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Joseph · 1879-07-15 · 13 (15.7.1879) · p. Seite 197

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
13 (15.7.1879)
Date
1879-07-15
Page
Seite 197 (sequence 3)
Language
German
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—195 »°*e— Michel wollte nicht, das, sein Lohn Haus,rer würde; er sollte lernen. um einst unter (hottel Beistand vielleicht Raddiner einer Gemeinde zu werden. Es war die» das höchste Streben der Juden jener Zeit. David selbst dachte weniger an seinen einstigen Beruf; er lernte, weil e» ihm Freude machte, weil er seinen Durst nach Wissen stillen wollte. ' , Gewiss wurde es ihm schiver, n>«n» er sich n,tn sagen musite, dasi et jetzt mit dem Lernen ein Ln de hade. Ihn rief die heilige Pflicht, feine verlassene Mutter und die (steschwister zu ernähren. Wenn Du, mein freundlicher Leser erfährst, daß David noch kaum da» fünfzehnte Lebensjahr zurückgelegt hatte, so wirst Du Dich vielleicht »Iber seinen Enti'chlusi wundern. Es gehörte oder zu jener Zeit nicht eben zu den Seltenheiten, dasi jüdische Kiu» den von dreizehn bi» vierzehn Jahren schon hinau» musiten „in'» seindliche Leben", um verdienen und die Familie ernähren zu helfen. Mit banger Besorgnisi sah Frau Sarah der Zukunft entgegen, wenn sie sich vergegenwärtigte, dasi vielleicht bald nach Auszehrung dessen, was noch zu (Gebote stand, die Roth in ihre Räume ein kehren würde. Der sollte sie und ihre Familie erhallen, wer ihnen Brot und Kleidung gedenk Frau Sarah hatte sich vergeben» abgemüht. ein Mittel zu finden, wodurch sie wenigsten« nothdürftig. ohne sreinde Hilfe in Anspruch zu nehmen, ihr Leben fristen könnten. Da trat David mit den gesasiten Plänen hervor nnd sagte: „Mutter lieb, mit Ansang der neuen Woche beginnt iür mich ein neue« Leben. Ich bin der älteste Sodn. Ihr habt mich bisher m Liebe ernährt und gepflegt und mich etwa« lernen lasten, utzl ist es an mir. in dieser traurige» Zeit nach besten Kräften einen Dheil meiner Schuld abzutrage». Ich will nun lnnau« auf's Land und kaufen und verkaufen. w,e e» „Klater lieb" gethan." „Du weisit". sprach in herzlichem Tone die Mutter, »wie der gute Diäter darüber denkt, nicht sollen seine Sohne da» Haustr gewerbe betreiben; nicht dazu will er Euck erziehen, D. dasi es io kommen mnsi!" Und Recka. seine um zwei Fable altere Schwester, legte sich kdensalls in» Mittel und (mach: „Bleib', quter David beim Ln *

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