Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 21 (15.11.1879)
- Date
- 1879-11-15
- Page
- Seite 330 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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^*2 8L8 7^ 1 Laß et ihnen hier wirNich recht gefiel, davon beweist zur Genüge der Umstand, daß sie die Zeit ihre» Besuche« noch gern um einige Tage verlängerte«. Run will ich. mein freundlicher Leser, der du meiner schlichten Erzählung so weit gefolgt bist, zum Schluß noch eine« Gastmahl« erwähnen, da» im Hause David Michel« zu Ehren der theuren Gäste gegeben wurde. Außer allen eben erwähnten Personen waren noch einige Hau« freunde, darunter auch der dem Leser bekannte Herr Wohlmann, anwesend. Hier, wo de« Besten, wa« Lüche und «eller zu liefern vermochten, nicht geschont wurde, herrschte eine frohe und heitere Stimmung, wie sie nur reinen biederen Seelen zugänglich sein kann. David Michel« ergriff zuerst da« Wort und brachte, im Hin blick aus die so frohe, glückliche Gesellschaft, die sich hier vereinigt hatte, ein Hoch seinem Onkel Nathan, al« dem Begründer diese« Hause« und seine« eigenen (David«) Glück« — und hoch, hoch, hoch! schallte r» einstimmig bei Gläserklang durch den Saal. Dankend erhob sich der Grei« und sagte mit kurzen Korten, daß ebenso und vielleicht noch in höherem Grad«, dem Borredner ein donnernd Hoch gebühre, da ihn Gott in jener Nacht zu seinem Erretter au«ersehen, in Holge dessen er (David) ol« der eigentliche > Begründer de« Hause«, da« diese liebe Gesellschaft gegenwärtig einschließt, anzuerkennen sei. Dieser Au«führung schloß sich auch Gotthold, auf sein eigne« und seiner Eltern wiederhergrftellte« Glück hinweisend, an. während wiederum David seinerseit« hervorhob, daß Gotthold, sowie die Hauulie Walter, die sich eins» de« armen Snaben so liebreich angenommen, dessen Leben»glück begründet hätten; denn da« unter Anleitung Gotthold ihm zu Theil gewordene Wissen legte den Leim zu dem wa« er nun gewordyi — und nicht geringerer Antheil an seinem Glück gebühre außerdem seinem Schwiegervater Abrahamsohn, der ihm so liebreich zur Seite gestanden und ihn dann nach Leipzig gebracht. — Und immer von neue« Langen die Gläser. H Nun richtete sich Vater Walter auf und sprach iu seiner ge> muthlichen Weise: .Linder, Linder, ihr habt ja doch alle Recht. Aber sagt, wer will sei» Recht behaupten? — Niemand, so mein' ich.