Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 11 (1.10.1861)
- Date
- 1861-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ithrluh 2t Rammttn, d» 1trab IS. jebtn JKenaW. Pt«t» 12 fr ober ■ 12 69t. halbjihtlg. Der Israelitische 1?ehrer. An-eigen in SU. oder l*/i E grdir Petitzeile. Vefttllllngen arhmea alle Buchhaadlungea und Postämter an. 1 Ein Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindenden des Judenthums. Herausgegeben von Dr. Emanuel Hecht, I. Klingenstein und A. Treu N0. 11. Darmstadt, den 1. Oktober 1861. Erklärung. , Unser geschätzter College, Herr <$. Blumena u in Bielefeld, Präsident des rheinisch-westphälischen Lehrervereins hatte in Folge unserer Aufforderung in Nr. 8 unseres Blattes die Güte, uns mitzutheilen, »daß die Conferenz inHamm beschloffen habe, den Conferenzbericht durch die »allgem. Zeitung deS Judenthums» und durch den »iSrael.lLehrer» ztz veröffentlichen, und daß dieser Bericht gleichlautend, an einem und demselben Tage an die resp. Kedaltionen abging.« Zugleich verwahrt sich Herr Dlamtnau »entschieden gegen die Unterstellung, als ob wir zum^ Abdruck solcher Artikel, die schon anderwärts ist die Oestentlichkeit gedrungen sind, seinerseits hätttn gebraucht werden sollen.« . Wir erklären unsererseits unS hiermit gegenüber der Conferenz in Hamas und deren Vorsitzende»! Herr» Blumenau vollständigst befriedigt. iDa unser Blats nur immer erst in 2 Wochen erscheint, läßt sich der Vorgang solcherweise ganz gut begreifen. Wir erlauben unS nur eine freundschaftliche Bemerkung, besonders für unsere geschätzten College» aus Rheinland und Westphalen. Es kann Ihnen nicht entgangen sein, daß in der allgemeinen Zeitung des JudenthumS der unser Blatt empfehlende Passus in Ihrem Berichte fehlt. Darf daS eine Redaktion wagen, wenn sie den für die Oeffentlichkeit bestimmten Bericht einer Versammlung, ein Protokoll vor sich hat? Doch, natürlich! In einer Zeit,, wo die Zeitschriften wie »Pilze aus der Erde schießen« die alle der „allgemeinen Zeitung des JudenthumS ihr eigenes Gebiet weder laffen wollen noch können"*) muß diese Redaktion ärgerlick *) Worte der R. d. A. Z. d. I. Außer dieser gibt eS in Deutschland nur noch ältere orthodoxe und wissenschaftliche Zeitschriften und d. Ben-Chan<tnjah in Ungarn. Wir'find'S also gemeint. werdjen. Nur schade, daß Eigennutz und Aerger irre.führen. Sonst würde Herr Dr. L daß es eine Pflicht des isr. Interesse vertretendes, und Philipp so n einsehen müffen, Lehrerstandes ist, sich ein seine auf seinen innern und äußern Fortschritt bedachtes Blatt 31: schaffen und zu erhalten. Sind nicht fast in jeder Provinz D mtschlandS ein oder mehrere allgemeine Schulblätter? .Gibt es nicht außer diesen solche pädagogische Zeitschriften, die.entweder mehr eine allgemeindeutsche oder vorwiegeikd cor fest ionelle Tendenz und Färbung haben! Hat ja fast jede H nid werkerzunft, jeder Beruf heut zu Tage eine Maffö von O rga ren zu Gebote stehen, zvarum sollte der israelitffche Lehrer staid allein kein eigenes Organ haben, und sich von den Drcsan en ernähren müssen, die nothdürftig von anderer Leute Tisch fallen? Hat er keine eigenen Jntereffen zu wahren? Ist siine Stellung nach außen und innen eine so gesicherte, klare, seiner Aufgabe und seinem Berufe entsprechende? Hat er kxine besonderen wiffenschastlicken Interessen? Wird die Lehrer nldung überall in geeigneter Weise gefördert? Finden <^ie, beispielweise, genügend, wenn von einem Präparanden zumi Eintritte in ein jüdisches Schulseminar nach öffentlicher Auffoid^tung weiter gar nichts gefordert'wird, als »Kenntniß! de< Pentateuchs in der Ursprache, Verständniß leichter Mischnahstelenmnd Zeugniß über zurückgelegtrn Elementarschulbesuch?« Wir werden auf Letzteres hin unsere Ansicht über Lehrerbildung in einer der nächsten Nummern aussprechen. Heute ist eS uns nur darum zu thun, Herrn Dr. L. Philippsou zu zeigen, daß wir allerdings Irijjer eigenes Gebiet haben. Wenn wir nun darnach trachten, unser Blatt so einzurichten, daß eS dein Lehrer das Lesen anderer jüdischen Zeitsi^riften unnöthig macht, so steht daS ganz im Verhält»isse zu deS Lehrers Mitteln. Herr Dr. L. Philippson mag übrigens ruhig sein. Wir