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Joseph · 1879-10-30 · 20 (30.10.1879) · p. Seite 309

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
20 (30.10.1879)
Date
1879-10-30
Page
Seite 309 (sequence 3)
Language
German
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>-»S307 .Verberget mir nicht», Vater Walter", sagte er, ich habe zu meinem innigen Bedauern bereit» «unde erhalten von dem Miß geschick, da« euch belrosien; nun aber bitte ich euch, onr al« eurem theilnehmenden Freunde ohne Rückhalt mitzutheilen, wie die Sachen augenblicklich stehen, wie etwa zu helfen wäre." .Lieber Herr", — begann Walter. .Vor allem nicht« von Herr", unterbrach ihn der Angeredete, .ich bin für euch ganz einfach der David, wie von jeher." .Run gut auch fo", sagte Walter, .ja mein lieber David, die Sache steht traurig, sehr traurig: wie za helfen wäre, ja wenn ich « wüßte; haben alle« Mögliche versuch», aber vergeben«. Daß e« doch unfern braven Gotthold so hart treffen mußte! Er der stet» mit Liebe und Aufopferung zu helfen bereit war. steht nun von aller Welt verlasfen da; nirgend« Hilfe und Rettung. Rach dem sein Eociu« den Schurkenstreich begangen, und Gotthold seinen geschäftlichen Verpflichtungen nachzukommen nicht mehr in der Lage war, wurde ihm allseitig da« Vertrauen, ohne welche« kein Unternehmen Bestand haben kann, entzogen, und ein fort wahrender Rückgang seine» Geschäft» war in Folge dessen unau» bleiblich. Leider bewahrheitet e« sich auch hier, daß der Mensch nur im Glück Freunde findet, wo er aber von Unglück verfolgt wird, da wenden sich d,e Freunde von ihm. Würde Gotthold den Verlust ah Geld und Gut auch mit Ergebung ertragen, so fühlt sich sein unschuld«volle« Herz besonder» dadurch aus» em- ' pfindlichste gekränkt, daß nun obendrein sein guter Ruf aus dem Spiele steht, da er von mancher Seite verdächtigt wird, al» sei da« Verschwinden de« elenden Menschen mit seinem Vorwissen geschehen und habe er mit demselben gemeinsame Lache gemacht. Auch da« ist leider eine traurige Wahrheit, daß die Menschen einem bS»«illigeu Gerüchte leicht vertrauen und da« Böse so gern glauben." Während Walter erzählte, rannen heiße Thrünen über da« kummervolle Antlitz der guten Alten, und schwere Seufzer ent rangen sich ihrer beengten Brust. Auf David« Frage, wa« bereit« in dieser Angelegenheit ge schehen, fuhr Walter fort: .Der Versuch, eine Einigung mit den Gläubigern herderz» führen, scheiterte an dem hartnäckigen Sinne einiger derselbe». Die ganze Schuldsumme beträgt ItttRiO Thaler. Die Fabrik, von guten Hände» verwaltet, hat schlecht gerechnet, emrn Werth von

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