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Der israelitische Lehrer · 1861-05-01 · 1 (1.5.1861) · p. Seite 7

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
1 (1861)
Issue
1 (1.5.1861)
Date
1861-05-01
Page
Seite 7 (sequence 17)
Language
German
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I I . sehr große» Gemeinde an einer eigenen, d. h. von einem israelitischen Lehrer geleiteten Elementarschule. Möge es Herrn Dr. Engelbert gelingen, eine solche ins Leben, zu rufen. Er würde sich dadurch em sehr großes Verdienst erwerben. — Die christlichen Schulen im Wuppcrkhale, dem Fruchtbcdcn der Sektirerci, deö Pietismus und Muckerthums *) sind durchgehend« für die israelitische Jugend zu stark ccnfessicnell gefärbt. .l^eberhaupt liegt cs in der Umgegend von Elberfeld mit der israelitischen Schule sehr im Argen. Tie Gemeinde Hattingen an der Ruhr hat noch nie einen cxaminirten Lehrer gehabt, Lau genbcrg, (eine ziemlich starke Gemeinde) hat schosi seit Jahren seine Elementarschule in eine Webcrstube umgcwandclt; schlimmer Tausch! Werden an der Ruhr hat ebenfalls keinen Lehrer. Um so lcbenSwcrther tritt das frei auf der Hohe liegende Velbert-hervor, das, eine schwache, kleine Gemeinte, der Jugend die Segnungen einer israelitischen Schule mit Opferwilligkcit zu erhalte» sucht. Brilon ■— früher Sitz eines Rabbiners — ist ohne Lehrer und haben iu den letzten Jahren die Lehrer dort oft gewechselt. T-ie Gcmcikc T cgte, Reg.-Bez. Münster, verlor kubz vor Peßach den Lehrer. Joseph Meyer, dem der Tod seinem kurze» Lehrerlebcn ein, Ziel setzte. J. McYer gehörte zu den im verflossenen Juli aus dem Scrmnare zu Münster entlassenen, von der Königl. Prüfungskommission examinirtrn Schülern der Anstalt,.von welcher letzteren ihm Tegte als .erster Wirkungskreis zugewiefen worden war. T., Lin Katholisches Artheil über religiöse Aufklärung. In Nr. 3 des „Tarmstädtischcn Frag- und Anzeige-Blattes" beginnen die vermischten Nachrichten also: „Die israelitischen Glaubensgenossen der hiesigen Städt e haben aus eigener Bewegung zu dem vorseicnden (bevorstehenden) katholischen Kirchenbau cineu ansehnlichen Beitrag aus ihrem Eigcnthum bestimmt und den Untcrzeichucten Xübergcbeü lassen. Wenn diese gleich überzeugt sind, daß obige Glaubensgenossen hierbei auf leinen besonderen Dank rechneten und nur von dem Wunsch geleitet wurden, nach ihren Kräften eine gute Sache zu befördern,'so glauben die ljntcrzcichlieten doch, diesen Dank hiermit öffentlich ablcgcn zu müssen, weil die Handlung selbst nicht bloß für ihre Glaubensgenossen, sondern für alle -ihre Mitbürger ein so schöner Beweis jener Aufklärung ist, die keinen Unterschied der Religion kennt und in jedem Menschen, weß Glaubens er auch sei, den Menschen lehrt. Darmstadt, den 11.'Jauuar 1813. Die Vorsteher der katholischen Kirchengemeindc dahier^" — Wir haben uns über dies Urtheil innigst gefreut. Daß unsere Glaubensgenossen im Wohlthun bewährt gefunden werden alle Zeit, daß sie, die zuweilen Noch so manches Restchen •) und tcr Gntttfungm. D. R. immense Opfer zu bringen Seite1 der Israeliten stxller amte der katholischen Kirch, sein sollten?'— Und dum von Intoleranz zu bekämpf«n oder stillschweigend hinzunehmen haben, an Humanitätsg sühi keiner anderen Religionsgenossenschaft nachstehen, wird wlhl kein Rechtlichdenkender zu bezweifeln wagen. Wir »öd/ten darum auch nicht mackein an dieser schönen That un > ihrer herzlichen Anerkennung. /Doch können wir einige Bcmer ung en nicht unterdrücken, die nichi Vorwurf sein sollen, sondern d e Geber wie die.Empfänger blos. zur Einkehr ermahnen i neckten. Wird die katholische Kirchengemeinde, die doch die Majorität bildet;.das DorurthmlSfreie Handeln der Jsraelitei niht vergessen, sondern Vorkommenden Falles auch der Minorität, die für Kultusanstalten so hat, beispringen? Wird sie/sich auf wenn dieselben in ihren religiösen Anstalten, in ihrem Glauben und Handeln angegriffen werden, selbst wenn die A ngreifer hochgestellte Rcligionsbeihre eigenen Vorgesetzten sind die Darmstädtcr Israeliten ebenso berest^für die Ver mstaltungen beizusteuern, die zum Heile der eigenen Relig onr gencsscnschaft im Großnerzogthurli Hessen unabweisbar no hwnidig sind? Wahrscheinlich ist in Darmstadt - selbst für Alle hinlänglich gesorgt;/aber fürs! Land fehlt es im Groß! erz-gthunic Hessen wie nirgends mehr an gemeinnützigen Anstc ltcr keine Schullehrer, nicht», gar nichts Gemeinnütziges, Großes im ganzen Lande! W r weifcln nicht, daß auch hier die Darmstädter Jsraeliteü»Gemcinde ihre Schuwigkeit thun wird, wenn die Zeit vi:leiert bald kömmt, wo derartige Aufforderungen ergehen we /der. j K. ' Berlin, 6. April. 1 die Regierungsvorlage in unveränderter Fassung mil Es ist somit, abermals ein sittlichen Hoheit des In een war der Judeneid sd/on Plätzchen in Deutschland mehrige Eidesformel lartet mächtigen und Allwissen een so wahr mir Gott helfe Gelegentlich der Del fischen Abgeordnetenhause Wagener einmal wiedegemacht, während er rnljr Partei der Religionslehr/r vor solchen Freunden. Aus Bayern wird Matrikelfrage gemeldet, kennt, das Elend, die Ztrrti Gemeinden,' die jenes Harpe umhin können, mit uns Wir haben keine Waisenanstalt, m Hause der Abgeordneten wurde Betreff des Eides der Juden in großer Majorität angenommen. Fortschritt zur Anerkennung der thumS gemacht; an vielen Orten lange gefallen, j Möchte kein ihm mehr verbleiben! Die nun- Jch schwöre bei!Gott, dem All- .....; und die «^Hlußformel: alte - über den Judeneid im preushat der bekannte Kreuzzeituygss^inem Hasse gegen die Juden Lust iißft in eigenthümlicher Weise die Lehmen wollte. Pott bewahre uns isi die baldige glückliche Lösung der Wer die hay^seben Verhältnisse istung der jüdisch/ n Familien und Gesetz Hervorgei ufen, wird nicht tt zu preisenj für diesen"segenS- >

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