Mannheim
Compact Memory

Joseph · 1879-10-30 · 20 (30.10.1879) · p. Seite 313

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
20 (30.10.1879)
Date
1879-10-30
Page
Seite 313 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4896353-5962427-5962456--348-4896675
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

« / unbenutzt daliegt und völlig auSreicht, deinen freund au« seiner bedrängten Lage zu befreien." Um unvorhergesehenen Fällen möglichst zu begegnen, erachtete David die Anwesenheit eine« so einflußreichen Manne«, al» welcher Herr Abrahamsohn in dortiger Gegend galt, bei der öffentlichen - Versteigerung sür wünschentwerth. und Letzterer zeigte sich bereit willig, sich nach jenem Orte gemeinschaftlich mit David zu begeben. In einem geräumigen Zimmer de» Fabrikgebäude« hatten I sich am festgesetzten Termin die betreffenden Gerichisz>ersontn nieder I gelassen. Vor ihnen logen die Acten, sowie zu ikdermann« Hin sicht ein Verzeichniß der zum Verkauf kommenden Gegenstände und ihres Schatzungswerthe». Mehrere an der Lache Betheiligte waren ebenfalls erschienen und harrten de» Augenblicks, womit der Versteigerung begonnen werde» sollte. Man konnte unter den Anwesenden manche» be sorgte Gesicht bemerken; denn von dem höheren oder niederen Gebot, da» abgegeben wurde, hing die volle oder theilweise Aus zahluug. oder auch der gänzliche Ausfall der Schuldsorderung ab Er waren bereit» Gebote gemacht worden, welche die Höhe der Hvpothekenschuld um ein Wenigeüberstiegen. Die Hoffnungen der meisten Gläubiger waren unter solchen Umständen schon im j Erlöschen, al» Herr Abrahamsohn und David eintraten. Ersterer wandte sich an einen der GerichtSkrrren. der ihn al» alten Bekannten freundlich begrüßte, und sprach mit ihm einige Worte. Darauf legte er, um sich al» Milbieter betheiligen zu können, wie da» üblich, die nöthigr Summe al« Sicherheit ein und fragte nach dem letztgethanen Gebot. »Zehntausend zweihundert und fünfzig." erhielt er zum Be scheid. »Elftausend Thaler". sagte Herr Abrahamsohn in ruhigem Ton. »Elftausend zum Ersten", ertönte die Stimme de» Ausrufer«. Der vorherige Bieter, der schon da» schöne Besitztbum sür einen Spottprrit erlangt zu haben vermeinte, blickte sich erschrocken nach seinem neuen Gegner um. wandte sich aber altbald, seinen Mißmuth verbergend, von ihm und bot Elstausend zweihundert. »Die rund« Summe, zwölsiausend," siel Abrahomsohn ei». Manche« trübe Gesicht hellte sich mit dem so unverhofft rin getretenen höheren Gebot wieder aus. »Zwölstausend uud sünszig Thaler. bot der Ersiere.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.