Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 22 (30.11.1879)
- Date
- 1879-11-30
- Page
- Seite 353 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4896353-5962427-5962458--390-4896715- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8b1 S»»-. i ' sie. Sech« Soldat«, trete» ei», schiebe» de» Man» bei Seit« durchsuche» die Stube uud da sie da« Gesuchte »icht siude», wird die debeude Frau au« de« Bette gestoßen »ad sieh«, ihr zu FEH«» uuter dem Strohe liegt eiu etwa neunjähriger Lnab« verborge». Einer der Soldateu treibt ihn durch eine» Rippenstoß empor, er wird oberflächlich gemustert, al« tauglich befunden uud i» saue dürftigen Linder gesteckt. Fort au« de» warmen Bette der Mutter > in den Winterfturm und in« grause russische Soldateirlebe» wird er getrieben. Die aufschreieube Mutter, d»e ihr Lind mit de» Armen «mschliugt, wird durch eineu Schlag beruhigt, denn d«e Nachbarn dürfe» von dei^ ganzen Vorgänge »uh»« unfse»; sie könnten ja ihre Linder verstecken. Fort ist nun der Lnad«. Laum hatte »»an eine Ahunrrg, wohin er gebracht werden sollte. Jedenfalls »eit. »«1 nach Osten, oder in den Laukasu«. Einstweilen aber »nrd er am nächsten Tage mit andern Echicksal«geaossen in die nächst« Lrei«- stadt, dem Sammelort der Unglücklichen gebracht. Ist noch eine Möglichkeit vorhanden, den Luabea de» Lralle« de« Raubvogel« zu entreißen? Lann «an da« Erbarme» de« Ezare» »»flehe», daß er den Eltern ihren zarten Liebling laste? Rn». da« ist alle« numöglich. Eher würde der Geier die gesa»ge»e Laube lasten, al« der tran«portire»de Soldat seinen Junge». Er ist ja mit dem Leben für ihn verantwortlich. An Rettung ist nicht »ehr zu denken, und die Elter» trauern wie um ei»e» Lobte». Da am Morgen tritt ei» Man» in da« Lranerha»«. der. war» a»ch »icht überall wohlgelitten. doch wohlbekannt war. Ei» I»rz geschonter rother Bart, die stechende», listige» Auge», die bei I»be» , »»gewöhrrliche Lracht de« Ma»»«« mache» ih» sogar abstoßend. , Er sagte »icht. »a« er begehre »»d doch wußte» die betrüb«» Elter» e« gara». »Wie viel verlangt Ihr? bedenket, daß wir arm si»b, Nab Marbel", sprach d»e Fra». »Fünfzig R»bel ,»d »icht ei»« Fad« »origer', antwortete Marbel. -Fünfzig R»b«l? Weh mir, §ch habe so viel »ichti" jammert« die Fra», bi« im Hanse da« Regime»« führt«, »eil be« Ma«ri« Beschäftig»», da« Sttrbire» de« Lalnmb« »or. »ührarb sie «üw» klettre» Harrdel betrieb, um die Familie z» enrühre». »Ettre Kopeke darf »icht fehle»", a»t»ott«M Marbel wreber.