Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 4 (15.6.1861)
- Date
- 1861-06-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jährlich 21 Nummern, am 1. »ad 13. jeden Monat«. Prell 12 kr. oder 12 Sgr. halbjährig. Der JsracUtifclic Lehrer Ein Organ für die Schule, die Familie und d^s Gemeinde leben des Judenthums. Heraus gegeben von 7 j vr. Emanuel Hecht, I. Klingenstetn und A. Tieu. A»zjeige« zu 5 kr. oder lV»egT.btr9ttt4cUe. Be^ellrmgen nehmen alle Buchhandlungen upd Potzämter au.. i\°. *r - .Darmstadt, den 15. ^2^ni 1861. Der Gesangunterricht in der israelitischen Volksschule. (Conscrciizarteit für die rhcinheis. iSr. Lehrerkonserenz in Lsllwsen am S. Mai 1861.) Molto: .Wo man singt, da laß dich fröhlich Nieter, > .Böse Menschon haben keine Lieder." Meine Herren! Auf unserer letzt verflossenen Conferenz habe ich Ihnen ras Thema „Der Gesang in der israelitischen Volksschule" zur Verhandlung für die heutige Conferenz vorgeschlagen. Sie erkannten wohl mit mir die Bedeutung dieses Unterrichtsgegenstanhes für unsere heutige israelitische Schule und betrauten nisch sogar mit dem Referat über denselben. Ick) will es darmm versuchen, meine Aufgabe, soweit es mir möglich, zu lösen unv darum 1) über die Bedeutung resp. Wichtigkeit, und 2) über die Methode tji eses UnterrichtSgegenstanceS sprechen. 1. Die Wichtigkeit des GesaugunterrichteS sür die isr. Schule , ind den Gottesdienst. Daß rer Gesang als gemüthbildenres, zur Veredlung unv Hebung der Sittlichkeit des Volkes beitragendes Mittel von allen Pädagogen empfohlen wird, ist längst bekannt. Der Gesang ist es ja, der den heilsamsten Einfluß auf die Erweckung edler Vergnügungen ausübt. Wie tief das Men- .schenherz durch einen schönen^Äesang ergriffen werden kann,! wird Mancher von uns selbst schon empfunden haben. Wie! freudig gestimmt und belebt aber auch dar «inceshcrz'wird, 1 wird wol Jeder, rer Innrer singen hört, crcr sie singen lehrt, fühlen. Sink die! «leinen noch-so abgespannt,, harren sie noch so ungeduldig rer Worte res Lehrers, die ihnen das Rachhaufegehen verknneL:, so werden sie roch-gleich wieder mit Vergnügen an die Schulbant gefesselt und alle Müdigfeit und Abgespanntheil wirr sofort verschwunden feilt; wenn wir i.u ihnen .lagen: : ,*um Schluß noch ein "iecchen!" tnr ob li Ihre Blicke leuchten freu gewisse Dankbarkeit gegen deutlich: bleiben Jedem, der Gesangunterri h dies . gewiß mit mir bege§ e «indfsnatur begründet; d<. Sorgen; und der Nummer schleicht bald wieder aus schaffenen Herzen: hinweg, auch der Gesang als m den rektionsplan der d Wie! sieht es aber in dies Volksischulf aus? Freilich mentarschulen, die in der chrlstlichen gleichgestellt sind meisten Rel. Schulen aber ns Cs mag dies wohl se rer Israeliten, in ihrer lichen Gesellschaft cingen einige Jahre zurück, so sin': schütz- und. rechtslos, übern gläubkgrn gegensie käMpfn oder wenigstens rer Verack t da ein fröhlicher. Gesang Selbst unsere meisten Shnah Stenchel des Wehmntbigen riesen einen freudig erhe^ Zeit, der Glanzperiode Jöc auch fn der Periode des; Dank? und Frenreuchöre Worte vieler Psalmen, w eben r zu» l selben! nicht mehr überlieseit des Tempels nur Reiches r blich, ihre Mienen drücken eine d^t Lehrer aus, und sagen ihm gerne noch ein bischen da!" t in der Schule ertheilt, wird net sein. Cs liegt das in der s «ind ist fröhlich, kennt keine rer auch, ihm zuweilen begegnet, feinem immer zur Fröhlichkeit ge- Dies erkennend wurde darum igatorischefr Unterrichtsgegenstand rutschen Volksschule ausgenommen. :r Beziehung in der israelitischen' wird in dielen israelitischen Elemeisten Deutschen Staaten den .Gesanguhterricht ertheilt; in den ist .es nicht der Fall, neu Grund haben in dem Leben Stellung,, die sie in der menschmen haben. Gehen wir nur en wir unsere Glaubensgenossen ll mit Varurtheilen von Anderstd, dem -Druck, rer Verfolgung ung Preise gegeben. Wie konrite der gedrückten Brust entsteigen? ogcn-Mclorien tragen darum den in sich, und selten sinken wir in en Gesang. Ja,-in der früheren eaels, unter David und Salomorx Seiten Tempels, ra stiegen wobl Himmel sinver, ries bezeugen die < itn uns fluch die Musil aifliwurre. - Aber mit deillTVerfall wow auch'ster Gesang verstummt. om