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Joseph · 1879-10-30 · 20 (30.10.1879) · p. Seite 321

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
20 (30.10.1879)
Date
1879-10-30
Page
Seite 321 (sequence 15)
Language
German
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' MS ZlS Lu-, noch viele unter un», die, wenn sie et»a von einem dieser armen, nur aus da» Mitleid ihrer Gl an den »genossen angewiesenen polni schea Juden aus der Straße angesprochen werden, sich schen Umsehen. ob e» auch nicht einer ihrer christlichen Bekannten gesehen, damit nur nichk Jemand auf die Idee kommt, daß der arme Jude in dem langen Rocke mit ihnen gleichen Stamme» sei. Verdienen aber die polnischen Juden diese Geringschätzung? Verdienen sie sie etwa darum, weil sie stet» der väterlichen Lehre am treuesten anhingen, am meisten für den Glauben geduldet und ge litten haben? Verdienen sie nicht vielmehr alle Liebe und Achtung? Betrachten wir die Gestalten, so sinken wrr wohl unter ihnen manche Elende, manche» Gesicht, in de« sich deutlich Stumpfsinn, ja vielleicht auch Laster «»»sprechen; aus der andern Seite aber sehen wir wieder schöne, edle Gestalte«, Gesich»»jüge von wahrhafter Schönheit — in allen aber einen traurigen Zug. der von Jahrtausende lange« Leid erzählt — da» dunkle seuchtglän zende Auge angehaucht von einer tiefe« Trauer. Ebenso wohnt in diesen Gestalten meisten» eine feinfühlende Seele, ein groß und edel denkender Geist. Wohl kein Volk der Erde hat, »ater solch harte» Trncke schmachtend, der heiligsten Menschenrechte beraubt, so viele große Männer in allen Zweigen der Lnnft und Wissenschaft hervorgebracht, al» gerade die polnische» Juden. Wir brauchen nicht zurückzugehen in die früher, Jahrhunderte ' und Jahrzehnte.'nein, die Gegenwart selbst liefert un» Bewnse genug. Der letzte russisch türkisch« Krieg zeigt sie uu« »ich« »ur i» de» Reihen der tapferste» Kämpfer, der tüchtigste» Offizier« und umsichtigste» Aerzte, sondern in alle» Gebiete» der K»»st leiste» sie wirklich Große». U»d doch! Wie behandelt n»b ' knechtet sie der Rufs« «och immer »»d welche »»gerechtfertigte Verachtung müsse» sie von Christen und leider von — J»den . selbst ertragen! Entnehmen wir znm Beweise für da« vorstehende de» Goto», einer großen rnffische» Zntnng. nne Nachricht an» Peter»b»r^ ,l»r. Israel Eadlendowäkh. ein jüdischer Arzt, welcher sich im letzten Kriege durch sei« aufopfernde Ihättgknt «»»zeuch«», ist z» verschiedene» Malen dekonrt wordn». Der Kaiser selbst sandte ihm al» Anerkennung sei« Photographie nnd erlanbte »hm jederzeit Audienz z» verlange». Da kan» der tüchvg« Arzt also 1

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