Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 20 (30.10.1879)
- Date
- 1879-10-30
- Page
- Seite 310 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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sos-r^ 250B Thalern. Bei der vorhandenen Schuldenlast und ohne Betriebsmittel wurde jedoch der Aortbrtrieb zur Unmöglichkeit. E« wurde daher über da« Vermögen der Eoncurs eröffnet, und übermorgen soll die Fabrik nebst allem Zubehör zum öffentlichen Verkauf gestellt werden. Selbst in dem Falle, daß ein annähernder Preis de» wirklichen Werthe« erzielt würde, stünde es schlimm, sehr schlimm um uns, da die etwaigen Überschüsse gerade zur " Teckung der lVerichtskosten hinreichend wären. Wie aber vorauszusehen ist. dürste das liebst die Hälfte dewahren Werthe» nicht um viel übersteigen. Um unser einzige« «ind womöglich vor dem äußersten Halle zu schützen, gaben auch wir all unser Habe hin; leider konnten wir auch dadurch den Sturz nicht auf^ halten. — So traurig es auch immer ist, die Jahre de» Alters, die uns von Gott noch beschieden sein mögen, mit Sorge und Mühsal hinbringen zu müssen, so wollten wir die», insoweit es uns selbst betrifft, mit Ergebung al» eine Schickung des Herrn hinnehmen. loch unser guter Gotthold! Auch er würde, wie erwähnt, für seine Person den harten Schlag leichter ertragen, wenn er bei dem Verlust seiner ganzen Habe nicht noch weiter Schuldner bleiben müßte; denn wie die Sachen stehen, ist das nicht ander» möglich. Er hatte bereit« den Plan gefaßt, nach dem neuen Erdthril au-zuwandern. wo schon mancher in ungleich kürzerer Zeit, wie diehier möglich, sein Glück gefunden. Auch er wollte dort sein Glück versuchen; vielleicht daß es sich ihm günstig erwiese, und er in den Stand gesetzt würde, die Schulden b>» zum letzten Heller abzutragen. Hierdurch nur wird sein Herz Beruhigung finden. Doch mußte jener Plan aus mancherlei Aussichten einstweilen aufgegeben werden." Tavid wünschte jetzt noch zu erfahren, welche Summe wohl erforderlich wäre, um den Eoncurs zu beseitigen und die Fabrik nnrtzer in Betrieb zu setzen. Mit k—lOOOO Thalern, meinte Walter, ließe sich die Angelegenheit in Srdnung bringen, da es nicht schwer fallen würde, aus da« Fabrikgebäude und die dazu gehörigen Grundstücke eine neue Hypothek aufzunehmen. falls der bisherige Besitzer derselben nicht gewillt sein sollte, sein Geld ferner daraus zu belasse«; es handle sich vornehmlich darum, den sonstigen Gläubigern gerecht zu werden. .Aber woher da« Geld nehmen?" so schloß er, iude» er sein sorgenvolles Haupt schüttelte.