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Der israelitische Lehrer · 1861-06-15 · 4 (15.6.1861) · p. Seite 30

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
1 (1861)
Issue
4 (15.6.1861)
Date
1861-06-15
Page
Seite 30 (sequence 8)
Language
German
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geben i du und die deinigey haben Ansprüche auf die Ethalkung mrch die Gesellschaft, der du dein Leben opferst. - ' )ie rheinhessischr Lehrerversammlung hatte die Gründung einer olchen Anstalt angestrebt. Man hat ihr aus njaasgebent «n Kreisen verneinend oder gar nicht geantwortet. Und Ihr i »otlt behaupten, daß eS Euch ernst sei um die Hepung der Zichule, daß Euch das Schicksal der Lehrer nahe ging um ihrer selbst willen? Täuscht Euch nicht! Wenn Ihr He Regenerirung des Judenthums, die Kräftigung.von Inner heraus, anstrebt, so sorgt für gute Lehrer und gute Schul:n! Die Macht der Idee wird des Iudenchums 4wige Grunl läge bleiben,. aber das ganze Gebäude des n e u i r e n IuderthumS steht auf thönernen Füßen, wenn es die Lehrer nicht galten. Die Lehrer, fast nur die Lehrer find eS die frische» Leben den erstorbenen Gliedern einzuhauchen veemö- Die schönsten Synagogen sind nur Paradeanst.lten, sie nicht gehoben und getragen werden durch eim: ge- Kindererziehung, durch wahrhaft religiöse Bildung. (Fcrtsetzunz folgt.) gen. wenn funde Corresponden;.! Hdernheim, im Mai. Am II). dieses sai^ zu Neu- - stakt < n der Haardt eine Zusammenkunft israelisther Lehrer aus d:r Pfalz statt, denen sich auf besondere Einlodung >auch Einigt aus Rheinhessen zngesellet hatten. Diese Versammlung var angeregt durch die Herren Singer alss Fracken^ thal und Bärmann aus Autterstadt. Ihr Zweck sprack sich deutlich aus in dk/n Unterredungen, die von Herfil Lehnan, Inhal er eines Knaben-Jnstituts in Neustadt taktvoll geleitet? wurdet. Die Lehrer der Pfalz wollen, soweit die gesetzlichen und aideren Verhältnisse ep gestatten, von Zeit zu Zeit mit > einand er über all das sprechen, was sie bewegt, — über; Gegen stände"der Schule nur des gesammteu beruflicher Lebens. Sie wollen in solchen Zusammenkünften ilir Herz erleichte n, ihren Geist erleuchten und ihr Gemüthi erfrijchen. Zu diisem Zwecke werden sie auch fernerhin mindestens einmal i n Jabre regelmäßige Zusammenkünfte unter yem Schutze der bayerischen Vereinsgesetze halten, weit» die Constituirung regeln kißiger Conferenzen, die sie anslrebken, Widers Erwarten aus u geahnte Hindernisse stoßen sollte. Sie haben bereits einen lag bestimmt, an welchem sie sich in dem herrlicl« g>? legene Neustadt wiedtw finden, wollen. Sie habeis ein ceistiges Vaud vornehmlich durch den Beschluß, geknijpfr, einen Lesevefin eonstituiren Zu wollen. :tsir sind a(ö Gast nicht berechtigt, ins Ejnzelnä der Verhunzungen einzugehen. Auch' ist dies nicht nothwendig, da dit Versammlung eine vorbereitende, und dann: eine freie, zwang ose war, die weder eigentlich einen Präsidenten wühlte, noch < in regelmäßiges ProtokoÜ zu führen sich veranlaßt and. Wir wollen hiermit nur ein schwaches Zeichen der dankbarsten Erinnerung weihen einem l ehrertage, der uns unvergeßlich sein wird. Man wird uns in der gehobenen Stimmung, in der wir dies schreiben, Aufführung einzelner Name» und Aussprüche erlassen. Es war ein herrlicher Tag, an dem Lehrer, die den höchsten Streb mgen des Berufslebens freudig ihren Geist und ihr Herz weihen, sich fanden und verstanden. In solcher Umgebung wird man.froh, und trägt gern manchen Druck und manches Bittere, 'das der Beruf mit sich führt, wenn man überzeugt ist, im Wirken für Schule, Judduthum, Vaterland und Humanität so wackere Genossen zu haben. Bei der nächsten Versa» mlung, die womöglich am 29. September (Sonntag nach Sabath Bereschith) stattfinde» soll, soll der Leseverein organisirt, lind über die wichtige Frage gesprochen werden. „Was kann di: Schule dazu beitragen, daS häuslich-religiöse L ben in Israel zu erhaltm und zu kräftiges?" — Dürfen wir uns noch Ein s erlaube», so sei es die Erwähnung des wackeren Gastgebers der Versammlung, Herr Lehmann aus Neustadt. Herr Ll hmann ist nicht mehr eigentlich israelitischer Lehrer; er besitzt ein herrliches Institut mit Pensionsanstalt, in welchem ins besondere die schönen Arbeitssäle, der herrliche colossale Schlafsaal (mit 40 Betten, ohne die geringste Beengung und nack drei Seiten hin frei gelegen), die musterhafte Ordnung und Reinlichkeit, die Turnapparate und dgl. unsere gerechte Bewurdernng erregten. Herr Lehmann hat die Lehrer - vollkomme a als seine Gäste betrachtet; er hat in Verbindung mit seiner eklen und liebenswürdigen .Gattin alles aufgeboten, um bei Tag zu einem heiteren und freundlichen zu machen. Erh>t sich zur Leitung der Versammlung bereit gefunden, und die nöthige» vorbereitendes Schritte gethan. Wir wollen so» t nichts sagen; unser Schweb gen sei beredt. ' Die Herren Elsässer, Sculoß, Singer und Bärmaun werde» das Geeignete für die' nächste Versammlung vera»!- lassen. Die Entladungen< und andere betreffende Veröffentlichungen werden durch unser iklatt, das das Correspondenzorgan der jetzt bestehenden israelitischen Lehrervereine ist unj bleiben soll, seiner Zeit geschehen. Es wird daS gewiß wii der ein köstlicher Lehrertag werhen: wir zählen die Stunden bis zu der Zeit, wo wir mit der Pfal^ heisammen sein werde unfern lieben Freunden aus n, denen wir jetzt im Geiste die treue Freundes- und Bruderhand reichen.'! - di jirSy n ay: vm Almqtnstcin. | r

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