Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 21 (15.11.1879)
- Date
- 1879-11-15
- Page
- Seite 333 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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z»i Grnode gelegt wurde. Durch die Folter wurde einigen Jüdinne» da« Sestündnih abgerunge« »nd Lausende starben daraufhin de« Feuertodes. Synagogen und Begräbnihplätze wnrde« entweiht und vernichtet. Die Unglücklichen machten sich jedoch wieder in Wie» anfähig, waren aber dadurch, daß ein jüdischer Arzt den Christen Hülfe geleistet hatte, im Jahre 1464 einer neuen Verfolgung verfallen. Unter Kaiser Mathias Korwin muhten sie Wien und 14»L die gr-hern Städte de« Herzogthum« verlassen. Als dieser Kaiser aber 1490 starb, war Slutsicht. vorhanden, dah sein Nachfolger Maximilian I. die Juden wieder begünstigen würde. Die Städte legten ihm aber ol« erste Bitte diejenige vor, dir Juden noch weiterhin fern zu halten. Dieser Bitte gab er auch Gehör und erlieh dev daraus bezüglichen Befehl l476 und zwar mit der Begründung. dah die Juden Christenkinder geraubt und ermordet hätte«. Dit Juden wohnten fortan nur in den Grenzstädte« Oesterreich« und bestrebten sich, durch ausgezeichnete« sittliche» Betragen die Gunst de« Lande»fürsten wieder zu gewinnen. Unter Ferdinand I. bekamen sie wieder Niederlassung in Wien. Im Jahre 1542 wurden sie sogar den übrigen Landesinsassea gleichgestellt, muhten aber nachmal« doch noch oft Oesterreich verlassen. Wieder und wieder kamen die Bedrängten. Während de« dreihigjährigen Kriege« wurde ihnen wieder die Mär aufgebracht, als hätten sie landesverrätherisch den Schwede» al« Spione gedient. Doch wurde» die dadurch gegen sie entstandene« Unslänfr durch die härtesten Strafe», selbst durch de» Galgen, niedergehalten. ja bei der Ermordung eine« Jude» wnrde sogar auf de» Kopf de« »»bekannten Dhäter« eine Belohnung von 1000 Gulden aasgefetzt. Dennoch aber erfolgte ein neuer Kufftaad. Da« Signal zu diese» Sturme gab eine Feuersbrunft, weiche am 84 Februar NUN » der Kaiserlichen Burg entstand. Man befchnldigte die Jude», ff« Hütten Feuer angelegt und Alle« rief nach Mache. Die Kaiserin Margaretha, der Bischof Graf Kollomitfch »nd der Geistlich« Philipp Müller beschwichtigte d,r nach Mache und Beute schnaube»de Meng« Doch muhten die Jude» wiederum Wie» verlasse,. Nur der reiche, vom Hofe al« vollständig rechtschaffen gekannte Wolf Schlesinger durfte dort blnde». Drei Jahre lang zogen die vrrftohenen an, wieder von