. — Die Zeitungen bespreche» einen Akt der schreiendsten Intoleranz de« wallachifchen Ministers des Innern, wornach keinem Israeliten mehd die Pachtung von Schenkwirthschaften, Meiereien und Herbergen zu gestatten sei; diejenigen, die solche Pachtungen besitzen, sollen von dem Präfekten gezwungen werden, dieselben binnen 14 Tagen zu räumen, damit keine Spur von ihrer Niederlassung bleibt. Dcrw.f^ T; fflfticr'ur: o- *k1i»arnNtininL trrnbrim (Rbcinhrncn) Truck und Brrlag von tkhr. Frirtr. Will in Darmstadl.

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